Kilos verlieren, Lebensqualität gewinnen!

Navigation
Anmelden

Gesunde Kids!

Die Spielkonsole gegen Turnschuhe tauschen? Wie langweilig! Und was bitteschön soll dieses „grüne Ökozeugs“ auf dem Teller? Kinder stehen mit einer gesunden Lebensweise oft auf Kriegsfuß und dabei wird genau in diesem Alter der Grundstein für eine gesunde Zukunft gelegt.

Autor: KiloCoach-Team

Veröffentlicht: 02.09.2013 | 00:00

(© Shmel - Fotolia.com)
(© Shmel - Fotolia.com)

Vielleicht ahnt Ihr es schon: Karotten sind heutzutage out – zumindest, wenn es um die Meinung des heranwachsenden Familienmitglieds geht. Als Elternteil kann man an den Vorstellungen der Kinder, was gesund ist und was nicht, schon einmal verzweifeln. Da es jedoch immer mehr übergewichtige Kinder gibt wäre resignieren der falsche Weg. Gerade, wenn es um das Gesundheitsverhalten der Kinder geht, sollten man einen langen Atem beweisen. Und was besonders wichtig ist: Den Kindern ein Vorbild sein!

Eine „gewichtige“ Statistik mit Folgen

Im deutschsprachigen Raum ist bereits jedes vierte Kind zu dick. Eine traurige Statistik, wenn man bedenkt, dass die kleinen Schwergewichte nicht bloß körperliche Folgeschäden davontragen. Die gesundheitlichen Konsequenzen reichen von Diabetes und Bluthochdruck bis hin zu Herzerkrankungen – und das schon in jungen Jahren. Doch auch die Seele leidet mit, zumal sich übergewichtige Kinder oft dem Gespött anderer aussetzen müssen. Zusätzlicher Kummerspeck ist dabei nur eine von vielen Ursachen für überflüssige Pfunde.

Auf Ursachenforschung!

Ähnlich wie Erwachsene essen Kinder zu viel, zu fett und zu süß. Dabei kann Fehlernährung keineswegs als einziger Grund für das Mehrgewicht verantwortlich gemacht werden. Auch Bewegungsmangel steht in engem Zusammenhang mit dem Plus an Kilos. Studien zufolge umfasst heutzutage der Bewegungsumfang von 6-10 jährigen Kindern durchschnittlich höchstens 1 Stunde pro Tag. Zum Vergleich: In den siebziger Jahren waren Mädchen und Jungen etwa 3-4 Stunden körperlich aktiv.

Zu viel, zu fett, zu süß, zu wenig Bewegung…

Die Kombination aus falscher Ernährung und Bewegungsmangel führt dazu, dass dem Körper kontinuierlich mehr Energie zugeführt wird, als er tatsächlich verbraucht. Dies wird im Fachjargon als positive Energiebilanz bezeichnet. Doch auch soziale Komponenten haben einen Einfluss auf die gesundheitliche Entwicklung des Kindes.

Schon seit einigen Jahren berichten Studien darüber, dass Personen aus unteren, sozialen Schichten mit geringeren ökonomischen Mitteln tendenziell benachteiligt sind. Das Problem liege aber nicht nur an den finanziellen Gegebenheiten an sich, sondern viel mehr an der Lebensweise selbst. Und diese könnte man durchaus beeinflussen.

Wie der Vater, so der Sohn – wieso Vorbilder wichtig sind

Andreas Papa bekommt beim Mittagessen ständig eine „Extrawurst“ serviert – zwar nicht im herkömmlichen, jedoch im übertragenen Sinne. Denn er braucht was „G´scheites“ auf seinem Teller. Gemüse und vollwertige Kost assoziiert er nicht damit. „Mit so was brauchst du mir gar nicht erst kommen.“, gibt das „Oberhaupt“ der Familie Andreas Mama zu verstehen, wenn diese doch mal dieses „neumodische und vollkommen indiskutable Ökozeugs“ serviert. Auch Andreas lehnt den liebevoll zubereiteten Salat zunehmend ab. Er kann nicht verstehen, wieso er sich an marinierten, grünen Blättern erfreuen soll, während sich sein geliebter Papa ausschließlich am Braten festhält.

