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Nahrungsmittel-Intoleranzen

Hautausschläge, Blähungen, Bauchschmerzen oder Durchfall nach dem Essen? Kommt Ihnen das bekannt vor? Auslöser dafür können Abbaustörungen im Darm sein. Folgender Artikel enthält einfache Selbsttests, die Sie schneller auf die richtige Spur bringen! Praktische Lebensmitteltabellen erleichtern Ihnen die Auswahl der richtigen Lebensmittel.

Autor: KiloCoach Datenbank

Veröffentlicht: 02.10.2012 | 00:00

(© Dave_Pot - Fotolia.com)
(© Dave_Pot - Fotolia.com)

 

Die Anzahl der Betroffenen steigt

Die Anzahl der Betroffenen in Europa, die an Zöliakie, Lactose-, Fructose- oder Histamin-Intoleranz leiden, nimmt zu. Expertenschätzungen zufolge können in Deutschland ca. 15% der Bevölkerung die Lactose nicht richtig verdauen. In Österreich und Schweiz sehen die Zahlen ähnlich aus. Lactoseunverträglichkeit ist keine eigentliche Krankheit sondern die Normalität. In Asien beispielsweise können ca. 98% der Bevölkerung Lactose nicht verdauen. Einigen Studien zufolge hat der nordeuropäische Mensch im Laufe der Evolution die Fähigkeit entwickelt, Lactose im Erwachsenenalter zu verdauen, was mit der geringen Sonneneinstrahlung in diesen Ländern zusammenhängen dürfte. Vitamin D kann unser Körper nur durch ausreichend Sonne (ca. 10 Minuten an Händen und Gesicht täglich) produzieren. Dieses fettlösliche Vitamin ist unter anderem für den Knochenaufbau und für die Calciumaufnahme wichtig. Zum Teil kann auch die Lactose die Calciumaufnahme übernehmen wenn zu wenig Vitamin D vorhanden ist. Innerhalb Europa gibt es ein deutliches Nord-Süd Gefälle. So sind zum Beispiel in Sizilien, wo die Sonneneinstrahlung hoch ist, viel mehr Personen (ca. 70%) von einer Lactoseunverträglichkeit betroffen als in Schweden (ca. 2%).

In Mitteleuropa leidet schätzungsweise einer von 300 Personen an Zöliakie. Möglicherweise nimmt die Anzahl der Betroffenen aufgrund höherer Glutengehalte in neuen Weizensorten zu. In Reis-, Mais- und Hirseregionen wie China und Japan ist Zöliakie so gut wie unbekannt.

Etwa 5-7% der Europäer weisen eine Fructoseunverträglichkeit auf und ca. 1-3% eine Histaminunverträglichkeit. Allerdings wird die Dunkelziffer noch viel höher eingeschätzt, da viele Betroffene zwar eine Unverträglichkeite haben, es aber nicht wissen. Lebensmittelunverträglichkeiten können von Geburt an bestehen oder auch erst im Laufe der Zeit erworben werden.

Unverträglichkeit oder Allergie?

Oft wird eine Unverträglichkeit mit einer Allergie gleichgesetzt. Bei einer allergischen Reaktion ist das Immunsystem beteiligt, es werden Antikörper produziert. Unverträglichkeitsreaktionen entstehen dann, wenn bestimmte Verdauungsenzyme nicht oder zu wenig vorhanden sind und dadurch bestimmte Nahrungsbestandteile nicht verstoffwechselt werden können.

Mit einem Beschwerdetagebuch können Sie und Ihr Arzt die Unverträglichkeit(en) leichter herausfinden. Beschwerdetagebuch downloaden

Lactoseunverträglickeit – wenn Milch krank macht

Lactose oder auch Milchzucker genannt, wird durch das Enzym Lactase in zwei andere Zucker (Glucose und Galactose) gespalten. Fehlt dieses Enzym oder ist es nur in unzureichender Menge vorhanden, kann Lactose nicht aufgenommen werden und man spricht von einer Lactoseunverträglichkeit. Die Lactose gelangt dann weiter in den Dickdarm und wird dort von den Darmbakterien abgebaut. Dadurch entstehen Gase die zu Blähungen, krampfartigen Bauchschmerzen oder Durchfällen führen können.

