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Keine Angst vor dem Spiegel!

„Ich bin, wie ich beschließe zu sein!“ Beschließt doch einfach, Freundschaft mit eurem Spiegelbild zu schließen.

Autor: Sylvia Neubauer

Veröffentlicht: 01.11.2013 | 00:00

(Patuca Images - Fotolia.com)
(Patuca Images - Fotolia.com)

Kennen Sie das? Ewig vor dem Spiegel zu stehen, aber bloß nicht hinein zu schauen? Na gut, nur für einen kurzen Moment. Nein, doch nicht! Wenn die Neugier dann Überhand nimmt, können Sie sich einen kurzen Blick nicht verkneifen. Was sagt die Person im Spiegel zu Ihnen? Trägt sie ein Lächeln im Gesicht oder wirkt sie unzufrieden?

Fragen Sie Ihr Spiegelbild doch einmal: „Magst du dich eigentlich selbst?“ Falls die Antwort „nein“ lautet, nehmen Sie es bei der Hand und verbünden Sie sich mit ihm. Sagen Sie Ihrem Spiegelbild: „Hey, du bist eine tolle Person mit vielen Vorzügen!“ Sollte sich die Skepsis zu Wort melden, dürfen Sie ihr ruhig einmal den Mund zu halten. Und so klappt es auch:

In 9 Schritten zu einem besseren Selbstwertgefühl 

1. Raus aus der Negativspirale!

Der Po und die Beine sind zu dick, die Arme sind zu dünn und die Haare sind selbstverständlich viel zu kurz. Und sowieso und überhaupt könnte alles ganz anders sein. Denn eigentlich seid ihr mit euch selbst so rein gar nicht zufrieden? Ständig zermartert ihr euch obgleich eurer vermeintlichen Problemzonen den Kopf?

Warum? Wer schlecht über sich selbst denkt, strahlt das auch nach außen aus. Denn Gedanken sind nicht bloß vorüberziehende Wörter in unseren eigenen Köpfen. Sie haben eine enorme Kraft und formen unser Selbstbild. Wer sich mehrfach am Tag selbst wegen seines Gewichtes an den Pranger stellt, wird dort bald tatsächlich stehen. Freilich nicht real, aber dennoch in Form von verlorener Lebensfreude.
Das Problem: Negative Gedanken sind oft sehr „gefinkelt“. Sie schummeln sich selbst dann in unsere Gehirnwindungen, wenn wir ihnen dort „Zutrittsverbot“ erteilen. Was also tun?

So klappt es auch! Zu Beginn ist es wichtig, sich bewusst zu werden, welches „Programm“ dort oben im Gehirn überhaupt eingeschalten ist. Vielleicht drückt der kleine Kritiker in euch ständig auf „replay“ und spult mantrisch den Satz „du bist nicht attraktiv?“ ab. Lasst ihm zunächst diese Freude. Wer versucht, die negativen Gedanken mit Gewalt zu unterbinden, beißt erst einmal auf Granit. Lasst eure Gedankenströme eine Weile ziehen und betätigt dann die „Stopp-Taste“.

Jetzt ist es an der Zeit, den negativen gegen einen positiven Gegengedanken auszutauschen. Ihr könnt euch zum Beispiel eine Liste mit positiven Gedanken und Eindrücken anlegen. Schriftlich Verankertes ist jederzeit abrufbar. So könnt ihr immer darauf zurückgreifen – vor allem in Situationen, in denen der innere Kritiker ganz besonders laut ist.

2. Baut eine Mauer gegen verletzende Bemerkungen auf!

Selbst Stars sind vor verletzenden Aussagen nicht gefeit. Die Schauspielerin Kate Winslet wehrt sich seit längerem gegen die Retouche ihrer Fotos und kämpft in der Öffentlichkeit gegen fragwürdige Diät-Diktate. Ihr Selbstbewusstsein musste sie sich jedoch hart erkämpfen. Zu Schulzeiten wurde sie als „Speckschwarte“ beschimpft. Heute sagt sie: „Wenn du so etwas durchmachst, wirst du stärker.“

Warum? „Dein Schwabbelbauch ist wirklich abstoßend!“ Wie wirkt dieser Satz auf euch? Und wie würde es euch nach so einem verbalen Angriff gehen? Vermutlich ginge die Aussage mit einem Gefühl des „Geknickt-Seins“ einher. Ruft euch doch einmal in Erinnerung, wie ihr auf Kränkungen ganz grundsätzlich reagiert. Was macht ihr, wenn ihr euch angegriffen fühlt? Ist es nicht so, dass wir uns sehr lange gedanklich damit beschäftigen? Dass wir das Gesagte wieder und wieder im Kopf hin und her wälzen und überlegen wie wir reagieren hätten sollen?