Fakt ist: Eltern haben in Sachen Vorbildwirkung einen enormen Einfluss auf ihre Kinder. Diese Orientierungsfunktion erstreckt sich über alle Bereiche des alltäglichen Lebens – so auch auf den gesundheitlichen Part. Wenn man sich als Elternteil über einen knackigen Apfel erfreuen kann, beißt auch der Sprössling oftmals gerne zu. Dasselbe gilt für das Vorleben von sportlichen Ambitionen.

Schwere Knochen + schlechte Gene = gute Ausreden

„Mein Kind hat einfach einen schweren Knochenbau“, lautet oft der Erklärungsversuch für ein zu hohes Körpergewicht. Ernüchternde Tatsache ist jedoch: Selbst wenn jemand überdurchschnittlich „schwere Knochen“ hat, erklärt das höchstens ein Plus von 2 Kilogramm.

Auch die Sache mit den Genen, frei nach dem Motto „in unserer Familie sind alle dick“ zählt nicht. Zwar gibt es genetische Dispositionen, doch meist ist das Mehrgewicht auf falsch antrainierte Ernährungs- und Erziehungsmuster zurückzuführen, die Eltern an ihre Kinder weitergeben.

Los in ein gesünderes Leben!

Part 1 – Bewegung ist wichtig!

Kinder sollten sich möglichst viel und vielseitig bewegen. Es geht dabei aber nicht darum, eine bestimmte Leistung zu erbringen, sondern den Körper kennen und beherrschen zu lernen. Es geht um Balance, Wendigkeit, Geschicklichkeit, Fein- und Grobmotorik und Krafteinsatz. Damit soll das Kind lernen, in verschiedensten Situationen richtig reagieren zu können.

Auf die Dosis kommt es an

Papa Georg stemmt leidenschaftlich gerne Hanteln. Sein kleiner Sohn Markus beobachtet ihn stets dabei und möchte es ihm gleich tun. Georg hat Bedenken, ob Gewichte heben für seinen jungen Spross überhaupt in Frage kommt. Was sollte Georg wissen? Was kann man generell raten? Als Faustregel gilt:

Wieviel? Kinder und Jugendliche brauchen pro Tag mindestens eine Stunde Bewegung mit zumindest moderater Intensität. Das richtige Tempo hat das Kind dann erreicht, wenn es während der Bewegung noch reden, aber nicht mehr singen kann. Das tägliche Bewegungspensum kann auch zerstückelt, also in Form von mehreren, über den Tag verteilten kleineren Einheiten absolviert werden. Dabei sollte das gesplittete Workout jedoch mindestens 10 Minuten am Stück dauern.

Wovon? Neben Ausdauertraining und Kraftsport zählt auch jede Form von Alltagsbewegung zu sportlicher Aktivität. So sollten Kinder und Jugendliche den Großteil ihrer täglichen Bewegung durch Basisaktivitäten decken. Ermutigt eure Sprösslinge dazu, den Schulweg zu Fuß oder mit dem Rad in Angriff zu nehmen und macht ihnen Outdoor-Plätze wie den nahegelegenen Spielplatz schmackhaft.

Das gilt es beim Kraftraining zu beachten: Die Knochen von Kindern und Jugendlichen sind noch nicht so stabil wie nach Abschluss des Körperwachstums. Es besteht die Gefahr, dass es zu einer Überbeanspruchung der Wirbelsäule und der Gelenke kommt. Kinder sollten daher eher mit dem eigenen Körpergewicht, als mit zusätzlichen Gewichten trainieren. Beispiele für geeignete Sportarten, die auch den Kraftaspekt trainieren: Turnen, Karate und Springen.