Verträglichkeit

Wie viel Lactose vertragen wird ist unterschiedlich und individuell zu ermitteln. Es gibt keinen allgemein gültigen Grenzwert. Die einen vertragen geringe Mengen an Lactose, andere wiederum zeigen schon bei kleinsten Mengen Symptome. Am besten ist, Sie testen selber aus, welche Mengen Sie ohne Beschwerden vertragen, z.B. mit kleinen Mengen Milch beginnen und dann die Menge steigern, bis Symptome auftreten. Mit einer vollwertigen Ernährung nimmt man im Normalfall täglich ca. 20-30 g Lactose auf. Die meisten Betroffenen sind mit einer lactosearmen Ernährung (8-10 g Lactose pro Tag) beschwerdefrei. Eine lactosefreie Kost (max. 1 g Lactose pro Tag) wird Betroffenen empfohlen, die schon bei geringsten Mengen reagieren.

Diagnose

Eine Lactoseunverträglichkeit kann auf zwei verschiedene Arten diagnostiziert werden. Beim Lactosetoleranztest muss man eine Lactoselösung trinken und dann wird in bestimmten Abständen der Blutzuckerspiegel gemessen. Kommt es nur zu einem geringen oder gar keinen Anstieg, dann kann die Lactose nicht abgebaut werden. Standardmäßig hat sich allerdings ein anderer Test durchgesetzt, und zwar die Bestimmung des Wasserstoffgehaltes in der Atemluft. Hier wird ebenfalls eine Lactoselösung verabreicht. Wenn die Lactose nicht abgebaut werden kann, dann entsteht Wasserstoff, der über die Lunge abgeatmet wird und so gemessen werden kann.

Lactosegehalt in Lebensmittel

Milch und Milchprodukte enthalten von Natur aus Lactose. Sauermilchprodukte wie zum Beispiel Joghurt enthalten zwar ca. 3-4 g Lactose, werden aber in der Regel ganz gut vertragen, da Milchsäurebakterien den Milchzucker bereits im Produkt spalten. Gereifter Käse wie Hartkäse, Schnittkäse oder auch Weichkäse ist nahezu lactosefrei, weil auch hier während der Reifung schon die Lactose abgebaut wird.

Lactose kommt nicht nur in Milch und Milchprodukten vor, sondern kann außerdem in Produkten enthalten sein, wo man sie nicht vermuten würde, wie zum Beispiel in Kuchen, Soßen oder Fertiggerichten. Ein Blick auf die Zutatenliste lohnt sich also! Steht dort Milch, Milchpulver, Milchzucker, Lactose, Sahne, Molke oder Molkenerzeugnisse so ist im Produkt Lactose enthalten.

Wenn der Lactosegehalt nicht bei Milch und Milchprodukten nicht angegeben ist, können Sie sich am Kohlenhydratgehalt orientieren. Wenn zum Beispiel auf der Verpackung 4,2 g Kohlenhydrate pro 100 g angegeben sind, können Sie davon ausgehen, dass ca. auch 4,2 g Lactose enthalten sind. Tabletten und homöopathische Globuli werden oft auf der Basis von Milchpulver hergestellt.

Quelle: modifiziert nach Kasper: Ernährungsmedizin und Diätetik, Souci, Fachmann, Kraut: Die Zusammensetzung der Lebensmittel, Nährwerttabellen, Wahrburg/Egert: Kalorien- und Nährwerttabelle

Mittlerweile ist das Angebot an lactosefreien Produkten schon sehr vielfältig. Neben Milch und Milchprodukten sind auch noch folgende Produkte gute Calciumquellen: Mineralwasser (> 150 mg/l), Kohl, Brokkoli, Mangold, Spinat, Lauch und Ruccola. Es ist also kein Problem ausreichend Calcium über natürliche lactosefreie Lebensmittel aufzunehmen! Neben der Reduktion der Lactoseaufnahme kann auch ein Lactasepräparat in der Therapie eingesetzt werden.

