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Verursacht Fleisch Darmkrebs?

Rotes Fleisch und verarbeitete Fleischprodukte sind angeblich ein Auslöser für Darmkrebs. Sind Wurst, Schnitzel und Co., die hierzulande sehr häufig auf den Tisch kommen, wirklich gesundheitsschädlich? Sehen wir uns die Fakten diesbezüglich genauer an.

Autor: Lisa Baumgartner, BBSc

Veröffentlicht: 20.07.2019 | 16:50

Zu den Lieblingsspeisen der ÖsterreicherInnen zählen unter anderem Schnitzel, Würstel und Schweinsbraten. Für viele ist Fleisch eine unverzichtbare Eiweißquelle. Neben dem hohen Gehalt an gut verwertbaren Eiweiß ist Fleisch auch wertvoll wegen seiner Vitamine und Mineralstoffe, wie z.B. Vitamin A, B1, B6 und B12 sowie Eisen und Zink. Doch es gibt auch einige Stoffe in Fleisch, die für den Körper nicht so günstig sind, beispielsweise Purine, die den Harnsäurewert im Körper erhöhen können, andererseits Nitrosamine in gepökelten Fleischwaren, die erbgutschädigend wirken.

Datenlage der WHO

Fleisch und Fleischprodukte sollen Medien zufolge in Zusammenhang mit Darmkrebs stehen. Grund dafür ist eine Berichterstattung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) aus dem Jahr 2015. Verarbeitete Fleischprodukte wie z.B. Geräuchertes oder Gepökeltes werden von der WHO als eindeutig „krebserregend“ eingestuft. Dazu zählen z.B. Wurst, Schinken und Speck. Rotes Fleisch wird als „möglicherweise krebserregend“ betitelt. Auch eine aktuelle Neubewertung, welche bisher durchgeführter Studienergebnisse zusammengefasst hat, kommt zu dieser Erkenntnis. Menschen, die in diesen Studien regelmäßig viel Fleisch konsumiert hatten, erkrankten etwas häufiger an Darmkrebs als jene, die nur wenig Fleisch auf ihrem Speiseplan hatten. Ob ein völliger Verzicht auf Fleisch das Krebsrisiko weiter absenken kann, wurde in den analysierten Studien nicht untersucht. Die zusammengefassten Ergebnisse bisheriger Studien zeigen auf, dass das Darmkrebsrisiko bei je 50 Gramm täglich konsumiertem verarbeiteten Fleisch um 18 Prozent ansteigt.

Krebsrisiko in Zahlen 

Männer in Österreich verzehren durchschnittlich 140 Gramm rotes Fleisch und verarbeitete Fleischprodukte täglich. Mit diesem durchschnittlichen Konsum erkranken 35 von 1000 Männern im Laufe ihres Lebens an Darmkrebs. Frauen sind seltener von Darmkrebs betroffen als Männer. In Österreichisch essen Frauen im Durchschnitt 70 Gramm Fleisch und Fleischprodukte pro Tag.
Bei dieser durchschnittlichen Gesamtaufnahme erkranken unter 1000 Frauen 21 im Laufe ihres Leben an dieser Krebserkrankung.

Andere Krebsarten und Fleisch? 

Ob der Konsum von Fleisch auch mit anderen Krebserkrankungen assoziiert ist, können die Ergebnisse nicht bestätigen. Die Resultate anderer Studien zeigen aber, dass Fleischliebhaber insgesamt etwas früher versterben als Menschen, die kaum Fleisch essen.

Leben Vegetarier also länger?

Generell erkranken VegetarierInnen seltener an Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen als Menschen, die Fleisch konsumieren. Ob eine fleischarme Ernährung mit einem höheren Darmkrebsrisiko verbunden ist als eine völlig fleischlose Ernährung, bleibt allerdings unklar. So ist es möglich, dass Menschen, die viel Fleisch essen, auch sonst weniger auf ihre Gesundheit achten als jene, bei denen nur unregelmäßig Fleisch am Teller landet. Anzumerken ist jedoch, dass bei der Entstehung vieler ernährungsassoziierter Erkrankungen ein Zusammenspiel vieler Faktoren eine große Rolle spielt. Das Darmkrebsrisiko ist generell bei jenen Menschen erhöht, die stark übergewichtig sind, sich kaum bewegen oder regelmäßig große Mengen an Alkohol trinken.

Sicher ist, dass Fleisch wertvolles Eiweiß und zahlreiche Mikronährstoffe enthält. Auch ist richtig, dass wir unserem Körper alle notwendigen Nährstoffe mit einer fleischlosen Kost zuführen können. Als allgemeine Empfehlung gilt, nicht mehr als zwei bis drei Mal in der Woche Fleisch zu essen (etwa insgesamt 500-600g), wenn möglich weißes Fleisch und kaum verarbeitete Fleischwaren, außerdem sollte 1-2 wöchentlich Fisch auf dem Speiseplan stehen. 

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