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Inulin und Flohsamenschalen – gesund und unterstützend beim Abnehmen?

Inulinpulver und Flohsamenschalen in ganzer Form oder gemahlen findet man immer mehr im gesundheitsorientierten Handel und in Abnehmprodukten. Man findet sie auch in pflanzlichen Abführmitteln, wobei Flohsamenschalen zusätzlich bei Durchfall Anwendung finden. Doch was hat es damit auf sich? Können Inulin und Flohsamenschalen als gesundheitlich wertvoll eingeschätzt werden? Unterstützen sie uns tatsächlich beim Abnehmen?

Autor: Alina Bacsics

Veröffentlicht: 09.05.2017 | 12:33

Inulin

Inulin ist, so wie Stärke, ein Reservestoff in Pflanzen wie Topinambur, Chicorée, Artischocken, Löwenzahn, Schwarzwurzeln und Pastinaken. Während Stärke aus einer Kette von Glucose besteht, liegen bei Inulin aneinandergereihte Einheiten von Fructose vor. Doch im Vergleich zu Stärke, welche vom Menschen problemlos verdaut werden kann, weist Inulin eine Struktur auf, für die wir keine spaltenden Enzyme besitzen. Inulin zählt daher zu den Ballaststoffen.

Flohsamenschalen

Flohsamen sind die Früchte der aus Indien stammenden Pflanze Plantago ovata, welche mit dem Wegerich verwandt ist. Flohsamen sind sehr klein, weswegen sie wahrscheinlich ihren Namen den Flöhen zu verdanken haben. Kommen Flohsamen mit Wasser zusammen, quellen sie in kurzer Zeit auf das 10- bis 14-fache des ursprünglichen Volumens an. Der Wasser bindende Effekt der Schalen der Flohsamen ist sogar noch höher. Dies ist auf sogenannte Schleimpolysaccharide zurückzuführen, die vom Körper nicht verdaut werden können und daher Ballaststoffe darstellen.

Gesundheit

Ballaststoffe, wie Inulin und Flohsamenschalen, werden als „Ballast“ für den Körper bezeichnet, weil er nicht in der Lage ist, diese vollständig zu verdauen. Doch was passiert mit Ballaststoffen im Körper? Werden sie unverdaut von uns ausgeschieden? Nein, denn im Dickdarm besitzen wir Menschen eine Vielzahl an Bakterien, die sich über die unverdauten Ballaststoffe sehr freuen. Bakterien sind aufgrund ihrer Enzyme in der Lage, Ballaststoffe aufzuspalten und daraus Energie für sich bereitzustellen. Inulin und Flohsamenschalen werden deswegen als Präbiotika bezeichnet, weil sich Bakterien durch deren Anwesenheit im Dickdarm besonders gut vermehren können. Eine Ernährung mit hohem Gehalt an Präbiotika fördert die Vielfalt und Anzahl an Bakterien im Dickdarm und optimiert dadurch die Darmgesundheit.

Während der bakteriellen Aufspaltung von Ballaststoffen entstehen Stoffwechselprodukte, die wir nur zu gut kennen, nämlich Gase. Flatulenzen sind daher meist ein gesundes Anzeichen dafür, dass wir ballaststoffreich essen. Neben Gasen entstehen aber auch Stoffwechselprodukte, die uns guttun. Sogenannte kurzkettige Fettsäuren werden gebildet, die zu einem kleinen Teil sogar zur Deckung des Energiebedarfes beitragen. Vor allem wirken sie als schnelle Energielieferanten für die Darmzellen und sorgen für die Auskleidung der Darmschleimhaut, wodurch diese besonders geschmeidig und gleitfähig wird. Aufgrund der gebildeten kurzkettigen Fettsäuren werden Ballaststoffe nicht nur als verdauungsfördernd angesehen, sondern auch wichtig für unsere Darmgesundheit eingeschätzt. Ein gesunder Darm geht mit niedrigem Entzündungsgeschehen einher und wirkt sich positiv auf das Immunsystem aus. Für die Gesundheit spielt daher der Darm eine wesentliche Rolle.

Ballaststoffe sind auch in der Lage den Cholesterinspiegel zu senken. Dies kommt dadurch zustande, weil Ballaststoffe im Zuge der Verdauung Gallensäuren binden und dieser Komplex ausgeschieden wird. Gallensäuren enstehen aus Cholesterin und nun ist der Körper darauf angewiesen, Cholesterin zur Bildung von Gallensäuren heranzuziehen, um die von Gallensäuren abhängige Verdauung von Fett weiterhin zu gewährleisten. Da vor allem im Körper gebildetes Cholesterin zum Cholesterinhaushalt beiträgt, während über die Nahrung aufgenommenes Cholesterin weniger Einfluss darauf hat, ist eine ballaststoffreiche Kost ideal, um den Cholesterinspiegel zu regulieren.

Abnehmen

Ballaststoffe sind dafür bekannt, unterstützend beim Abnehmen zu wirken. Sie quellen im Magen auf und sorgen für mehr Volumen. Lebensmittel mit hohem Ballaststoffgehalt weisen von Haus aus ein hohes Volumen auf, wobei die Energiedichte gering ist. Dadurch können wir mehr essen, werden eher satt und nehmen dabei weniger Energie auf, als es bei einer ballaststoffarmen Mahlzeit der Fall wäre. Zudem ist bei ballaststoffreicher Kost längeres Kauen nötig, wodurch das Sättigungsgefühl zusätzlich gefördert wird.

Ballaststoffreiche Lebensmittel bewirken einen langsameren und gleichmäßigeren Blutzuckeranstieg im Vergleich zu ballaststoffarmen Lebensmittel, die Kohlenhydrate liefern. Dadurch stellt sich das Hungergefühl erst einige Zeit später ein.

Fazit

Inulin und Flohsamenschalen fördern als Ballaststoffe die Darmgesundheit und regulieren den Cholesterinspiegel. Zusätzlich wirken sie sich positiv auf das Sättigungsgefühl aus und erleichtern somit das Abnehmen.

Generell sollte als Teil einer gesunden Ernährung auf eine hohe Ballaststoffaufnahme (30 g/Tag) geachtet werden, welche man durch den Verzehr von Vollkorngetreide, Obst, Gemüse, Hülsenfrüchte, Nüsse und Samen erreicht. Unter Voraussetzung einer ausreichenden Flüssigkeitszufuhr fördert eine ballaststoffreiche Ernährung die körperliche Gesundheit. Für den Fall, dass von einer ballaststoffarmen Kost auf eine ballaststoffreiche Ernährung umgestellt werden soll, empfiehlt sich eine langsame Erhöhung des Ballaststoffgehalts mit entsprechender Flüssigkeitszufuhr (1,5 – 2 Liter), um potentielle Nebenwirkungen, wie Verstopfung, zu vermeiden.

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