Kilos verlieren, Lebensqualität gewinnen!

Navigation
Anmelden

Lebensmittelallergien

Beschwerden nach dem Essen? Juckende Ausschläge und eine laufende Nase? Wenn Ihnen das bekannt vorkommt, kann es sein dass Sie an einer Allergie leiden. Aber nicht alles was nach einer Allergie aussieht ist auch wirklich eine Allergie. Wir bringen Licht in das Dunkel und möchten Ihnen dieses Thema näher bringen und die Unterschiede deutlich machen.

Autor: Andrea Färbinger

Veröffentlicht: 02.10.2012 | 00:00

(© pholidito - Fotolia.com)
(© pholidito - Fotolia.com)

Häufigkeit von Nahrungsmittelallergien

Immer mehr Personen glauben an einer Nahrungsmittelallergie zu leiden. Dies hat häufig zur Folge, dass sie grundlos auf Nahrungsmittel verzichten und sich dadurch einseitig ernähren. Im Vergleich zu anderen Allergien (Pollen, Hausstaubmilben,…) sind Nahrungsmittelallergien vergleichsweise selten. So leiden etwa nur 1-4% der Erwachsenen wirklich unter einer Nahrungsmittelallergie. Oft werden auch pollenassozierte Nahrungsmittelallergien (Kreuzallergien) oder Nahrungsmittelintoleranzen mit echten Nahrungsmittelallergien verwechselt.

Was ist der Unterschied zwischen einer Allergie und einer Unverträglichkeit?

Eine Allergie im eigentlichen Sinn ist immer eine ganz spezifische Reaktion, bei der das Immunsystem beteiligt ist und auf ein bestimmtes Protein reagiert. Der erste Kontakt mit dem Allergen verläuft meist ohne Symptome, erst danach werden Antikörper gegen dieses Protein gebildet. Diese Antikörper bestehen aus dem Immunglobulin E (IgE) und werden an Rezeptoren der Zellen gebunden. Bei dem erneuten Kontakt mit dem Allergen (Antigen) bindet das Antigen an dem Antikörper und es kommt zur Ausschüttung von Zellsubtanzen und eine allergische Reaktion wird ausgelöst.

Bei einer Nahrungsmittelunverträglichkeit ist das Immunsystem nicht beteiligt, die Symptome entstehen wenn bestimmte Verdauungsenzyme nicht oder zu wenig vorhanden sind und dadurch Nahrungsbestandeile nicht verstoffwechselt und abgebaut werden können.

Welche Typen von Allergien gibt es?

Unter den spezifischen Reaktionen des Immunsystems, also einer Allergie, können 4 verschiedene Typen von Allergie unterschieden werden.

Die Typ I-Allergie ist jene, die sofort und mit ganz deutlichen Symptomen auftritt: Schnupfen, Niesen, Augentränen und Jucken, Schwellungen, Atemnot bis hin zum Schock. Dieser Typ von Allergie ist durch Immunglobuline der Klasse E (IgE) vermittelt. Diese IgE sitzen wie negativ und positiv geladene Elektroden auf den Mastzellen und warten auf das passende Antigen, z.B. das Erdnussprotein. Kommt nun das passende Antigen, bindet das IgE am einen Ende, das nächste IgE am anderen Ende und wie bei einem Stromkreis, der plötzlich geschlossen ist, gibt es eine massive Reaktion. Die Mastzelle entladet ihr Histamin und es kommt zu Juckreiz, Rötung, Schwellung oder auch zum Asthmaanfall.

Die Typ-II-Allegie liegt vor, wenn ein Antikörper gegen ein Zellgewebe gerichtet ist, z.B. Antikörper gegen die Schilddrüse oder gegen Zellen der Magenschleimhaut. Diese Antikörper sind meist vom IgG-Typ und bewirken, dass die fälschlicherweise als fremd erkannte Zelle des Körpers von den Zellen des Immunsystems attackiert wird. Die Folge sind Entzündungen, Schilddrüsenüberfunktion und anderes mehr.

Die Typ-III-Allergie wird durch Immunkomplexe hervorgerufen. Beispielsweise können Zellreste, Bestandteile von Bakterien u.a. im Körper zirkulieren, von spezifischen Antikörpern erkannt werden und so als Komplexe im Blut und Körperflüssigkeiten nachgewiesen werden. Im Blut und in den Organen des Immunsystem aktivieren diese Komplexe wieder eine Reihe von Zellen, in bestimmten Körpergewebe können diese Komplexe als „Filtrate“ liegen bleiben und dort zu schwerwiegenden Entzündungen führen, z.B. in der Niere und in der Lunge oder zu Gelenksschwellungen. Bekannt ist dieser Typ auch als „Serumkrankheit“ im Rahmen der früher ausgeübten Serumtherapien, bei denen es einige Tage danach zu Gelenksschwellungen etc. kam.

Schließlich gibt es noch die Typ IV-Allergie, die Spätreaktion. Hier sind keine Antikörper beteiligt, sondern direkt Zellen des Immunsystems. Die Symptome zeigen sich etwa 1-2 Tage nach dem Kontakt, klassischerweise als Kontaktekzem.

Was sind Pseudoallergien?

