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Wie überschüssige Kilos auf die Gelenke wirken

Übergewicht führt zu einer erhöhten Gelenksbelastung und zu schnellerem Gelenksverschleiß. Was steckt dahinter und was kann man tun, um dem vorzubeugen?

Autor: Dr. Rosa Aspalter

Veröffentlicht: 11.06.2015 | 11:38

(© underdogstudios - Fotolia.com)
(© underdogstudios - Fotolia.com)

Was macht der Knorpel?

Dass der Gelenksknorpel mit den Jahren abgenutzt wird ist ein natürlicher Prozess. Und je mehr Gewicht die Gelenke zu tragen haben, desto schneller verläuft dieser Prozess. Versuche dir das Gelenk wie einen Wasserhahn vorzustellen. Den Knochen selbst stelle dir so  mit einem Knorpel überzogen vor wie ein Metallrohr der Wasserleitung mit einer Dichtung. Der Knorpel fängt Druck und Stöße ab und er sorgt sprichwörtlich für einen glatten, reibungslosen Bewegungsablauf im Gelenk. Und noch etwas: Im Knorpel sind keine Nervenendigungen, sehr wohl aber im Knochen und insbesondere in der sehr empfindlichen Knochenhaut, die den Knochen umgibt. So führt ein Knorpelverschleiß nicht nur zu den bekannten Bewegungseinschränkungen, dies erklärt auch, warum es so schmerzhaft ist, wenn einmal Knochen auf Knochen reibt. 

Bei Übergewicht ist aber nicht nur die rein „mechanische“ Belastung wirksam. Fettzellen produzieren Substanzen, welche entzündungsfördernd wirken und damit den Prozess des Gelenksverschleißes und der Entzündung weiter anheizen.

Was passiert bei sportlichen Belastung?

Was ist aber der Unterschied zwischen einer Gelenksbelastung durch eine angeblich gesunde körperliche Aktivität und jener durch Übergewicht? Der Knorpel erholt sich normalerweise in den Ruhephasen. Wenn aber permanent zu viel Gewicht auf die Gelenkknorpeln drückt, kann sich der Knorpel nicht mehr regenerieren. Dann wird er abgenützt. Ist dieser Verschleiß einmal im Gang, regeneriert sich der Knorpel nicht mehr ausreichend. Dann reibt irgendwann Knochen auf Knochen.

Das richtige Timing ist wichtig

Werden die Gelenke bereits in jungen Jahren durch Übergewicht belastet, treten die Schäden schon sehr früh auf. Und je eher man einen Gelenksersatz benötigt, desto eher auch die Wahrscheinlichkeit, dass auch dieser nicht allzu lange hält. Denn Übergewicht beansprucht auch die künstlichen Gelenke wesentlich mehr. Es kommt zur verstärkten Abnutzung und häufiger zu Lockerungen des Implantates.

Wie vorbeugen?

Das erste Ziel ist die Gewichtsreduktion, denn damit allein wird das Gelenk bereits entlastet. Zusätzlicher Vorteil: Ein geringerer Fettanteil senkt auch die Entzündungswerte und reduziert damit auch schmerzhafte Entzündungsreaktionen. Die Gewichtsreduktion sollte zunächst vor allem durch eine Ernährungsumstellung erfolgen. Bewegung zusätzlich stützt und wirkt sich in jedem Fall positiv aus. Allerdings wird das Bewegungsausmaß zu Beginn nicht so groß sein, dass dadurch eine Gewichtsreduktion zu erwarten ist. Unbedingt vermieden werden sollten starke Gewichtsschwankungen und einseitige Diäten mit einem unvermeidbaren Jo-Jo-Effekt. 

Wie ernähren?

Es sollten, wenn überhaupt, nur sehr wenig Fleisch und tierische Produkte gegessen werden. Diese Lebensmittel führen zu einer Aktivierung von Entzündungen und auch zu einem Knochenschwund. Mit einer Kost, welche vorwiegend aus Gemüse, Getreide und Obst besteht, hält man die Entzündung gebremst und man führt damit viele Antioxidantien, viele Mineralstoffe, Vitamine und Ballaststoffe zu und man nimmt damit fast zwangsläufig ab, da sie kaum leere Kalorien mit sich bringt.

Wie mit Sport beginnen?

Bewegung ist bei Patienten mit Gelenksbeschwerden wichtig, da sie einen steten Gewichtszuwachs verhindern kann. Aktivität verbessert den Stoffwechsel und trainiert außerdem die Muskeln, welche dann die angegriffenen Gelenke stabilisieren und auch damit zur Schmerzreduktion beitragen können.

Für den Beginn eignet sich ein leichtes Ausdauertraining. Einfache Bewegungsabläufe, die ohne großen Kraftaufwand oft wiederholt werden, unterstützen den Kalorienverbrauch und schützen die Gelenke vor weiterer Deformation. Ideal sind Schwimmen, Hometrainer mit leichtem Widerstand, Radfahren, Wandern, Nordic Walking oder Skilanglauf. Aquagymnastik ist besonders geeignet, weil hier einerseits sehr sanfte Bewegungen ausgeführt werden, durch den Auftrieb des Wassers die Gelenke geschont werden und gleichzeitig durch den erhöhten Widerstand im Wasser die Muskeln gut trainiert werden. Alles, was mit Stößen, Erschütterungen und ruckartigen Bewegungen zu tun hat, sollte vermieden werden. Also beispielsweise Tennis, Squash und Marathon. Wandern und Walken sind gut für die Knie und Hüfte, da sie die Versorgung des verbleibenden Knorpels mit Nährstoffen fördern, die Beweglichkeit und die Stabilität des Gelenkes, die Koordinationsfähigkeit und die Muskelkraft erhalten.

Bei angeschwollenen und stark schmerzenden Gelenken ist allerdings kurzfristige Schonung angesagt.

Die Bedeutung von Erholungsphasen

Der Gelenksknorpel hat nicht nur keine Nerven, er hat auch keine Blutgefäße. Das bedeutet, dass er nur durch das Ansaugen von Gelenksflüssigkeit ernährt werden kann. Bewegung fördert dies. Sie wirkt wie ein Auspressen und Ansaugen eines Schwammes. Bei zu starker Belastung oder wenn die Belastung zu lange anhält, kann er sich nicht mehr regenerieren. Daher ist es bei Arthrosen auch wichtig, die Sporteinheiten nicht zu lange ohne Unterbrechung auszuführen und immer wieder Ruhepausen einzulegen.

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