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Welche Auswirkung hat die Temperatur auf das Körpergewicht?

Über die Auswirkungen von Außentemperaturen auf das Abnehmen gibt es viele Gerüchte: Bei Hitze funktioniert das Abnehmen schneller, da die Temperaturen die Fettzellen verbrennen. Andererseits nimmt man bei Kälte schneller ab, weil der Stoffwechsel schneller arbeiten muss. Bei einer kurzen Suche im Internet erscheint eine Schlagzeile, die gar behauptet „Heizen macht dick!“. Doch was stimmt wirklich? Gibt es einen Effekt von Temperaturen auf das Abnehmen?

Autor: Christopher K.

Veröffentlicht: 22.08.2018 | 12:42

Eines ist uns allen bereits bekannt: Ganz egal ob Hitzewelle oder Jahrhundertkälte - Fettverbrennung ist dann möglich, wenn der Körper in einem Energiedefizit ist, wenn ihm also weniger Energie (in Form von Kalorien) zugeführt wird, als er verbraucht. Nur in diesem Fall greift der Körper auf seine eigenen Energiereserven zurück. Die von unserem Körper bevorzugte Energiereserve ist ganz klar Fett, da 1 Gramm Fett ganze 9,2 Kalorien hat. Die Frage ist also, ob es bei gleichbleibender Energiezufuhr einen auf die Temperaturen zurückzuführenden Unterschied im Kalorienverbrauch gibt?

 

Hitze

Egal wie heiß oder kalt es ist, unser Körper ist rund um die Uhr damit beschäftigt, die ideale Körpertemperatur von ca. 37°C aufrecht zu erhalten. Die von den meisten als angenehm empfundene Raumtemperatur beträgt deshalb ca. 20° C, da wir bei dieser Temperatur, wenn wir die durch unsere Stoffwechselvorgänge entstehende Wärme dazurechnen, unsere Körpertemperatur von 37°C mit dem geringsten Aufwand erreichen können. Bei hohen Sommertemperaturen muss sich der Körper kaum aufwärmen, sondern ist eher mit Kühlungsprozessen beschäftigt – wir beginnen zu schwitzen. Beim Schwitzen haben die Millionen Schweißdrüsen auf unserer Haut die wichtige Aufgabe, Schweiß abzugeben, welcher dann auf der Haut verdunstet und dadurch für Abkühlung sorgt. Das ist zwar ohne Zweifel ein lebenswichtiger Vorgang, er hat jedoch keinen großen Einfluss auf den Kalorienverbrauch, da es sich hauptsächlich um gezielte Wasserabgabe handelt.

Dennoch fällt es im Sommer vielen leichter, Gewicht zu verlieren, was aber eher damit zusammenhängt, dass wir bei Hitze weniger Lust auf schwere, deftige Speisen haben und eher zu Salaten oder frischem Obst greifen. Außerdem machen wir im Sommer fast automatisch mehr Bewegung als im Winter, man fährt öfter mit dem Fahrrad, geht Schwimmen und ist aufgrund der länger andauernden Tage einfach grundsätzlich auch länger aktiv.

 

Kälte

Wenn uns kalt ist, ist unser Körper intensiv damit beschäftigt, unsere ideale Körpertemperatur von 37°C zu erhalten, wir beginnen zu zittern. Das Zittern entsteht durch sehr schnelle Kontraktionen der Muskulatur, wodurch Wärme erzeugt und die Durchblutung angeregt wird. Um diese Kontraktionen auslösen zu können brauchen unsere Muskeln fortlaufend Energie à der Kalorienverbrauch steigt.

Es gibt Untersuchungen, dass der theoretische Kalorienverbrauch bei starker Kälte (ca. -10°C) um ca. 5% ansteigt. Da wir uns im Winter jedoch mit Kleidung vor der Kälte schützen und uns fast durchgehend in beheizten Räumen aufhalten, lässt sich diese Regel nicht in die Praxis umsetzen.

Auch jeder Arzt würde einem wohl davon abraten, seinen Körper bewusst eiskalten Temperaturen auszusetzen um Gewicht zu verlieren. Auch wenn das eventuell den Kalorienverbrauch ankurbeln könnte, ist es natürlich sinnvoller, die eigene Gesundheit nicht aufs Spiel zu setzen und stattdessen lieber gut bekleidet Sport zu betreiben.

 

Kältekammern

Einige größere Fitnessstudios und Rehabilitationszentren bieten bereits Kältekammern an, das sind kleine Räume, in denen Temperaturen von bis zu -100°C herrschen. Aufgrund der geringen Luftfeuchtigkeit wird die Kälte jedoch nicht als schmerzhaft empfunden und soll bei zahlreichen Problemen wie Entzündungen, chronischen Schmerzen oder Hautkrankheiten helfen. Auch als Abnehm-Wunder werden diese Kammern gerne angepriesen, da sie den Stoffwechsel anregen und sich somit auch positiv auf die Fettverbrennung auswirken sollen. Allerdings gibt es derzeit noch keine aussagekräftigen Studien, die diesen, auch „Kyrolyse“ genannten, Effekt nachweisen können. Vor allem empfindliche Personen müssen bei dieser extremen Kälte eher mit Nebenwirkungen als mit positiven Ergebnissen rechnen.

 

Fazit

Dass wir im Winter öfter ein paar Kilos zunehmen hängt also weniger mit dem Wetter, sondern eher mit den veränderten Gewohnheiten zusammen. Wir haben mehr Lust auf deftige Speisen, es gibt Tage, an denen man an Sport gar nicht mehr denken möchte. Außerdem werden die Tage wieder kürzer und das Wetter ungemütlicher, da braucht man schon viel Willenskraft, um noch eine Runde mit dem Fahrrad zu fahren oder laufen zu gehen. Und als ob das alles noch nicht schlimm genug wäre, kommen die Weihnachtsfeiertage dazu, die die Nähte wortwörtlich zum Platzen bringen.

Deshalb ist es im Winter besonders wichtig, sich einen genauen Überblick über die zu sich genommenen Kalorien zu verschaffen, und sich gegebenenfalls einen Fitnessplan erstellen zu lassen, der unabhängig vom Wetter durchgezogen werden kann. Damit steht dem Abnehm-Erfolg auch während der kalten Jahreszeit nichts mehr im Wege!

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