Von Pseudoallergien spricht man, wenn die gleichen Symptome einer Allergie auftreten aber das Immunsystem nicht beteiligt ist und keine Antikörper im Blut nachgewiesen werden können. Dies macht eine Diagnose schwieriger. Hervorgerufen werden Pseudoallergien auf der einen Seite von biogenen Aminen (Stoffe die beim Abbau von Eiweiß anfallen) auf der anderen Seite von Lebensmittelzusatzstoffen wie Konservierungsmittel, Geschmacksverstärker, Farb- und Aromastoffe. Ein Beispiel für eine pseudoallergische Reaktion ist das China-Restaurant-Syndrom, also eine Reaktion gegen den Geschmacksverstärker Mononatriumglutamat. Bei empfindlichen Menschen kann dies zu Übelkeit, Scheißausbrüchen, Herzklopfen auslösen.

Kreuzallergien

Eine Kreuzallergie auf Lebensmittel kann bei einer bestehenden Pollenallergie auftreten. Dabei reagiert das Immunsystem auf bestimmte Inhaltsstoffe (Proteine) des Lebensmittels die dem Pollenallergen ähnlich sind. So kann es bei einem Birkenpollenallergiker nach dem Genuss eines Apfels zu einer allergischen Reaktion kommen, dem so genannten oralen Allergiesyndrom. Die Körperstelle die mit dem das Lebensmittel in Kontakt kommt reagiert dabei (brennen der Lippe oder der Mundhöhle, Schwellung der Zunge).
Abhilfe kann geschaffen werden wenn die Lebensmittel vor dem Verzehr erhitzt werden, dadurch werden die Proteine verändert und es kommt zu keiner weiteren Reaktion.

Wie können Nahrungsmittelallergien nachgewiesen werden?

Um eine Nahrungsmittelallergie nachzuweisen ist es wichtig als Erstes eine genaue Anamnese durchzuführen. Anschließend sollte man durch gezielte Hauttestungen kontrollieren und belegen ob man wirklich auf dieses Nahrungsmittel reagiert. Meist wird dies mittels einem Prick Test durchgeführt. Im Anschluss daran erfolgt eine Laboruntersuchung des Blutes (Gesamt IgE und das Lebesnsmittel-spezifische IgE).

Alternativ dazu gibt es Methoden die einen schnellen und einfachen Nachweis von Allergien oder Unverträglichkeit versprechen. Die Tests weisen Immunglobuline der Klasse G (IgG) gegen Nahrungsmittel im Blut nach. Problematisch ist, dass die Testergebnisse oft eine lange Liste an Lebensmittel ergeben, die gemieden werden sollten. Da die Bedeutung von IgG gegen Nahrungsmittel nicht geklärt ist (sie kommen jedenfalls auch bei Gesunden vor), ist der Ausschluss einer großen Palette an Nahrungsmitteln eher ein Gesundheitsrisiko als gesundheitsförderlich. Die Dokumentation der Hersteller ist fragwürdig. Meist handelt es sich um eigene Publikationen.
Die European Academy of Allergology and Clinical Immunology (EAACI) spricht sich ausdrücklich gegen die IgG-Bestimmung als Nachweis von Allergien aus.

Andere Alternative Methoden

Es gibt auch noch andere wissenschaftlich nicht anerkannte Methoden, die als Nachweis von Allergien und Unverträglichkeiten angeboten werden. Die Bioresonanz und die Kinesiologie.

Bei der Bioresonanz beruht auf der Annahme, dass der Körper elektrische Signale abgibt, die man auf der Haut messen kann. Durch die Veränderung elektromagnetischer Schwingungen soll auf ein Allergen hingewiesen werden. Durch die Veränderung der Schwingungen soll dann die Allergie „gelöscht“ werden.

Die Kinesiologie befasst sich mit der Lehre der Bewegung. Hiernach entstehen Allergien wenn die Energiekreisläufe gestört sind. Durch Muskeltest werden diese diagnostiziert. Wenn die Energie wieder zum Fließen gebracht wird, soll die Allergie gelöscht sein.

Diese Methoden sind alle wissenschaftlich nicht nachzuweisen und sollten nicht als Diagnose für eine Lebensmittelallergie verwendet werden.

Wichtige Tipps

- Lebensmittel-IgG-Tests sowie andere alternative Methoden testen nicht auf klassische allergische Reaktionen vom Typ I, welche mitunter lebensgefährlich sein können und bei denen eine klassische Abklärung unbedingt erforderlich ist – ebenso wie das strikte Meiden des betreffenden Lebensmittels

- Auch andere Unverträglichkeitsreaktionen wie Lactose- und Fructoseintoleranz werden damit nicht getestet. Wurde eine solche Erkrankung festgestellt, sind die Ernährungsvorschriften diesbezüglich unbedingt einzuhalten

- Gleiches gilt für die Glutenunverträglichkeit, Histaminintoleranz und andere mit bestimmten Nahrungsmitteln verbundene Erkrankungen

Pepe Assistant

Herzlich Willkommen bei KiloCoach™!

KiloCoach™ bietet das Wissen und die Werkzeuge für eine erfolgreiche Gewichtsabnahme. Keine Radikaldiäten, kein Jojo-Effekt – von Krankenkassen empfohlen und wissenschaftlich bestätigt.

7 Tage gratis testen

Berechnen Sie Ihren BMI

kg
cm
Mehr herausfinden

Vorteile

  • Gewicht verlieren ohne Hunger
  • Keine Diätvorschriften
  • Ohne Jojo-Effekt
  • Mit Unterstützung von Experten
  • Motivierende Community
Hier registrieren

Wissenschaftliche Studien

Newsletter abonnieren

Besuchen Sie uns auf Facebook