Selbsttest

Wenn Sie mindestens vier Fragen mit ja beantworten, sollten Sie sich von Ihrem Arzt auf Lactoseunverträglichkeit untersuchen lassen.

  • Haben Sie nähere Verwandte mit Lactoseunverträglichkeit?
  • Haben Sie Verwandte aus dem Mittelmeerraum, Asien, Afrika oder Südamerika?
  • Leiden Sie oft unter Blähungen?
  • Haben Sie oft Durchfall?
  • Haben Sie oft Bauchschmerzen?
  • Treten diese Beschwerden meistens nach Mahlzeiten auf?
  • Werden die Beschwerden besser, wenn Sie auf Milchprodukte verzichten?

Histaminintoleranz

Histamin entsteht durch den Abbau der Aminosäure Histidin. Im gesunden Körper werden die Histaminmengen im Gleichgewicht gehalten. Wenn Histamin nicht oder nur unzureichend abgebaut wird, kann es zu verschiedenen Symptomen, die mehrere Organe betreffen, kommen: Hautrötungen (im Gesicht), Juckreiz, Übelkeit, Durchfall, Magenschmerzen, Herzklopfen, Schwindel, Atemnot, Nasenlaufen oder Kopfschmerzen. Im Gegensatz zu den anderen Unverträglichkeiten können bei der Histaminintoleranz lebensbedrohliche Zustände eintreten. Deshalb sollten Betroffene auch immer Antihistaminika für den Notfall dabei haben. Die Symptome treten meist 15 Minuten bis 3 Stunden nach dem Essen auf und klingen spätestens nach 12 Stunden wieder ab.

Für den Abbau von Histamin ist das Enzym Diaminoxidase (DAO) verantwortlich. Die Funktionsfähigkeit dieses Enzyms kann zum Beispiel durch eine Entzündung der Darmschleimhaut oder durch Veränderungen im Erbgut oder bestimmte Medikamente herabgesetzt sein. Eine verstärkte Histaminbelastung tritt auch nach einer histaminreichen Ernährung, Stress und bei Allergien auf. Vitamin B6 ist für die richtige Funktion der DAO wichtig. Personen mit Histaminintoleranz sollten deshalb besonders auf eine ausreichende Zufuhr an Vitamin B6 achten. Gute Vitamin B6 Lieferanten sind Fisch, Fleisch, Nüsse, Sonnenblumen- und Kürbiskerne und Getreideprodukte.

Diagnose

Eine Histaminunverträglichkeit kann durch einen Bluttest festgestellt werden. Dabei wird der Histamin- und DAO-Gehalt im Blut gemessen. Dann muss 14 Tage eine histaminarme Diät eingehalten werden und dann werden die beiden Parameter noch einmal gemessen. Wenn dann der Histamingehalt deutlich gesunken und der DAO-Wert gestiegen ist, liegt eine Histaminunverträglichkeit vor. Außerdem sollten auch die Symptome deutlich besser werden. Vor dem ersten Bluttest darf jedenfalls noch keine histaminarme Diät eingehalten werden, da ansonsten die Werte verfälscht werden.

Histamin in Lebensmittel

Histamin nehmen wir hauptsächlich durch gelagerte oder gereifte Lebensmittel auf. Sehr reichlich ist Histamin zum Beispiel in Salami, Hartwürsten, Käse, Sauerkraut, Essig, Rotwein und Sekt enthalten. Die höchsten Histaminmengen finden sich in Thunfischkonserven. Histamin ist gegen Hitze und Kälte stabil und kann daher auch nicht durch Kochen, Braten oder Tiefkühlen zerstört werden. Frische tierische oder pflanzliche Produkte enthalten kaum Histamin. Allerdings kann der Gehalt durch die Lagerung stark ansteigen (z.B. überreife Früchte). Es gibt auch Nahrungsmittel, die zwar histaminarm oder –frei sind, aber Histamin im Körper freisetzen, wie zum Beispiel Meeresfrüchte, Erdbeeren, Tomaten oder Zusatzstoffe (Glutamat).

