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Schlaganfall - ist Übergewicht ein Risikofaktor?

Was ist eigentlich ein Schlaganfall? Was hat Übergewicht mit einem Schlaganfall zu tun? Kann man mit Ernährung einem Schlaganfall vorbeugen? Und kann man mit einer Gewichtsreduktion auch das Risiko für Schlaganfall senken?

Autor: Sylvia Neubauer

Veröffentlicht: 05.05.2014 | 00:00

(© freshidea - Fotolia.com)
(© freshidea - Fotolia.com)

 

Was ist ein Schlaganfall?

So wie am Herz eine plötzliche Unterbrechung der Blutzufuhr den Herzinfarkt auslöst, so kann eine augenblickliche Unterbrechung der Durchblutung bestimmte Hirnteile schädigen und damit zu einem plötzlichen Funktionsausfall führen. Die Unterbrechung der Blutzufuhr kann dabei unterschiedliche Gründe haben: So kann ein Thrombus ein Gefäß verschließen. Dies geschieht leicht bei bestimmten Herzrhythmusstörungen.

Durch den unregelmäßigen Blutfluss kommt es zur Bildung von Blutgerinnseln in den Herzkammern. Diese können jederzeit in die Blutbahn „raus geschossen“ werden, und je nachdem, wo sie landen, z.B. ein Herzkrankgefäß oder auch ein Hirngefäß verschließen. Es kann auch ein atherosklerotischer Plaque in den Halsschlagadern aufgehen und damit die Strombahn komplett verschließen. Daher sind Bluthochdruck, erhöhte Blutfette und Blutzucker mit so hohem Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall verbunden.

Wie zeigt sich ein Schlaganfall?

Je nachdem, welches Gehirnareal von der Durchblutung abgetrennt ist, sind auch die „Ausfälle“ ganz unterschiedlich. Sie können einzelne Gesichtsmuskeln oder einzelne Sehfelder betreffen, es kann sein, dass Sie plötzlich nicht sprechen können oder sogar eine ganze Körperhälfte gelähmt ist.

Es gibt dabei Vorboten, die sehr ernst genommen werden müssen. Man nennt sie TIAs (transitorische ischämische Attacken – Ischämie bedeutet dabei der Durchblutungsmangel). TIAs sind kurz andauernde (ca. 10 Minuten bis maximal 24 Stunden) Lähmungserscheinung, Gesichtsfeldausfälle oder andere neurologische Ausfälle. Hier ist der Körper gerade noch in der Lage, das „Durchblutungshindernis“ selbst beiseite zu schaffen und die Durchblutung wieder herzustellen.

Übergewicht als Risikofaktor?

Übergewicht führt zu höherem Blutdruck, zu erhöhtem Risiko für Diabetes mellitus und zu erhöhten Blutfetten - alles Faktoren, die einen Schlaganfall begünstigen. Aber auch ohne diese Faktoren haben übergewichtige, und insbesondere adipöse Menschen (BMI > 30) ein erhöhtes Risiko für Schlaganfall. Dieses ist in etwa 60% höher als bei Normalgewichtigen.

Interessant: Paradoxerweise überleben übergewichtige und adipöse Menschen einen Schlaganfall eher und haben danach weniger dauerhaft bleibende neurologische Schäden. Man führt dies darauf zurück, dass mit steigendem Übergewicht vermehrt Entzündungssubstanzen gebildet werden, die die Gefäße schädigen und daher einen Schlaganfall oder Herzinfarkt begünstigen. Kommt es tatsächlich zu einem Schlaganfall, führen diese Entzündungssubstanzen zu einer schnelleren „Abräumung“.

Kann die richtige Ernährung einem Schlaganfall vorbeugen?

Eine gesunde Ernährung, welche Herz- Kreislauferkrankungen, Übergewicht und Diabetes Mellitus vorbeugt (ausgewogen, fett- und zuckerarm, viel Gemüse und Obst, Vollkornprodukte), wird auch dem Schlaganfall vorbeugen. Eine typisch „westliche“ Ernährung mit viel Fleischgerichten, Süßigkeiten, Snacks und Desserts hebt das Schlaganfallrisiko um etwa 50%, während eine gemüse- obst- und fischreiche Ernährung mit vielen Vollkornprodukten das Risiko um etwa 25% verringert.

Tabletten im Duell gegen gesunde Ernährung

Während etablierte „Blutfettsenker“ das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall um 40% in 6 Jahren senken, kann eine pflanzlich betonte und fischreiche Ernährung das Herz-Kreislaufrisiko um 60% in 4 Jahren senken. Gesunde Ernährung ist also doppelt wirksam.

Eine Erklärung für den Nutzen vorwiegend pflanzlicher Ernährung liefert eine Studie, die das Risiko für Schlaganfall mit dem Kalium- bzw. Kochsalzgehalt in der Nahrung in Verbindung bringt. Pflanzliche Produkte sind häufig kaliumreich und das Risiko war umso geringer, je höher der Kaliumgehalt der Nahrung war. Im Gegensatz dazu führten erhöhte Kochsalzmengen zu einem erhöhten Schlaganfallrisiko.

Vorsicht vor einseitigen Diäten!

Ganz besonders gilt auch hier: Einseitige Diäten bringen keinen Vorteil, sie schaffen nur neue Probleme. In einer Studie an 40.000 schwedischen Frauen fanden Wissenschafter heraus, dass eine kohlenhydratarme Diät, also z.B. eine Atkins-Diät oder Hollywood Diät nicht prophylaktisch wirkt, sondern ganz im Gegenteil, das Schlaganfallrisiko sogar steigert! Pro zusätzlichen 5 Gramm Protein stieg in dieser Studie das Herz-Kreislaufrisiko um 5%! Auch die Gabe von Vitaminen und Antioxidanten als Nahrungsergänzung hat sich als nicht vorteilhaft erwiesen, mit Ausnahme von B-Vitaminen.

Fazit: Abwechslungsreich, vollwertig und vorwiegend pflanzlich, so kann man auch hier die Empfehlungen zusammenfassen!

Was passiert bei einer Gewichtsreduktion?

Obwohl jeder annimmt, dass mit einer Gewichtsreduktion viele Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Ereignisse wegfallen, und damit das Schlaganfallrisiko sinkt, gibt es erstaunlich wenige Studien, die den direkten Effekt einer Gewichtsreduktion untersuchen. Eine Studie an beinahe 40.000 Finnen zeigte jedoch, dass Personen, die zumindest drei „gesunde Lebensstilmerkmale“ aufwiesen (worunter: Nichtrauchen, Normalgewicht, mäßig oder viel Sport, zumindest 3 x wöchentlich Gemüse und wenig Alkohol zählten) ein deutlich erniedrigtes Schlaganfallrisiko hatten.

Wie könnte nun die charmante Aussage dieser Studie lauten? Letztendlich ist es gar nicht so wichtig ist, welche Massnahmen man ergreift.  Viel eher macht sich die ganze Palette an präventiven Massnahmen in jedem Fall bezahlt.

Möglicherweise kommt es auch gar nicht so sehr auf die Zahlen auf der Waage an, sondern darauf, dass man aktiv ist oder wird. Eine Studie unter Läufern zeigte, dass mit jedem Kilometer, welcher täglich mehr gelaufen wird, das Schlaganfallrisiko um 11 -12% gesenkt wird.

Wir können also eine Menge zur Vorbeugung des Schlaganfalls tun. Und das Gute ist: Es sind exakt auch die Dinge, die die Kilos purzeln lassen!

Pepe Assistant

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