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Was kostet dick sein? Was kostet abnehmen?

Diäten können teuer und aufwändig sein, oder auch ganz simpel und offensichtlich eine Einsparung. Ganz leicht nachzurechnen ist dies bei der FDH- oder VW (von allem weniger)-Methode. Wir sehen uns diesmal etwas näher die Kosten des Dickseins und verschiedener Diäten und Ernährungsweisen an.

Autor: KiloCoach Datenbank

Veröffentlicht: 10.10.2012 | 00:00

(© Schlierner - Fotolia.com)
(© Schlierner - Fotolia.com)

Gesundheitsökonomen, Versicherungs- und Fluggesellschaften haben längst kalkuliert, was ihnen übergewichtige Patienten bzw. Kunden an zusätzlichen Kosten verursachen. Warum sollte dies nicht auch jeder Einzelne machen, der ja in den meisten Fällen ebenfalls mit einem gewissen Budget auszukommen hat?

 

Die Kosten des Dickseins

Zunächst scheint alles beim Alten zu bleiben. Susanne wechselte von Kleidergröße 38 auf 40, dann auf 42. Ohne wesentliche Konsequenz. Die Schuhnummer ergab nur einen einmaligen Wechsel von 39 auf 40. Die Preise schienen die Gleichen zu sein oder sich nur im Rahmen der üblichen Preiserhöhungen zu bewegen. Also machte sich Susanne keine großen Gedanken. Schlagartig änderte sich aber die Situation bei Kleidergröße 44 und darüber. Nicht nur, dass das Angebot plötzlich schrumpfte, von den zur Verfügung stehenden Stücken gefielen oder passte ihr immer weniger. Entsprechend der Rarität der Kleidungsstücke stiegen die Preise. Auf Grund dieser Situation begann Susanne, sich Kleidungsstücke selbst zu nähen. Aber auch das brachte keine deutliche Einsparung. Denn statt der in der Modezeitschrift veranschlagten 3m Stoff benötigte sie 6m, was bei Stoffpreisen über 20 € pro Laufmeter doch ins Gewicht fiel.

Auch bei den Möbeln änderte sich lange nichts. Susanne besaß eine Wohnzimmergarnitur bestehend aus einer Couch und zwei größeren Fauteuils mit einem netten Glastischchen. Da fielen 5 kg mehr nicht auf und auch keine 10 kg. Erst als Susanne in der Dusche und auf der Toilette Schwierigkeiten bekam und ein Umbau bzw. Einbau einer Extragröße notwendig wurde, änderten sich die Anschaffungskosten drastisch. Dazu kam ein Mehrverbrauch an Medikamenten, der innerhalb der letzten Jahre auf das satte 30-fache anstieg. Hatte sie zuvor nur ein Schilddrüsenpräparat genommen, nimmt Sie mittlerweilen 4 verschiedene Blutdruckmedikamente, 2 Tabletten und Insulin gegen höheren Blutzucker, 1 Medikament zur Senkung der Blutfette, eines zur Senkung der Harnsäure, Schmerzmedikamente auf Grund der zunehmenden Gelenksschmerzen, dazu ist natürlich ein Medikament als Magenschutz erforderlich. (Eine solche Menge an täglich einzunehmenden Medikamenten ist keineswegs eine Seltenheit, das kann ich aus der täglichen Praxis bestätigen.) Eine Packung reicht dabei durchschnittlich für einen Monat. Dazu kommen verschiedene Geräte zur Messung von Blutdruck und Blutzucker) und steigende Kosten für Arztbesuche und "Heilbehelfe".

Nicht zuletzt stiegen ihre Lebenshaltungskosten ganz einfach auf Grund der zunehmenden Mengen, die sie verzehrte. Eine Scheibe Brot reichte nicht, es waren zumindest drei, gelegentlich auch fünf. In der Betriebskantine musste sie sich regelmäßig zwei Portionen holen um sich einigermaßen satt zu fühlen und dabei hatte sie nach wie vor das Gefühl, sich nicht richtig voll schlagen zu können. Für Getränke wie Limonaden und auch Bier gab Susanne etwa 155 € pro Monat aus, eine ebensolche Menge für Kekse, Kuchen und Schokolade, dabei kaufte sie hauptsächlich in Supermärkten ein und ging wenig aus. Schließlich kaufte sie sich noch Chitin-Kapseln, welche die Fettaufnahme im Darm verhindern sollten, viele Packungen Grüne-Tee-Kapseln, viele Diätbücher und ging zu WW, wobei wir auf die dort anfallenden Kosten noch zu sprechen kommen.