Histaminreiche Produkte

  • Eingelegte/konservierte Lebensmittel
  • Käse: vor allem Hartkäse - je älter desto mehr Histamin
  • Geräuchertes Fleisch, Schinken, Salamidie meisten Fischprodukte (alle Meeresfrüchte), v.a. Fischkonserven
  • Bohnen und Hülsenfrüchte (besonders Kichererbsen und Sojabohnen, auch Erdnüsse)
  • Sojaprodukte (Sojamilch, Sojasahne, Tofu, Sojasaucen, ...)
  • Produkte aus Weizen
  • Sauerkraut
  • Fertiggerichte
  • Einige Obstsorten (Bananen, Birnen, Melanzani, Orangen, Kiwi, Erdbeeren)
  • Alkohol, insbesondere Bier und Wein
  • Hefe
  • Schwarzer Tee
  • Schokolade, Kakao, Knabbergebäck, Süßigkeiten mit Konservierungs- und/oder Farbstoffen
  • Weinessig
  • Nüsse, Walnüsse, Cashew

Produkte, die Histamin freisetzen

  • Hülsenfrüchte
  • Erdbeeren
  • Zitrusfrüchte
  • Tomaten
  • Kiwi
  • Nüsse
  • Ananas
  • Papaya
  • Kakao und Schokolade

Produkte, die die DAO blockieren

  • Alkohol
  • Kakao
  • schwarzer Tee
  • grüner Tee
  • Mate Tee
  • Energy Drinks (Bestandteil Theobromin blockiert die DAO)
  • Produkte, die Glutamat enthalten

Selbsttest

Wenn Sie mindestens vier Fragen mit ja beantworten, sollten Sie sich von Ihrem Arzt auf Histaminunverträglichkeit untersuchen lassen.

  • Bekommen Sie nach Alkohol rote Flecken im Gesicht und am Hals?
  • Haben Sie oft direkt nach den Mahlzeiten Bauchschmerzen?
  • Leiden Sie an Durchfällen?
  • Treten diese Beschwerden vorwiegend nach Mahlzeiten mit Salami, Käse, Sauerkraut oder Thunfisch auf?
  • Vertragen Sie keine größeren Mengen an Erdbeeren?

Ernährungsempfehlungen bei Lactose- und Histamininoleranz

Das Auftreten der Symptome bei Histamin- und Lactoseintoleranz ist dosisabhängig. Die Herausforderung jedes Betroffenen liegt darin, seine eigene Toleranzgrenze herauszufinden. Das Infoblatt soll Ihnen dabei eine Hilfestellung geben.

Fructoseunverträglichkeit – wenn Obst krank macht

5 Portionen Obst und Gemüse am Tag können bei Personen mit Fructoseunverträglichkeit fatale Folgen haben. Wenn das Transportsystem GLUT-5 für Fructose (Fruchtzucker) fehlt oder nicht richtig funktioniert, gelangt der Zucker in den Dickdarm und führt zur Gasbildung. Blähungen, Bauchschmerzen und Durchfall sind die Folge.

Eine Fructoseunverträglichkeit kann aufgrund der vermehrten Wasserstoffbildung mit einem Wasserstoff-Atemtest diagnostiziert werden. Dazu wird eine Fructoselösung verabreicht und dann in bestimmten Abständen der Wasserstoffgehalt der Atemluft gemessen.

Fructose in Lebensmittel

Fructose kommt in natürlicher Form in Obst, Gemüse, Honig und Fruchtsäften vor. Auch Fruchtjoghurts, Müsliriegel, Marmeladen, Süßwaren und Limonaden können Fructose enthalten. Weiters sollten Sie Produkte meiden, wo „Früchtsüße“, „Süße aus Früchten“ oder „Natursüße“ draufsteht. Sorbit, ein Zuckeraustausstoff kann bei einer Fructoseintoleranz ebenfalls nicht abgebaut werden und sollte deshalb gemieden werden. Sorbit findet sich häufig in Nahrungsmitteln, die als „zuckerfrei“ beworben werden. Auch der ganz normale Haushaltszucker (Saccharose) enthält Fructose und auch Glucose. Glucose fördert die Aufnahme von Fructose, deshalb wird auch der Haushaltszucker in der Regel von Personen mit Fructoseintoleranz ganz gut vertragen.

