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Was bringen Diät- und Menüpläne?

Immer wieder kommt es vor, dass jemand ganz enttäuscht reagiert, weil KiloCoach-TM keine Diät- und Menüpläne anbietet. Es sieht so einfach aus, nach einem vorgegebenen Plan zu kochen bzw. zu essen. Vielleicht vermittelt es auch so etwas wie Sicherheit. Doch wir zeigen Ihnen, dass Sie ohne Diätpläne die langfristig abnehmen!

Autor: KiloCoach Datenbank

Veröffentlicht: 02.10.2012 | 00:00

(© DBPics - Fotolia.com)
(© DBPics - Fotolia.com)

Ein voller Kühlschrank wegen Diät!

Zunächst eine Geschichte aus der Zeit meines Diätenlebens: Ich war damals Studentin und behauste zusammen mit Freundinnen eine Studentenwohnung. Ich war gerade dabei, wieder eine Diät zu starten und hatte gerade genauestens nach Anweisung, d.h. nach einem ausgiebigen Einkaufszettel eingekauft und die Sachen im Kühlschrank verstaut. Damit mir denn nicht plötzlich etwas auf dem Speiseplan fehle, machte ich eine Notiz und klebte sie auf den Kühlschrank: „Für Rosa – mache Diät!“ Dieser Zettel rief allgemeines Gelächter hervor, denn es war so, dass der Kühlschrank fast ausschließlich mit den „Diätprodukten“ gefüllt war und die lieben Mitbewohnerinnen sich den kleinen Rest teilen mussten. Damals dämmerte mir, dass eine Diät zu einem paradoxen Ergebnis führen könnte: Indem man sich so sehr auf das Essen konzentriert, isst man unter Umständen mehr als gewöhnlich.

Ich versuche mich auch zu erinnern, was der längste Zeitraum war, über welchen ich mich nach einem genau vorgegebenen Essplan ernähren konnte. Nun, es war vermutlich 1 Woche, kaum jemals zwei. Und was war das Endergebnis? Same thing as before! – Was so viel heißt wie: zumindest das Gewicht von vorher, wenn nicht sogar mehr!

Die Sehnsucht nach Plänen

Was also ist daran, dass man sich immer wieder nach solchen Plänen sehnt, obwohl man kaum je im Stande ist, diese auch länger durchzuhalten?

Der Wunsch ist jedenfalls verständlich. Mir fallen dafür ein paar gute Gründe ein.

1. Der Wunsch, abzunehmen

Wer von Ihnen mit etwas Reserven an den Hüften und am Bauch möchte nicht abnehmen? Und nicht nur Menschen mit Reserven! 70% aller Frauen sind angeblich unzufrieden mit ihrer Figur, und so hoch ist dann der Anteil Übergewichtiger doch noch nicht! Es müssen also rein statistisch auch einige Normlagewichtige oder sogar Untergewichtige unter den Abnehmwilligen sein!

2. Die unüberschaubare Menge an Diät- und Ernährungsempfehlungen

Keine Zeitung, keine Sendeeinrichtung, kein größeres Webportal ohne Abnehmtipps oder sogar Abnehmprogramme! Und in Medien ist Abnehmen und Ernährung ohnehin Thema Nr. 1. Es gibt eine Unmenge an Diäten und Menüplänen und allgemeinen Ernährungsempfehlungen, bzw. auch angepriesenen Präparaten! Das verunsichert, und so scheint es, dass man sich umso mehr nach festen Regeln sehnt, je mehr unterschiedliche Regeln man zu sehen bekommt!

3. Die vielen erfolglosen Abnehmversuche

Der Wunsch nach vorgegebenen Diät- und Menüplänen wird nochmals verstärkt durch jeden erfolglosen Abnehmversuch. Je öfter dies passiert, desto mehr wächst der Eindruck, es selbst nicht zu schaffen, jemand anderen dafür zu brauchen, um doch noch abzunehmen.

4. Das fehlende Gespür für das, was gut tut

Der Wunsch nach einem Diät-oder Menüplan ist der Wunsch, dass jemand anderer vorgibt, was zu essen und zu trinken ist. Er kann also durchaus auch als Indiz dafür gesehen werden, dass das eigene Gefühl für gesunde Ernährung völlig abhanden gekommen ist.

Eine sich endlos wiederholende Geschichte, nicht wahr?

