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Weniger ist mehr – Protein nicht überbewerten!

Die allgemeine Annahme, dass eine proteinreiche Ernährung besonders gesund und kräftigend sei, wurde schon 1850 von Chemiker und Fleischextrakt-Erfinder Justus von Liebig etabliert. „Nur Fleisch macht Fleisch“ lautete die Devise, die auch heute noch von vielen beibehalten wird. Je mehr, desto besser: Zusätzlich zu den Mahlzeiten gibt es oft noch Eiweiß in Form von Pulvern oder Riegeln, damit bloß kein Mangel entsteht. Ein Zuviel scheint es nicht zu geben.

Autor: Stefanie Fuchs

Veröffentlicht: 28.03.2018 | 12:06

Doch nicht nur Eiweißpulver und -riegel sind beliebt. Immer mehr Lebensmittelgruppen werden mit Proteinen angereichert und gelten als besonders förderlich für Gesundheit und körperliche Fitness. Proteinmüslis, Eiweißbrot, Protein-Brotaufstriche, ja sogar Limonaden mit einer extra Portion Eiweiß füllen die Supermarktregale. Protein liegt klar im Trend. Aber wie viel Protein brauchen wir wirklich? Kann sich eine Reduktion des Eiweißkonsums sogar positiv auf unsere Gesundheit auswirken?

Die Empfehlung für den Anteil der Proteine liegt im Allgemeinen bei einem Anteil von 15% der Kalorienzufuhr, wobei die Berechnungsbasis bei Übergewicht das Normalgewicht sein sollte. Das entspricht einem Bedarf von etwa 0,8 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht. Bei dieser Menge sei der Bedarf gedeckt und die Funktion aller eiweißabhängigen Körperfunktionen gesichert. Um sicherzugehen, setzen jedoch viele ihre Proteinzufuhr höher an und versprechen sich davon eine besonders gesunde Lebensweise.

Doch es gibt Studien, die das Gegenteil beweisen: in Tierstudien hatte ein Verhältnis von Proteinen zu Kohlenhydraten von 1:10 eine vorteilhafte Auswirkung auf die Lebensdauer. In einer Studie mit Ratten lebten jene mit kombinierter Kalorien- und Proteinrestriktion (40% weniger Protein als die Ratten mit unbeschränkter Nahrungsverfügbarkeit) um 75% länger. Die Tiere, für die nur das Eiweiß eingeschränkt wurde, lebten um 15-20% länger. Außerdem zeigten weitere Untersuchungen ein höheres Risiko von Diabetes mellitus Typ 2 und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Dies gilt vor allem beim Verzehr tierischer Proteine.

Diese Ergebnisse gelten wohl auch für Menschen: Auf der japanischen Insel Okinawa leben weltweit die meisten Hundertjährigen. Der Grund dafür wird in der Ernährung vermutet: Die Anteile von Kohlenhydraten und Proteinen liegen bei etwa 85% und 9% der Kalorienaufnahme. Dies entspricht der Einsparung von Proteinen im gleichen Ausmaß wie in der oben genannten Studie. Zusätzlich gilt die Regel der leichten Kalorienrestriktion „Hara Hachi Bu“ – iss, bis du zu 80% satt bist. Es scheint also, dass nicht den Proteinen, sondern den Kohlenhydraten und der Kalorienbilanz mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden sollte.

Vor allem kommt es dabei natürlich auf die Auswahl der Kohlenhydrate an. Einfachzucker und nährstoffarme Lebensmittel wie Fertiggerichte werden sicherlich keine positiven Effekte zeigen. Der Speiseplan auf Okinawa ist durch den hohen Anteil an naturbelassenen und pflanzlichen Lebensmitteln reich an Antioxidantien, Vitaminen und Mineralstoffen. Sicherlich gibt es neben der Ernährung noch andere Einflussfaktoren auf diese hohe Lebenserwartung.

Dennoch sollten wir die Menge an Proteinen in unserer Ernährung überdenken. Bei der Verdauung von Proteinen entsteht außerdem Harnstoff, der über die Nieren ausgeschieden werden muss. Führen wir uns dauerhaft mehr Protein zu, als wir benötigen, kann das die Nieren belasten.

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