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Warum man mit Fasten nicht dauerhaft abnehmen kann

Fasten ist zu einem Trend geworden. Dabei können die Ziele die damit verfolgt werden ganz unterschiedlich sein. Der eine will „abnehmen“, die andere „entschlacken“, „verbessern von Stoffwechsel und Rheuma“ und anderes mehr. Manches davon ist auch realistisch. Wer abnehmen möchte, sollte vom Fasten jedoch Abstand halten.

Autor: Dr. Rosa Aspalter

Veröffentlicht: 09.03.2015 | 10:32

(© Gina Sanders - Fotolia.com)
(© Gina Sanders - Fotolia.com)

Fasten – was passiert dabei im Körper?

Fasten heißt: zumindest einige Tage lang von (fast) null Kalorien leben. Wie reagiert der Körper darauf? Er mobilisiert seine Reserven. Zunächst wird einmal der restliche Blutzucker bis zu einem gerade noch akzeptablen Minimum genutzt. Aber eine Unterzuckerung lässt der Körper normaler weise nicht zu. Da geht es zuvor an andere Reserven.

Als nächstes verwertet der Körper die Speicherform der Glucose, nämlich das Glykogen. Das befindet sich in Muskeln und vor allem in der Leber und reicht für etwa 1-2 Tage, bei starker körperlicher Belastung für einige Stunden. Danach geht es ans „Eingemachte“, an die Eiweiß- und Fettspeicher. Dabei wird sehr rasch Muskelgewebe abgebaut. Nur mit körperlicher Aktivität kann man diesen Prozess verhindern. Extreme sportliche Tätigkeit und gleichzeitiges Fasten kehrt sich aber wieder ins Gegenteil: in einen verstärkten Muskelverlust. Daher sollten Sie während des Fastens zwar Sport machen, aber in moderatem Ausmaß.

Fett wird auch in Ruhe und auch ohne zu fasten jederzeit verbrannt. Aber die Fettverbrennung wird natürlich, wenn sonst keine Kalorien zugeführt werden, entsprechend gesteigert. Gleichzeitig aber ist dies ein „Hungersignal“. Der Körper überlegt sich jetzt, wo er einsparen kann. Alle nicht ganz essentiellen Funktionen werden gedrosselt. Die Verdauung wird langsamer, die Atmung flacher, die Körpertemperatur sinkt sowie der gesamte Zellstoffwechsel.

So kommt es zum Jo-Jo-Effekt

Diese Anpassungsmechanismen werden auch wieder rückgebildet, wenn Sie wieder zu essen beginnen, aber das dauert. In der Zwischenzeit essen Sie normal, der Körper ist aber noch im Sparflammenmodus. Konnten Sie vor dem Fasten 1700 kcal verbrennen, verbrennen Sie jetzt vielleicht nur 1300 kcal und legen alles, was darüber ist, als Fettpölsterchen an. Sie nehmen nun tatsächlich schneller zu und das ist der allseits bekannte Jo-Jo-Effekt.    

Wenn Sie nur sehr kurz gefastet haben und noch kaum Fett verloren haben, bauen Sie also schon wieder Fettpölsterchen auf, bevor Sie diese auch nur wesentlich angegriffen haben. Fasten Sie sehr lange oder sehr häufig, dann verlieren unweigerlich Muskelmasse und damit sinkt auch Ihr Grundumsatz, da der Muskel der stoffwechselaktive Teil unseres Körpers ist.

Wie wirkt sich Fasten auf die Psyche aus?

Wer schon einmal gefastet hat, kennt die Wirkung der Endorphine. Sie machen etwas „high“. Man ist vermeintlich in einer guten Stimmung, doch das ist eher ein Trick der Natur. Schließlich sollten wir ja nicht träge und traurig herum hängen, wenn es nichts zu essen gibt, sondern erst recht aktiv werden. Das war für das Überleben unserer Vorfahren wesentlich wichtiger. Aber vermutlich kennen Sie auch das Gefühl des Genervt-Seins, der Müdigkeit, der Reizbarkeit. Sinnvollerweise machen viele daher die Fastenkur abseits der Arbeitswelt, in freier Natur und frei von belastenden Situationen.

Warum können durch Fasten nur schwer dauerhafte Abnehmerfolge erzielt werden?

Zusammengefasst können also mit Fasten nur schwer dauerhafte Abnehmerfolge erreicht werden weil

  1. die Muskelmasse fast unweigerlich reduziert wird
  2. die Fettpölsterchen oft wegen der Kurzfristigkeit des Fasten noch gar nicht wesentlich reduziert wurden
  3. der Stoffwechsel sinkt und daher die anschließende Gewichtszunahme gefördert wird

Fasten ist aber durchaus ein geeignetes Mittel, um

  1. seinen Stoffwechsel einmal zu entlasten
  2. seinen Körper und seine Signale besser kennen zu lernen
  3. Ausscheidungsfunktionen anzukurbeln

Für wen ist Fasten infolgedessen geeignet, für wen nicht?

Der Körper schützt sich normalerweise selbst sehr effektiv vor Unterzuckerung. Es sei denn, Sie zwingen ihn, Blutglucose zu verwerten, auch wenn der Blutzucker schon am Limit ist. Das passiert etwa mit Diabetesmedikamenten, Insulin und dergleichen. Diese Medikamente müssen unbedingt an die neue Situation anpasst werden und Diabetiker oder Patienten mit anderen Stoffwechselproblemen sollten nur unter ärztlicher Begleitung fasten!

Auch Personen mit Muskelerkrankungen oder Unter- oder Mangelernährung sollten nicht und keinesfalls häufig fasten.

Etwas ganz anderes ist es aber, konstant „etwas weniger“, also nie ganz bis zum Satt-Sein zu essen. Dies hat bei vielen Spezies und auch bei Menschen eine lebensverlängernde Wirkung. In Japan, wo es besonders viele gesunde langlebige Menschen gibt, wird dies als „80%-Methode“ praktiziert. Und „Wer stark, gesund und jung bleiben will, sei mäßig, übe den Körper, atme reine Luft und heile sein Weh eher durch Fasten als durch Medikamente!“, sagte schon Hippokrates.

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