So kauft man also, so gut es geht, nach Plan ein. Doch welcher Plan kann genau berücksichtigen, was es gerade in Ihrem nächstgelegenen Supermarkt gibt? Oder dass Sie in der Betriebskantine Ihr Mittagessen einnehmen und dort eben nur bestimmt Gerichte zur Auswahl haben? Es kommt eine Einladung, ein Besuch, Sie können Ihren Gästen nicht zumuten, lediglich ein Knäckebrot mit Magerquark und einer Scheibe Tomate zu essen? Ein Angebot im Supermarkt verlockt Sie so sehr, dass Sie von Ihrem vorgegebenen Speiseplan abweichen? Oder Sie haben plötzlich wieder den Wunsch, etwas ganz herzhaftes und üppiges zu essen. Das ist kein Drama. Doch was passiert danach? Gelingt es danach, die Diät wieder fortzusetzen? Kaum! In den meisten Fällen ist damit die Diät Geschichte.

Wieder eine mehr!

Wie Abnehmprogramme bewertet werden

Interessanterweise wird aber dieser Umstand von vielen Institutionen, welche für sich in Anspruch nehmen, Diät- oder Abnehmprogramme bewerten zu können, nicht berücksichtigt. So führte z.B. die Stiftung Öko-Test in Deutschland sehr umfangreiche Testungen verschiedenster Abnehmprogramme durch. Dabei wurde die Qualität zahlreicher Ernährungs- oder auch mit Sport kombinierter Programme sehr eingehend nach bestimmten Vorgaben, z.B. ernährungswissenschaftlichen Kriterien beurteilt. Damit fallen Programme, welche keine fixen Vorgaben machen, automatisch durch den Rost, bzw. sind in der Bewertung bereits benachteiligt. Fixe Vorgaben, wie z.B. ein konkreter Menüplan, lassen sich klarerweise einfacher bewerten. Es lassen sich die Kalorien, die gesättigten und ungesättigten Fettsäuren und die Gramm Zucker zählen und anderes mehr. Und klar, eine Krautsuppendiät ist aus ernährungsphysiologischer Sicht und auch vom Standpunkt eines lang anhaltenden Erfolges wenig sinnvoll. Nicht hinterfragt wird aber von solchen Einrichtungen, welchen Effekt fixe Vorgaben überhaupt haben. Was nützt es, einen tollen 4-Wochen-Bewegungsplan in einem technisch raffinierten Online-Programm vorgeschlagen zu bekommen, der zwar am Papier viel Kalorien verbraucht, aber in keiner Weise zu meinem Lebensrhythmus passt und trotz umfangreichen Einstiegsfragebogens nicht in der Lage war, meine Wünsche und Präferenzen zu berücksichtigen? Sollte nicht auch bewertet werden, in welcher Weise es einem Programm gelingt, zu Verhaltensänderungen zu motivieren? Hier gibt es doch eindeutig mehr Möglichkeiten, als einfach nur Tipps zu geben, Rezepte anzubieten, oder einen Plan aufzustellen.

Auf der Webseite der Österreichischen Gesellschaft für Ernährung findet man schon wesentlich grundlegendere Kriterien, mit denen Abnehmprogramme bewertet werden können:

So findet sich da eine „Checkliste für seriöse Schlankheitsdiäten“:

  • sie sind abwechslungsreich, machen satt und schmecken
  • vermitteln Genuss und Freude am Essen
  • berücksichtigen persönliche Vorlieben und Abneigungen
  • kennen keine Verbote
  • vermitteln einen neuen Ess- und Lebensstil, den man auf Dauer halten kann: weniger Fett, weniger Zucker, weniger Alkohol, mehr Bewegung
  • versprechen keinen raschen Erfolg
  • geben geringe Vorgaben zum Gewichtsverlust (z. B. ½ kg pro Woche)
  • legen Wert darauf, dass das Gewicht langfristig gehalten wird
  • vermitteln grundlegendes Ernährungswissen

Die DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung) hat noch das Endresultat in Form harter Facts mit aufgenommen: Ein ambulantes Adipositastherapieprogramm z.B. sollte 1 Jahr nach Beginn bei mindestens 50 % der Teilnehmer eine Gewichtsabnahme von wenigstens 5 % und bei mindestens 20 % der Teilnehmer eine Gewichtsabnahme von wenigstens 10 % aufweisen. Das ist sicherlich die beste Art und Weise ein Programm zu bewerten, doch es fehlt den meisten Programmen schlicht und einfach die Möglichkeit, diesen Effekt zu kontrollieren. Ein Buch wird im Buchhandel verkauft, ein Diät- und Bewegungsprogramm im Internet zusammengestellt, die Betreiber haben keine Information über den Effekt und daher auch keine Möglichkeit, den Erfolg (oder Misserfolg) zu bewerten. Diese Möglichkeit der Evaluierung bleibt fast ausnahmslos klinischen Studien vorbehalten.