Sport macht Spaß

Wie reagieren eure Kinder, wenn ihr ihnen vorschlagt, ein bisschen an der frischen Luft herumzutoben? Möglicherweise mit einem genervten Augenrollen untermalt von einem „Jetzt sicher nicht. Ich bin beschäftigt.“ Playstation spielen ist schließlich viel aufregender. Es geht aber auch anders. Wir haben einige kindgerechte Anregungen für ein sportives Vergnügen für euch zusammengestellt:

Bewegungstipps zur Förderung der Ausdauer: Grundsätzlich haben die kleine Racker einen natürlichen Bewegungsdrang. Dennoch: Je älter sie werden, desto heftiger kann der Protest gegen empfehlenswerte Ausdauersportarten wie Laufen und Schwimmen ausfallen. Man sollte jedoch nicht klein beigeben. Ermutigt eure Kinder zum Trampolin-Springen oder sucht mit Ihnen eine Fitness-DVD aus, die ihr gemeinsam im Wohnzimmer machen könnt. Ebenfalls hilfreich: Verwandelt die Natur in einen Erlebnisraum. Begebt euch doch einmal zusammen auf Schatzsuche in den Wald.

Bewegungstipps zur Förderung der Kraft: Vermutlich werden sich eure Kinder nur wenig begeistert von Kniebeugen und Liegestütz zeigen. Es gibt gute Alternativen, welche die Kraftfähigkeit fördern. Eigene Kletterparcours haben für Kinder Abenteuercharakter und sind gut zu bewältigen. Im Sommer darf auf der Luftmatratze im See kräftig gepattelt werden. denn richtig angewendetes Krafttraining ist eine sinnvolle Maßnahme zur Steigerung der Kraftfähigkeit, zur Erhöhung der Knochendichte und zur Verletzungsvorsorge.

Bewegungstipps zur Förderung der Koordination: Frisbee spielen trainiert die Reaktionsfähigkeit, ein Balancieren über ein Seil oder die Slackline fördert das Gleichgewicht. Habt ihr als Kinder auch immer "Blinde Kuh" gespielt? Dann erprobt es doch mal mit euren Sprösslingen! Verbindet euren Kindern die Augen und erkundet so gemeinsam auf diese Weise euren Garten. Um Verletzungen zu vermeiden, sollten ihr stets als Begleitperson dabei sein. So forciert ihr die Orientierungsfähigkeit eurer Kinder.

Part 2 – Altersgerechte Ernährung, leicht gemacht

Vielleicht steht ihr auch manchmal völlig ratlos vor riesigen Supermarktregalen, die eine breite Palette an bunten Auswahlmöglichkeiten eröffnen. Dabei stellt sich häufig die Frage: Wie sollte der Speiseplan für ein Kind konkret aussehen?

Gesunde Ernährung – wozu? Kinder haben einen hohen Bedarf an aufbauenden Nährstoffen. Speziell der Bedarf an Eiweiß, dem Baustoff für Zellen und Gewebe, ist im Wachstum erhöht. Auch Vitamine und Mineralstoffe sind zur Aufrechterhaltung der körperlichen und geistigen Leistungsfähigkeit unerlässlich.

Womit? Die Nährstoffversorgung sollte größtenteils auf natürlichem Wege erfolgen. Die als gesund titulierten „Kindernahrungsmittel“, wie Vitaminzuckerl und Fruchtzwerge können eher als Süßigkeit, statt als hochwertiges Produkt angesehen werden. Hingegen darf euer Kind reichlich Gemüse- und Obstportionen, sowie Vollkorn- und Milchprodukte zu sich nehmen. 1 – 2 Mal pro Woche sollte Fisch, die beste Quelle für Jod und Omega-3-Fettsäuren, auf dem Speiseplan stehen. Mageres Fleisch und Wurstwaren darf es 2 – 3 Mal pro Woche geben.

Flüssigkeit ist wichtig! Ein Flüssigkeitsmangel von nur 2% führt bereits zu einer deutlichen Abnahme der Leistungsfähigkeit. Bei der Auswahl der Getränke sollte man jedoch aufpassen: Limonaden und Softdrinks entsprechen häufig der Kalorienanzahl einer ganzen Mahlzeit. Besser sind mit Mineralwasser verdünnte Säfte und ungesüßte Tees.

Süßigkeiten nicht ganz verbannen: Und wie sieht es mit Süßigkeiten aus? Müssen Schoki, Kekse und Co dem Kind gänzlich verwehrt werden? Müssen und sollten Sie nicht! Verbote machen Lebensmittel nämlich nur noch interessanter. Entscheidend ist dabei jedoch das Süße nicht als Belohnung anzubieten. Vereinbart mit eurem Kind lieber eine „Wochenration“ an Süßigkeiten. So muss es darum nicht kämpfen. Als Faustregel gilt: 1 Portion Süßigkeit pro Tag. Als Maßstab für die Portionsgröße dient die Handgrube des Kindes.