Wenn mit der Beleidigung ein wunder Punkt getroffen wurde, dann klatscht auch der hinterhältige, kleine Kritiker im Kopf Beifall. Schelmisch grinsend spottet er: „Ich hab´s dir doch gesagt. Du bist nichts wert.“

So klappt es auch! Kränkungen gleichen einem glitschigen Fisch. Beim Versuch ihn zu fangen, gleitet er einem gerne aus der Hand. Sprich: Es ist unmöglich, jeder Kränkung auszuweichen. Probiert doch einmal, das Ruder zu wenden, indem ihr die Motive Ihres Gegenübers eruiert. Hat es sich möglicherweise zunächst von euch angegriffen gefühlt? Kompensiert es eigene Minderwertigkeitsgefühle mit Aggression? Sprecht ehrlich an, was die Beleidigung bei euch ausgelöst hat. Vielleicht lässt sich die Situation dadurch klären.

Falls nicht, fragt euch selbst: Ist das Ereignis wichtig genug, um sich weiterhin damit zu beschäftigen? Lohnt es sich, sich deshalb fertig zu machen? Sinnvoller ist es oft, die Situation im Geiste abzuhaken und das Erlebte in einen gedanklichen Mistkübel zu schmeißen. Und tschüss, verletzende Bemerkung!

3. Sucht die Nähe zu gleichgesinnten Menschen!

„In meinem Freundeskreis gibt es leider keine dicken Menschen. Manchmal fühle ich mich deshalb unverstanden.“ Vielleicht geht es euch ähnlich! Die einfache Lösung: Sucht euch Verbündete!

Warum? Es heißt: „Geteiltes Leid ist halbes Leid“. Diese Weisheit gilt für viele alltägliche Situationen, so auch für den Gesundheitsbereich. Gewichtsprobleme gehen häufig mit der Scheu, sich selbst zur Schau zu stellen, einher. Die Frage „was werden die anderen vor mir denken?“ steht wie ein Damoklesschwert über dem Vorsatz, etwas zu ändern.

Die Folgen: Die Anmeldung im Fitnessclub wird vertagt – aus Angst vor verachtenden Blicken. Der schicke Pulli bleibt zugunsten des Figur verdeckenden Schlabber-Looks im Regal liegen. Zurück bleibt tierisch schlechte Laune. Schluss damit! Haltet euch immer vor Augen: Anderen geht es mitunter genauso.

So klappt es auch! „Das größte Plus ist das Forum“, lobt KiloCoach™ Abonnentin Barbara S. die Möglichkeit des virtuellen Meinungsaustausches. „Die Interaktion mit Gleichgesinnten und Fachleuten spornt an und hilft bei Einbrüchen weiter.“ In Foren findet man in jedem Fall Menschen, die auf gleicher Wellenlänge sind, die Trost spenden und über Motivationsdurchhänger hinweghelfen. Auch Menschen, die Schwierigkeiten damit haben, Ihre Emotionen zu verbalisieren, finden hier Hilfe. Gleichgesinnte findet man jedoch nicht nur in der virtuellen Welt. In manchen Orten gibt es eigene Sportgruppen. Findet die für euch passende und schließt euch an!

4. Achtet auf die richtige Körperhaltung!

Den Kopf nach unten geneigt, die Schultern nach vorne verlagert. Wer so „herum schlurft“, signalisiert sich und seiner Umgebung: „Ich mag mich selbst nicht. Ich bin verletzbar.“ Bei verkrampften Schultern und einem Rundrücken, werden zudem auch die Atmung flacher und die Gedanken enger. Wer sich innerlich aufrichtet, sieht die Welt aus einem anderen Blickfeld.

Warum? Die Art und Weise wie wir sitzen, stehen und gehen verrät sehr viel über den Charakter, die Einstellung und die momentane Stimmung eines Menschen. Eine aufrechte Körperhaltung vermittelt nicht nur Selbstbewusstsein, sie strahlt auch Dynamik, Gelassenheit und Kompetenz aus. Die besten Voraussetzungen, um sympathisch zu wirken - im Übrigen nicht nur auf andere, sondern auch auf sich selbst. In dem Zusammenhang interessant: Wusstet ihr, dass sich unser Gehirn austricksen lässt? Wer fünf Minuten lächelt, ist danach tatsächlich glücklicher – ganz unabhängig von seiner Ausgangsstimmung.