Behinderung oder selbst Schuld? – Wer soll für die Kosten aufkommen?

Begleitpersonen für Behinderte, etwa bei Flügen, erhalten kostenlose Sitzplätze. Das ist einsichtig und darüber gibt es wenig Aufregung. Wie ist das mit Übergewichtigen, welche mit einem Sitzplatz nicht auskommen, also, ob bezahlt oder nicht, einen zweiten Sitzplatz belegen, oder noch genauer gesagt: "besitzen"?

In Kanada gingen Vereinigungen gegen Fluggesellschaften vor Gericht, weil diese den Übergewichtigen den zweiten Sitz in Rechnung stellten. Sie argumentierten, dass es unrechtmäßig sei und gegen das Gesetz der Gleichbehandlung von Behinderten verstöße, wenn auf Grund von Übergewicht jemand die zweifachen Kosten zu zahlen habe. Und sie waren erfolgreich damit. Die CTA (Canadian Transportation Ageny) untersagte es den Fluglinien Air Canada, Air Canada Jazz und WestJet, zusätzliche Gelder von extrem Übergewichtigen einzuheben. Sie entsprach damit dem „Canada Transportation Act“ welcher besagt, dass es Recht eines Menschen und Pflicht von Fluglinien und Transportgesellschaften sei, ihre Einrichtungen so gut wie möglich verfügbar zu machen.

Wer jetzt die Kosten tatsächlich trägt, die Konsumenten oder die Fluggesellschaften, wird sich zeigen. Auch über die Einrichtung von Fonds oder über Charity-Finanzierung wird nachgedacht.

Wie auch immer man zur Frage des Schicksals oder Selbstverschulden steht: Wäre die Klage abgewiesen worden, wäre als nächstes die Frage zu lösen: Wann ist Übergewicht krankheitsbedingt und damit schicksalshaft? Wo ist die Grenze zum Selbstverschulden durch einen ungesunden Lebensstil? Oft besteht keine offensichtliche Erkrankung, sondern einfach eine stärkere Neigung, Gewicht zuzulegen. Wäre es da nicht genauso unfair, von dem Betroffenen zu verlangen, so müssten sich halt mehr im Zaum halten als andere?

Und wie auch immer man zu dieser Frage steht: Den Übergewichtigen ist das Abnehmen überlassen. Das zumindest muss von jedem einzelnen gelöst werden und kann niemanden abgenommen werden. Deshalb also weiter zu den Kosten einer Gewichtsreduktion.

Die Kosten einer Gewichtsreduktion

Was kostet nun das Abnehmen? Die wohl billigste Varianten sind die FDH (Friss die Hälfte)- oder VW (von allem weniger)-Methode. Keine zusätzlichen Kosten, sondern im Gegenteil: Einsparung bei den laufenden Ausgaben. Dennoch scheint diese Methode nicht so ganz einfach anzuwenden zu sein, denn sie würde sicherlich mehr von Einzelpersonen genützt und weniger von Kurhäusern oder Spitälern, von denen so manche unter Reduktionskost eher eine Kost zur Kostenreduktion verstehen als eine kalorienreduzierte, sättigende und ausgewogene Kost. Die meisten ahnen: Sich einfach bei den Mengen einzuschränken ist erstens psychisch nicht so einfach, es bedarf auch einer gewissen Umstellung bei der Ernährung. Und nicht zuletzt wünschen viele emotionale Unterstützung in Form von Aufmunterung, aber durchaus auch in Form von Druck und Strenge. „Ich brauche jemanden, der mich ordentlich an die Kandare nimmt!“ ist z.B. ein Satz, welchen ich immer wieder in persönlichen Gesprächen zu hören bekommen. Was damit zum Ausdruck gebracht wird, ist das Gefühl, es selbst nicht zu schaffen. Und so gibt man Unsummen für Diätprogramme aus.

Die Kosten für Abnehmprogramme können nur beispielhaft skizziert werden und sollen hier einmal nur aus dem Kostenaspekt betrachtet werden. Eines der bekanntesten Programme ist Weight Watchers. Hier zahlt man etwa 29,80 € Einschreibgebühr und eine Gebühr von 17 € pro Woche. Programme, welche Nahrungsergänzungsmitteln oder Formuladiäten als Mahlzeitenersatz anbieten, bieten oft kostenlose Beratung, für die Produkte zahlt man etwa 5 bis 10 € pro Tag zusätzlich zu den beibehaltenen Lebensmitteln. Bei alleiniger Ernährung mit diesen Produktion muss man mit 10 bis 20 € pro Tag rechnen. Sogennante Abnehmpräparate (Fettverbrenner, CLL, Chitin um nur ein paar zu nennen) kosten zwischen 20 und 80 € die Packung und sind bestenfalls wirkungslos (siehe Artikel „Abnehmpräparate).