Kleine Tricks für große Gemüsemuffel

Eure Kinder lehnen Gesundes partout ab? Probiert doch einmal folgende Tricks aus:

Integriert euer Kind in den Kochalltag: Eltern scheuen sich angesichts des drohenden Chaos davor, die Kleinen in die Kochaktivitäten mit ein zu beziehen. Kinder wollen aber oft ihren eigenen Teil zum Ganzen beitragen. Zeigt eurem Kind, wie es den Salat waschen und das Gemüse klein schneiden kann.

Bringt Farbe in die Jausenbox: Peppt die Jausenbox eurer Kinder mit gesunden Naschereien auf. Ein paar Trockenfrüchte, eine Hand voll Nüsse oder klein geschnittene Apfelscheiben bieten Abwechslung und werden gerne angenommen.

Ein „Trick-Buffet“ aufbauen: Schnipselt Obst und Gemüse in kleine, mundgerechte Stücke und richtet die geschnittenen Vitaminbomben auf einem Teller dekorativ an. Verliert nicht allzu viele Worte über die angebotene Zwischenmahlzeit, sondern positioniert selbige auf einen für die Kinder gut einsehbaren Platz. Wetten, die Snacks finden bald den einen oder anderen Abnehmer?

Essen für alle Sinne: Kleinere Kinder freuen sich über Gurkenscheiben, die zu einer Schlange wachsen. Auch Radieschenmäuse, geschnitzte Gesichter und Männchen zaubern aus dem ungeliebten Gemüse einen Augen- und Gaumenschmaus. Sprösslinge älterer Jahre, freuen sich über Früchtespieße und Gemüsestifte. Dazu ein Dip aus Topfen, Kräutern, Salz und Pfeffer und der Gemüseprotest gehört der Vergangenheit an.

Oft probiert ist halb gewonnen: Verzweifel nicht, wenn eure Kinder eine Obst- oder Gemüsesorte partout ablehnt. Variiert und probiert verschiedene Sorten aus. Die Geschmacksvorlieben von Kindern ändern sich mit der Zeit und somit auch das Lebensmittel-Repertoire. Hier heißt es: Geduld haben!

Knüpfen an die Geschmacksvorlieben eurer Kinder an: Lieblingsgerichte lassen sich auf gesunde Weise abwandeln. Die gesunde Variante für Eis: Füllt hochwertige Fruchtsäfte in Eisförmchen aus Kunststoff. Auch püriertes Obst aus Beeren oder Steinobst lässt sich hervorragend zu Gefrorenem verwerten. Einige Stunden ins Tiefkühlfach und fertig ist das selbstgemachte Eis am Stiel. Auch der heiß geliebten Pizza kann mit einem Boden aus Vollkornteig und reichlich Gemüseauflage das Prädikat „gesund“ verliehen werden.

Ganz wichtig: Zelebriert gemeinsame Mahlzeiten: Versucht möglichst oft darauf zu achten, dass die ganze Familie bei Tisch zusammenkommt. Bei einem leckeren Essen können die wichtigsten Highlights des Tages ausgetauscht werden. Und was dem Bauch gut tut, freut auch die Seele.

Pepe Assistant

Herzlich Willkommen bei KiloCoach™!

KiloCoach™ bietet das Wissen und die Werkzeuge für eine erfolgreiche Gewichtsabnahme. Keine Radikaldiäten, kein Jojo-Effekt – von Krankenkassen empfohlen und wissenschaftlich bestätigt.

7 Tage gratis testen

Berechnen Sie Ihren BMI

kg
cm
Mehr herausfinden

Vorteile

  • Gewicht verlieren ohne Hunger
  • Keine Diätvorschriften
  • Ohne Jojo-Effekt
  • Mit Unterstützung von Experten
  • Motivierende Community
Hier registrieren

Wissenschaftliche Studien

Newsletter abonnieren

Besuchen Sie uns auf Facebook