So klappt es auch! Achten Sie auf eine aufrechte, entspannte Körperhaltung mit geraden Schultern und einem leicht erhobenen Kinn. Mit geradem Rücken und leicht geschwellter Brust werdet ihr euch automatisch sicherer fühlen. Überprüft eure Körperhaltung mehrfach täglich und korrigiert Fehlhaltungen. Auf diese Weise wird ein Zurückfallen in alte Muster vermieden.

5. Meidet Vergleiche!

Der deutsche Psychotherapeut Rolf Merkle verrät mit einem Augenzwinkern, wie man sein Glück auf verlässliche Weise sabotiert. Er schreibt: „Miss und vergleich dich stets mit denen, die um vieles besser, äußerlich attraktiver, kreativer, witziger, schlagfertiger, intelligenter, mutiger, fähiger, stärker und erfolgreicher sind. Schiele immer nach denen, die mehr haben als du. Beneide andere und bedaure und bemitleide dich als Versager und Niete.“

Warum? Habt ihr euch auch schon einmal dabei ertappt, sich mit anderen zu vergleichen? Willkommen im Club! Dieser innerliche Konkurrenzkampf ist wohl jedem zu eigen. Und hattet ihr bei dem Vergleich das Gefühl, dadurch zufriedener zu werden? Höchstwahrscheinlich lautet die Antwort „nein“! Willkommen im Club, zum Zweiten! De facto machen Vergleiche unglücklich.

Motivationscoach Moritz Bauer kleidet die Sinnlosigkeit von Vergleichen in ein nettes Bild: „Nummer 1: Das was ich hier mache geht gar nicht, ich kann mich gar nicht mit der anderen Person vergleichen, das wäre wie wenn ich Äpfel und Birnen vergleichen würde, das geht auch nicht und Nummer 2: Es bringt mich außerdem nicht weiter.“

So klappt es auch! Das Problem dabei: Die Angewohnheit, sich mit anderen zu vergleichen ist uns quasi in die Wiege gelegt – sie passiert völlig automatisch. Daher gilt es zunächst einmal, sich dessen bewusst zu werden. Ärgert euch nicht darüber, wenn ihr euch in Situationen wiederfindet, in denen ihr Vergleiche zieht. Freut euch stattdessen darüber, dass ihr den Vergleich bewusst erkannt habt. Versucht dann, den Grund dafür zu hinterfragen. Was hat den Vergleichsmoment heraufbeschworen? Fehlten Zuneigung oder Anerkennung? Je ehrlicher man mit sich selbst ist, desto einfacher lassen sich Alternativen für diese Vergleiche finden.

6. Schwenkt das Rampenlicht auf euch selbst!

Wer sich in seiner Haut nicht ganz wohl fühlt, stellt sein Licht gerne hinter den Scheffel. Den Vortritt überlässt man dann den anderen. Oft aus Angst, abgelehnt zu werden. Traut euch ruhig, ein Stückchen weiter nach vorne zu treten.

Warum? Niemand ist perfekt. Aber jeder Mensch, hat seine Vorzüge: Körperregionen, die schön sind, Charaktereigenschaften, die ihn liebenswert machen. Lasst es zu, dass andere diese erkennen.

So klappt es auch! Haltet die schönen Erlebnisse – z.B. Komplimente, Lob von anderen, aufmunternde Worte und erreichte Ziele - in einem „Pluspunkte“-Buch fest. Wann immer ihr unzufrieden seid, nehmt das Büchlein zur Hand und führt euch eure „Pluspunkte“ vor Augen.

Wichtig: Macht euch bewusst, dass man nicht perfekt sein muss, um Glück zu „verdienen“. Stellt euch vor den Spiegel und sagt euch: „Ich verdiene es, dass es mir gut geht.“ Und das dürfen auch die anderen hören.

7. Schließt Freundschaft mit eurem Körper!

Ihr könnt euch mehrere Stunden täglich über vermeintliche Problemzonen mokieren oder euch ähnlich wie „Rumpelstilzchen“ im Kreis drehen und über die zugenommenen Kilos ärgern. Es wird jedoch nichts bringen! Im Gegenteil: Selbsthass raubt nur unnötig Energie.