Lebensmittel pro 100g Fructose(g) Glucose(g) Verhältnis Glucose/Fructose
Rosinen/Weinbeere, getrocknet 33,2 32 1
Apfel, getrocknet 27,8 9,8 0,4
Dattel, getrocknet 24,9 25 1
Feige, getrocknet 23,5 25,7 1,1
Granatapfel 7,9 7,2 0,9
Weintraube/Weinbeere 7,1 7,1 1
Birne 6,7 1,7 0,3
Apfel 5,7 2 0,4
Marillen, getrocknet 4,9 9,7 2
Kiwi 4,6 4,3 0,9
Kirsche 4,3 5,2 1,2
Wassermelone 3,9 2 0,5
Papaya 3,5 3,6 1
Banane 3,4 3,5 1
Heidelbeere 3,3 2,5 0,7
Stachelbeere 3,3 3 0,9
Litchi 3,2 5 1,6
Brombeere 3 3 1
Orange/Apfelsine 2,6 2,3 0,9
Mango                                    2,6              0,9               0,3 
Ribisel/Johannisbeere  2,5  2  0,8
Ananas  2,4  2,1  0,9
Erdbeere  2,2  2,2  1
Grapefruit  2,1  2,4  1,1
Pflaume  2  3,4  1,7
Himbeere  2  1,8  0,9
Artischocke 1,7   0,8  0,5
Zwiebel  1,4  1,7  1,2
Tomate  1,4  1,1  0,8
Mandarine  1,3  1,7  1,3
Zuckermelone  1,3  1,6  1,2
Karotte/Möhre  1,3  1,4  1,1
Kürbis  1,3  1,5  1,2
Paprika  1,3  1,4  1,1
Pfirsich  1,2  1  0,8
Kohlrabi  1,2  1,4  1,2
Lauch/Porree  1,2  1  0,8
Broccoli  1,1  1,1  1
Zucchini  1,1  1  0,9
Spargel                                   1                 0,8               0,8
Aubergine  1  1  1
Marille, Aprikose  0,9  1,7  1,9
Gurke  0,9  0,9  1
Süßkartoffel  0,7  0,8  1,1
Radieschen  0,7  1,3  1,85
Chinakohl  0,5  0,7  1,4
Bambussprossen  0,4  0,4  1
Mangold  0,3  0,2  0,7
Avocado  0,2  0,1  0,5
Kartoffel  0,2  0,2  1
Spinat  0,1  0,1  1

Quelle: Souci, Fachmann, Kraut: Die Zusammensetzung der Lebensmittel Nährwert Tabellen

Die vertragene Fructosemenge ist von Person zu Person unterschiedlich und muss daher individuell herausgefunden werden. Als Faustregel gilt 40 mg Fructose pro kg Körpergewicht.

Tipps für die Ernährung

  • Auf Obst muss nicht generell verzichtet werden. Wählen Sie Obstsorten mit einem niedrigen Anteil an Fructose und einem hohen Anteil an Glucose.
  • Kleine Mengen Obst über den Tag verteilt werden in der Regel besser vertragen, als eine große Portion Obst auf einmal.
  • Trinken Sie statt Säften Wasser.
  • Essen Sie keinen zusätzlichen Traubenzucker (obwohl dieser die Verträglicheit verbesser würde), da dieser ein schlechtes Darmmilieu begünstigt.

Selbsttest

Wenn Sie mindestens vier Fragen mit ja beantworten, sollten Sie sich von Ihrem Arzt auf Fructoseunverträglichkeit untersuchen lassen.

  • Haben Sie oft Bauchschmerzen?
  • Leiden Sie unter häufigen Blähungen?
  • Haben Sie immer wieder Durchfall?
  • Treten die Beschwerden vor allem nach den Konsum von Obst, Fruchtsäften oder Honig auf?
  • Fühlen Sie sich immer wieder depressiv oder antriebslos?
  • Leiden Sie unter einem Reizdarm?