Handelt es sich um Diät- oder Menüpläne, nach denen man einzukaufen hat, ist oft mit einem Mehraufwand zu rechnen. Dieser ist natürlich umso deutlicher, je ausgefallener die Lebensmittel sind, welche dabei verwendet werden. Doch selbst, wenn es sich um durchaus gängige Produkte handelt, habe ich die Erfahrung gemacht, dass ich mehr im Einkaufswagen habe, wenn ich nach einem Diätplan einkaufe. Offenbar habe ich für mich „Einsparmöglichkeiten“ entwickelt, etwa die unterschiedliche Verwertung von Gemüse, um nicht Kleinstmengen einkaufen zu müssen, und diese Einsparmöglichkeiten fallen also bei einem solch vorgegebenen Einkaufsplan weg. Ausgesprochen teuer dürften auch eiweißreiche Diäten (Atkins-Diät) mit einem enorm hohen Fleischanteil kommen.

Die Kosten einer gesunden Ernährung

Durchstöbert man die FDA-Webseiten, findet man enorm viele Information über Lebensmittelsicherheit, bis hin zu Kosmetika und „Food Defense and Terrorism“, also „Lebensmittelverteidigung in Zeiten des Terrorismus“. Kein Wort wird jedoch verloren über die Lebensmittelkosten, dem vermutlich wichtigsten Faktor für gesunde Ernährung. Dazu zählt aber nicht nur der Preis der Lebensmittel selbst und die Relation zum Einkommen, sondern auch die Nähe der Produkte bzw. ihre Erreichbarkeit mittels Auto oder öffentlicher Verkehrsmittel.

Generell hält sich die Meinung, dass gutes Essen teurer ist als ungesundes, doch zusehends wird das in Frage gestellt, nicht zuletzt auch auf Grund der Entwicklungen, dass Fast Food Ketten, welche über lange Zeit mit Billigpreisen den großen Zulauf schafften, jetzt gehörig mit den Preisen nachgezogen haben. Auch wenn Sie versuchen, mit Billigangeboten das Image des Billiganbieters aufrecht zu halten. 6 bis 10 € für ein Menü, dafür erhalte ich auch ein Mittagessen in einem Gasthaus und ich bin dabei ausgiebiger gesättigt als mit einem Mac-Menü. Dass auch Gasthäuser und Restaurants enorm mit den Preisen rauf gegangen sind, ist eine andere Frage, der Preisunterschied zwischen ihnen und Fast-Food Ketten ist jedenfalls wesentlich kleiner geworden. Würde man sich einen ganzen Tag bei McDonalds ernähren, müsste man gewiss an die 20 € berappen.

Gesundes Essen muss nicht teuer sein!

Eine 100g Tafel Schokolade kostet etwa 1 €. Eine Banane in etwa 50 Cent, 100g Weintrauben, wenn sie gerade wirklich teuer sind 30 Cent. Man mag noch in die Waagschale werfen, dass man eine 100g Tafel Schokolade nicht auf einmal verzehrt (obwohl auch das vorkommen soll!), doch 50g sind bestimmt keine Kunst. Damit bin ich aber noch immer bei dem Preis einer Banane und nicht darunter. Eine Cremeschnitte im Supermarkt kostet etwa 1,60 €. Um das gleiche Geld bekommt man also etwa ½ kg Bananen oder sogar ein Kilo billiger, dafür säuerlicher Äpfel. Und wir haben alle den Eindruck, Obst sei teuer?

Es gibt zweifellos Produkte, die fürs Abnehmen besser geeignet und teurer sind, aber wie folgende Tabelle zeigen soll, kommen viele leichte und gesunde Alternativen sogar billiger. Zumindest kann man beinahe in jeder Lebensmittelgruppe Produkte finden, welche kalorienärmer und/oder nährstoffreichreicher sind, ohne mehr zu kosten.