Was nicht gemessen werden kann

Selbst Programme, welche Daten von Programmteilnehmern zur Verfügung haben (z.B. Online-Programme, welche Daten auf einem Server speichern), schaffen es nicht, konsistente und auswertbare Daten zu generieren. Dazu sind die Anwendungen oft viel zu sehr als Spielerei gedacht (vor allem kostenlose Internetanwendungen) oder zu wenig klar auf eine Methode ausgerichtet und zu zersplittert. Die meisten Portale bieten „alles“ an, also Diät-, Menü- und Bewegungspläne, Rezepte, Forum, Experten, verschiedene Tools zur Berechnung des BMI und nicht wenige auch Tools zur Protokollierung von Essen, Trinken und Bewegung. Und jeder kann sich offenbar aussuchen, was ihm davon am ehesten entspricht. In den wenigsten Fällen werden die Anwender dazu angeregt und motiviert, lückenlos Ernährungs- und Bewegungsdaten bzw. auch Körperdaten einzugeben. Mit dem klaren Fokus auf dem Ernährungs- und Bewegungsprotokoll hebt sich hier KiloCoach™ weit ab und generiert damit Daten, die in Hinblick auf Vollständigkeit und Genauigkeit sicherlich seinesgleichen suchen. Diese Daten bieten nicht nur dem einzelnen Anwender den Überblick, der gerade beim Essen immer fehlt (oder vermieden wird!), sie bieten auch wertvolle Information darüber, was eine erfolgreiche Abnehmstrategie sein kann und was nicht.

Auch das „Nimm, was Dir passt-Prinzip“ vieler Internetportale könnte eine Strategie für ein erfolgreiches Abnehmprogramm sein. Schließlich könnte Abwechslung zu einer verbesserten Motivation und zu längerem Durchhalten beitragen. Doch das müsste erst einmal belegt werden, und genau dafür entzieht sich aber dieser Ansatz jeder Auswertbarkeit und läuft auch vom Prinzip her jedem seriösen Studienansatz zuwider. Jede Studie benötigt klar definierte Methoden, um etwas bewerten und vergleichen zu können. Andernfalls wäre die Studie bestenfalls dem Gebiet der Chaosforschung zuzuordnen.

Was gemessen werden könnte

Zusammenfassend lässt sich also sagen, dass Programme, die einen klar definierten Diät- oder Menüplan vorgeben, wunderbar zu bewerten sind, zumindest was die Vorgaben und Empfehlungen betreffen, dass sie aber oft nicht die Möglichkeit bieten, den Erfolg auch zu messen und dass sie das methodische Problem haben, dass genaue Vorgaben genau den Umdenkprozess und Umlernprozess, der eine ganz grundlegende und als „natürlich empfundene“ und damit auch langfristige Ernährungsumstellung, verhindern. Diät- und Menüpläne eignen sich bestenfalls dazu, einen Einstieg in andere Ernährungsweisen zu finden, einmal andere Speisen kennen zu lernen und vielleicht doch Geschmack und Freude daran zu finden.

Ich möchte aber noch weiter gehen und anregen, die Vorgabe von genauen Diät- und Menüplänen als negatives Qualitätskriterium für ein Abnehmprogramm heranzuziehen. Es wird notwendig sein, neue Qualitätskriterien zu definieren, die da wären: Motivationspotential, selbst gewählte Änderungen des Ernährungsverhaltens, Änderungen des Bewegungsverhaltens (ohne fixe Vorgaben!) und anderes mehr. Wie weit schafft ein Programm, das natürliche Sättigungsgefühl wieder zu erlernen? Wie weit hat der Teilnehmer das Gefühl, sein Gewicht nun selbst kontrollieren, d.h. bestimmen zu können? Messbar wären diese Eigenschaften z.B. an der Dauer, in der an einem Programm teilgenommen wird. An die Stelle einer fix vorgebenen Programmteilnahme (oder Studiendauer) mit den Kriterien: "absolviert" oder "nicht absolviert" könnte die Dauer der freiwilligen Programmteilnahme als Maß für Effektivität und Motivation herangezogen werden. Gemessen werden könnte ein Programm an der Dauerhaftigkeit von neuen, gesünderen Ernährungsweisen, an den freiwilligen Bewegungsminuten und natürlich an den abgenommenen Kilos, während der Programmteilnahme und noch einige Zeit danach! Das wären doch die wirklich relevanten Effekte, nicht wahr? Und nicht ein schönes Programm auf dem Papier!

 

 

Pepe Assistant

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