Zöliakie – wenn Brot krank macht

Personen mit Zöliakie leiden an einer Entzündung des Dünndarms, die durch eine Unverträglichkeit gegenüber Gluten (= Klebereiweiß bestimmter Getreidesorten) ausgelöst wird. Glutenhaltige Getreidesorten wie Weizen, Roggen, Gerste, Hafer, Dinkel, Kamut und daraus hergestellte Produkte wie Mehl, Grieß und Flocken müssen gemieden werden. Weiters kommt natürlich Gluten in allen Produkten vor, die auch nur Spuren von diesen Getreide enthalten. Betroffene müssen sich lebenslang glutenfrei ernähren. Ansonsten kann es zu einer chronischen Darmentzündung und Rückbildung der Dünndarmzotten kommen, was dazu führt, dass Nährstoffe nicht mehr richtig aufgenommen werden können. Eisen-, Calcium-, Folat- und Vitamin D-Mangel können die Folge sein. Bleibt die Zöliakie jahrzehntelang unbehandelt, können schwerwiegende Erkrankungen wie Osteoporose oder Darmkrebs die Folge sein.

Die Symptome können unterschiedlich sein: Durchfall, Gewichtsabnahme, Bauchschmerzen, aufgeblähter Bauch, Hautkrankheiten und psychiatrische und neurologische Störungen. Eine glutenfreie Ernährung bringt allerdings schon nach ca. 2-4 Wochen eine deutliche Besserung des Befindens.

Oft bleibt die Zöliakie jahrzehntelang unentdeckt und unbehandelt. Klarheit bringen ein Antikörpertest im Blut und eine Dünndarmbiopsie. Bei letzterer werden Gewebeproben aus dem Dünndarm entnommen. Beide Untersuchungen müssen nach einer mind. Vierwöchigen Glutenbelastung gemacht werden, das heißt, Sie dürfen vorher nicht auf glutenhältige Produkte verzichten. Ansonsten kann das Ergebnis verfälscht werden.

Glutenhältige Lebensmittel

Gluten ist in folgenden Produkten enthalten:

  • Weizen,Roggen
  • Gerste, Hafer
  • Grünkern, Dinkel
  • Kamut, Einkorn, Couscous, Bulgur

und alle daraus hergestellten Lebensmittel wie:

  • Mehl, GrießGraupen, Stärke
  • Flocken (Müsli)
  • Paniermehl
  • Teigwaren
  • Seitan
  • Brot, Brötchen
  • Baguette, Gnocchi
  • paniertes Fleisch, Fisch
  • Pizza, Nudeln, Knödel
  • Mehlhaltige Wurstsorten
  • Fertigsuppen , Fertigsaucen
  • Kuchen, Torten
  • Blätterteigteilchen
  • Hefestückchen
  • Kekse, Müsliriegel
  • Eiswaffeln
  • Salzstangen
  • Knabbergebäck
  • Bier, Malzbier

Seit 2009 gibt es eine Verordnung die die Anforderungen an Lebensmittel, die für Menschen mit einer Glutenunverträglichkeit geeignet sind sowie die Bezeichnungen „glutenfrei“ (max. 20 mg/kg) und „sehr geringer Glutengehalt“ (max. 100 mg/kg) europaweit einheitlich regelt. Glutenfreie Produkte tragen auch meistens ein Symbol: eine durchgestrichene Weizenähre.

Gluten bindet Wasser, es geliert, bindet und stabilisiert. Deshalb wird es oft gerne auch verarbeiteten Produkten zugesetzt. Auch Medikamente können Gluten enthalten. Ein Blick auf die Zutatenliste bringt Aufschluss!

Zöliakie lässt sich bis dato nur durch eine glutenfreie Ernährung behandeln. Kürzlich wurden aber in einer Studie drei Peptide nachgewiesen, die als die wichtigsten Auslöser der Zöliakie gelten. Dadurch gibt es Hoffnung auf die Entwicklung immuntherapeutischer Ansätze, ähnlich nach dem Muster einer Hyposensibilisierung.

 

Pepe Assistant

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