Kalorienreicheres Produkt

Kalorienärmeres oder nährstoffreicheres Produkt

Letzteres ist im Vergleich zum kalorienreichen (oder nährstoffreicheren) Produkt

Wurst Schinken teurer

Fettreicher Schinken, Speck

fettarmer Schinken

gleich teuer

Fetteres Fleisch

mageres Fleisch

teurer

Fleisch

Gemüse

billiger

Fleisch

Tofu etc.

gleich teuer

Weißbrot

Schwarzbrot

billiger

Schwarzbrot  Vollkornbrot teurer
Butter Margarine

billiger

Joghurt mit normalem Fettgehalt

fettärmerer Joghurt

gleich teuer

Chips u.a. Knabbereien

Gemüse

gleich teuer oder billiger

Chips u.a. Knabbereien

Obst teurer

Snacks (Hamburger,..)

Obst

billiger

Snacks (Hamburger,..)

Salat

billiger

Limonaden

Wasser

billiger

Fruchtsäfte                Wasser                            billiger
Limonaden Fruchtsäfte teurer
Bier Fruchtsäfte

gleich teuer

Bier Wasser billiger
Reis Vollkornreis teurer
Teigwaren

Vollkorn-Teigwaren

teurer

Mehl

Vollkornmehl teurer
Käse

fettarmer Käse

gleich teuer

Schokolade, Konfekt

Obst billiger (bezogen auf 100g)

billiger oder gleich teuer (bezogen auf 1 Portion)

Kuchen, Torten

Obst

billiger (bezogen auf 100g)

billiger oder gleich teuer (bezogen auf 1 Portion)

Haltbare Produkte sind nicht billiger!

Warum kauft man eher verpackte Süßigkeiten und Snacks als Obst oder Gemüse? Manche führen die Haltbarkeit an und sagen, dass sie nicht jeden Tag einkaufen könnten oder es sich nicht leisten könnten, wenn bestimmte Dinge verderben. Dieses Argument ist etwas grotesk im Fast-Food-Zeitalter. Fast food ist, wie auch der Name sagt, nicht nur schnell gekauft, sondern eben auch schnell gegessen. Sehen Sie sich mal einen Hamburger nach einer Stunde an! Möchten Sie ihn noch essen? Da ist ja ein grüner Salat, der noch 2 Tage im Kühlschrank hält, ein richtiggehendes Haltbarprodukt!

Abgesehen davon, dass McDonalds keineswegs mehr für billiges Essen steht: Ein „Mittagessen“ dort kostet nun 5.99 €. Satt ist man davon so an die 2 Stunden. Wird ein solches Menü nicht als Hauptmahlzeit sondern als Snack zwischendurch gegessen, wird die Sache zu einem wirklich unverhältnismäßigen Luxus.

Halbfertig- und Fertiggerichte – sogenannte Convenienceprodukte

Ein ganz häufiges Argument, sich Fertiggerichte zu kaufen, ist das Zeitargument. Wer hat heute schon Zeit, zu kochen? Und vor allem müsste bei den unterschiedlichen Lebensrythmen, welche in einer Familie oft gleichzeitig bestehen, fünf mal gekocht werden. Grundsätzlich ist nicht viel gegen Convenienceprodukte einzuwenden. Denn es gibt auch Convenienceprodukte, welche durchaus gesund sind und zu einer besseren Ernährung beitragen. Wenn jemand keinen Salat isst, weil er keinen Salatkopf daheim aufbrauchen kann und ihm das Waschen und Schneiden zu viel Arbeit ist, ein abgepackter Salat aber, der nur mehr mariniert werden muss, sehr wohl gegessen wird, dann ist dies als Verbesserung der Ernährung, also als Fortschritt zu werten. Bei Fertiggerichten, die nur mehr aufgewärmt werden müssen und als Hauptspeise gedacht sind, oft sogar die Beilagen schon mit beinhalten, ist Vorsicht geboten. Das Problem sind hier oft nicht so sehr die Kalorien und das Fett, wie wir aus unseren Datenbankeinträgen beobachten konnten. Diese Gerichte enthalten aber oft viel Salz und Zucker und andere Geschmacksverstärker und sind nährwertmäßig meist nicht als hochwertig einzustufen.

Da wir die Kosten für Kleidung in Zeiten des Dickseins in Rechnung gestellt haben, müssen wir doch auch fairerweise nun anführen, dass es einige Kosten verursachen kann, viel abzunehmen, wenn dann etwa die Garderobe komplett erneuert werden muss. Ich habe aber noch niemanden getroffen, der sich darüber beschwert hätte. Im Gegenteil, das dürfte ja in vielen Fällen ein recht starkes Motiv sein, abzunehmen und kein Hindernis!

In diesem Sinne also: frohes und möglichst einfaches Abnehmen!

Ihre
Dr. Rosa Aspalter

Pepe Assistant

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