Warum? Eine Weisheit besagt: „Gib mir den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann. Gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann. Und gib mir die Weisheit, das Eine vom Anderen zu unterscheiden.“ Akzeptanz darf dabei nicht mit Gleichgültigkeit verwechselt werden. Es geht eher darum, den derzeitigen Stand der Dinge als gegeben anzunehmen.

Erst wer Altlasten in Form von destruktiven Gedanken hinter sich gelassen und Frieden mit sich selbst geschlossen hat, kann neue Wege gehen. Dazu Motivationstrainer Moritz Bauer: „Alle Versuche, die Sie unternehmen, um etwas zu verändern, obwohl Sie die Sache innerlich noch nicht akzeptiert haben, sind zum Scheitern verurteilt. Erst, wenn Sie sich akzeptiert haben, können Sie damit anfangen, die Seiten, die Ihnen nicht gefallen, zu verändern.“

So klappt es auch! Ihr könnt es gemächlich angehen und in vielen therapeutischen Sitzungen oder Selbstgesprächen ein besseres Verhältnis zu eurem Körper finden. Dieses Ziel kann man sich aber auch schneller nähern, indem man sich sehr direkt mit vermeintlichen Problemzonen konfrontiert. Stellt euch vor einen Spiegel, setzt euch auf die Coach oder legt euch ins Bett.

Beginnt dann einen Dialog mit jenem Körperteil, der euch am meisten Sorgen bereitet. Schimpft mit ihm, sagt ihm so richtig die Meinung. Sprecht aus, was ihr die ganze Zeit nur denkt. Und dann hört auf die Antwort dieses Körperteils. Ihr werdet erstaunt sein, wie viel der weiß. Was möchte er? Fehlt ihm etwas? Stört ihn etwas? Was bräuchte er, um glücklich zu sein? Was wünscht er sich schon die ganze Zeit?

8. Schlagt euren inneren Schweinehund k.o.!

Der in Punkt 1 angesprochene innere Kritiker kann mal wieder nicht die Klappe halten? Lauft ihm im wahrsten Sinne des Wortes davon!

Warum? Sport fördert das Selbstwertgefühl. Zu dieser Erkenntnis kam das Marktforschungsinstitut TNS in einer unabhängigen Verbraucherumfrage unter mehr als 10.000 jungen Frauen in neun europäischen Ländern. Keine Sorge, Männer! Auch wenn ihr bei dieser Studie unberücksichtigt bliebt: Straffe Muckis helfen bestimmt auch euch über schlechte Laune hinweg. ;-)

So klappt es auch! Für die, die bislang eher zu den unsportlicheren Konsorten zählten: Einfach verschiedene Sportarten ausprobieren und herausfinden, welches Training zu einem passt. Dabei muss niemand zum Ironman mutieren. Gemütliche Waldspaziergänge und kleine Radausflüge füllen das Bewegungskonto auf angenehme Weise. Den Gute-Laune-Bonus gibt es dabei inklusive.

9. Haltet euch immer vor Augen: Schlechte Tage gehen vorüber!

An manchen Tagen würde man sich die Decke am liebsten bis weit über die Nasenspitze ziehen und den ganzen Tag im Bett verbringen. Freilich nicht, ohne vorher ein warnendes Schild vor die Zimmertür zu hängen. „Bitte draußen bleiben! Bin furchtbar grantig!“

Warum? Es gibt Tage, an denen man auf Konfrontationskurs mit der guten Laune steht. Meist findet man dann alles und jeden nervig – inklusive sich selbst.

So klappt es auch! Nehmt derartige Momente nicht für bare Münze. Auch solche Tage ziehen vorüber und machen Platz für neue, schönere und erfülltere Augenblicke.

Abschließend sei noch gesagt: Beim eigenen Selbstwert verhält es sich ähnlich wie beim Umhegen einer Pflanze. Ist sie geschwächt, ist man gefordert, zu Beginn sehr aufmerksam und vorsichtig mit ihr zu sein. Je üppiger die Pflanze gedeiht und je mehr Wurzeln sie bildet, desto robuster wird sie und desto mehr ist sie gegen Einflüsse von außen geschützt. In diesem Sinne: Gutes Wachsen!

Autorin: Mag. Sylvia Neubauer

Pepe Assistant

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