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Sattmacher

Was ist das Gefühl der Sattheit? Es ist ein Gefühl des körperlichen – und oft auch damit verbunden - des seelischen Wohlbefindens und der Zufriedenheit. Doch auch Sattheit hat eine ganz real-stoffliche, physiologische Basis.

Autor: Andrea Färbinger

Veröffentlicht: 02.10.2012 | 00:00

(© Dionisvera - Fotolia.com)
(© Dionisvera - Fotolia.com)

Es gibt verschiedene Reize, die dem Zentralnervensystem signalisieren, dass der Organismus im Augenblick keiner Nahrung mehr bedarf: Bereits beim Essvorgang werden vom Mund und der Nase Geruchs-, Geschmacksempfindungen und die Reize der Kaubewegung an das Gehirn gesandt. Der Völlezustand des Magens wird mittels Dehnungsrezeptoren an das Gehirn übermittelt. Im Magen- und Darmtrakt liegen Chemorezeptoren, die die Anwesenheit bestimmter Stoffe signalisieren und damit über die Nährstoffzufuhr Aufschluss geben. Und schließlich führen ein Anstieg des Blutzuckerspiegels (um es zu betonen: nicht ein hoher Blutzuckerspiegel, sondern das Ansteigen des Blutzuckerwertes innerhalb kurzer Zeit) und erhöhte Wärmeproduktion zur Aktivierung des Sättigungszentrums im Hypothalamus.
Jedes dieser Signale ist imstande, dem Körper die ausreichende Versorgung mit Nahrung anzuzeigen.

Volumen- und Essenzenesser

Es hat sich bewährt, bestimmte Ernährungstypen zu unterteilen: Den „Volumenesser“ und den „Essenzenesser“. Der Volumenesser braucht in erster Linie eine ausreichend große Menge, um sich satt zu fühlen, und wird auch rasch wieder hungrig während der Essenzenesser mit kleinen Mahlzeiten gut zurecht kommt und die Zusammensetzung einer Mahlzeit stärker über Sattheit oder Hunger entscheidet. Es ist ganz offensichtlich so, dass die bestimmten „Sattheitssignale“ bei diesen sehr unterschiedlichen Ernährungstypen eine unterschiedliche Rolle spielen. Beim Volumenesser spielen offenbar die „Volumsrezeptoren“ eine dominierende Rolle, während beim „Essenzenesser“, die chemischen Signale stärker bestimmen. Wir tun gut daran, einmal zu erkennen, zu welchem Typus wir gehören.

Welche Unterschiede gibt es?

Woran kann man nun praktisch die beiden Typen unterscheiden?
Wenn Sie zum Beispiel in Ihrem KiloCoach ™-Tagesprotokoll bei sämtlichen (oder: fast allen) Einträgen die Frage „Hunger“ bejahen und wenn es für Sie wenig Unterschied macht, ob Sie ein Magerjoghurt oder ein Joghurt mit normalem Fettgehalt, ein Brot mit oder ohne Butter essen, sind Sie vermutlich ein Volumenesser. Wenn Sie aber in Ihrem Tagesprotokoll nur selten „Hunger“ vermerken und es für Sie tatsächlich einen Unterschied ausmacht, ob Sie ein Magerjoghurt oder ein normales Joghurt, ein Brot mit oder ohne Butter essen, sind Sie aller Wahrscheinlichkeit nach ein „Essenzenesser“.

Es wäre vermutlich wenig aussichtsreich, einem Volumen-Esser eine „low-carb-Diät“ zu empfehlen. Dies ist eine Diät, die nicht die Fett-, sondern die Kohlenhydratzufuhr einschränkt. Bei den eher großen Nahrungsmengen würde sich dadurch kaum ein kaloriensparender Effekt ergeben. Für den Volumen-Esser scheint es angebracht zu sein, ausreichende Mengen, dafür aber Nahrungsmittel mit niedrigem Kaloriengehalt zu sich zu nehmen.

Ein Essenzen-Esser wird vielleicht die Erfahrung machen, dass er bei fetthaltiger Kost, insbesondere wenn es sich um hochwertige Fette handelt, länger satt ist und dadurch weniger isst. Für ihn ist es ausreichend, statt eines Kuchens ein paar Nüsse zu knabbern. Nüsse haben zwar viel Fett, dieses ist aber hochwertig und ein paar Nüsse ergeben wesentlich weniger Kalorien als der Kuchen. Sie sollten beides ausprobieren und vergleichen, womit Sie besser abschneiden.

Sattmacher für jeden Typ

Ein Essenzenesser wird vielleicht die Erfahrung machen, dass er bei fetthaltiger Kost, insbesondere, wenn es sich um hochwertige Fette handelt, länger satt ist und insgesamt dadurch weniger isst. Für ihn reicht es durchaus, statt eines Kuchens ein paar Nüsse zu knabbern.

Unabhängig davon gibt es aber Speisen, die zu klassischen Sattmachern gehören. Es sind dies Nahrungsmittel mit einem sehr hohen Gehalt an Ballaststoffen und einem niedrigen glykämischen Index (lesen Sie mehr unter: Was ist der Glyx-Faktor). Dazu gehören z.B. Vollkornbrote mit Nüssen oder anderen fetthaltigen Kernen (Sonnenblumenkerne etc.). Weißbrot ist der typischste Vertreter eines Nicht-Sattmachers und hat auch, was den übrigen Nährstoffgehalt betrifft, nicht viel zu bieten.
Weißbrot besteht aus „leeren Kalorien“. Es ist daher eines der wenigen Nahrungsmittel, bei dem wir empfehlen, es aus dem regelmäßigen Speiseplan zu verbannen.

Sattheit ist von äußerster Wichtigkeit für die Regulierung der Nahrungsaufnahme. Ohne Sattheit können Sie Ihre Kalorienzufuhr unmöglich auf lange Sicht reduzieren. Unter welchen Umständen sich jemand satt findet, ist jedoch individuell unterschiedlich. Es ist sicher spannend und lustvoll, das herauszufinden!

 

Pepe Assistant

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