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Kann man mit Nahrungsergänzungsmittel abnehmen?

Schlankheitspillen sind buchstäblich in „aller Munde“. Aber gibt es diese tatsächlich? Was leisten sie und bergen sie auch Gefahren? 5 Nahrungsergänzungsmittel, die beim Abnehmen helfen sollen, und was du darüber wissen solltest.

Autor: Dr. Rosa Aspalter

Veröffentlicht: 09.06.2015 | 15:18

(© Tijana - Fotolia.com)
(© Tijana - Fotolia.com)

L-Carnitin – Das Fetttaxi

Taxis werden naturgemäß viele Male verwendet. Wenn ein Auftrag erledigt ist, nimmt das Taxi meist einen nächsten an und erst nach vielen Fahrten wird es entsorgt. So ist es auch mit dem Carnitin. Es schleust die Fettsäuren vom Zellplasma in die Mitochondrien, wo sie dann verbrennt werden können. Aber Carnitin wird dadurch wieder frei, gelangt wieder ins Zellplasma und kann die nächsten Fettsäuren zur Verbrennung „abholen“. Dann ist die Carnitin-Autobahn zu den Mitochondrien voll. Oder anders ausgedrückt: Der Fettsäuretransport mittels Carnitin verläuft ohnehin in seinem höchstmöglichen Tempo. Weitere „Taxis“ erhöhen jedoch nicht die Geschwindigkeit der Fettverbrennung. Ergo taugt L-Carnitin nicht als Schlankheitsmittel.

Chrom – Die Insulinkurbel

Chrom wird für alle Stoffwechselschritte, welche vom Insulin abhängen, benötigt. Die WHO empfiehlt, zumindest 20 ug Chrom pro Tag zuzuführen. Die durchschnittlich verzehrte Menge liegt bei 230-139 ug /Tag, sodass kein Mangel anzunehmen ist.
Behauptet wird nun, dass chromhaltige Präparate die Wirkung des Insulins verstärken würden, die Fettmasse reduzieren und die Muskelmasse erhöhen. Aber hoppla, wie war das nochmals? Ist nicht Insulin das „Masthormon“ schlechthin? Jenes, das sagt: „Energie speichern, speichern, speichern!“ und die Fettverbrennung blockiert? Oder um welche Wirkung geht es hier genau? Es fehlen auch Daten, die einen deutlichen und längerfristigen Gewichtsverlust belegen könnten.

Chrom selbst ist gut verträglich, auch in hohen Dosen von 1000 ug/Tag. Es kommt in Bierhefe, Fleisch, Innereien, Vollkornprodukten und Pilzen vor. Chrompicolinat, das ist  jene Verbindung die meist als „Schlankheitsmittel“ angepriesen wird, hat jedoch toxische Wirkung und wurde deshalb mit 2001 als Bestandteil von Nahrungsergänzungsmitteln in Deutschland verboten.

Coffein - der Kalorienofen

Coffein ist in der Kaffeebohne, im schwarzen Tee, in der Mate-Pflanze sowie in Kakaobohnen und Kolanüssen enthalten. In Tierexperimenten erhöhte Coffein den Energieverbrauch. Das konnte bisher jedoch beim Menschen nicht nachgewiesen werden, bzw. zeigte eine Studie diesen Effekt nur bei Normalgewichtigen und kaum bei Übergewichten.

Spargelextrakt - die Wasserschleuse

Spargel hat eine bekannte harntreibende Wirkung. Insofern ist es nicht überraschend, dass etwas Gewicht verloren geht. An Daten gibt es nur wenig Verlässliches zu berichten. Zwar existiert eine
Studie, welche einen Gewichtsverlust zeigen konnte, allerdings verwendete man anlässlich dieser Studie kein  reines Asparagusextrakt, sondern ein Kombinationspräparat. De facto gibt es keine Studie die eine Verringerung des Fettgehaltes zeigt.

Goji, Aronia, Physalis und Açaí – Die Wunderbeeren

In  regelmäßigen Abständen erobert eine Wunderbeere nach der anderen den Nahrungsergänzungsmittelmarkt. Gemeinsam ist ihnen: Sie werden als Jungbrunnen, Antikrebsmittel und als Abnehmpräparate verkauft. Gemein ist ihnen auch, dass sie eher kleine Beeren mit sehr intensiven Farben und Geschmack sind. Da erinnern sie auch an die Blaubeeren, die Heidelbeeren oder auch die Holunderbeeren, denen auch eine ganze Reihe positiver Wirkungen nachgesagt wird. Auch wenn es sich um ganz unterschiedliche Arten handelt (Die Botaniker und Naturheilkundigen mögen diese wilde Assoziation verzeihen!): In der Tat sind es wahre Kraftpakete an Antioxidantien, sekundären Pflanzeninhaltstoffen und Mineralstoffen. Als solche sind sie durchaus eine wertvolle Bereicherung im Speiseplan. Die ganze Abnehmhoffnung aber auf diese Beeren als Nahrungsergänzungsmittel zu setzen, das wird aber wohl enttäuschen.

Zusammenfassend kann also gesagt werden: Von einigen Präparaten sollte man definitiv die Finger lassen. Manche Präparate dürften gesund sein. Gemeinsam ist: Die Wirkung auf das Gewicht ist sehr schwach bis null. Eine gut gewählte Ernährung und ein wenig mehr an Bewegung ist mit Sicherheit wirksamer.

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