Kilos verlieren, Lebensqualität gewinnen!

Navigation
Anmelden

Functional Food und Übergewicht

Functional Foods versprechen Gesundheit fürs Herz, Schutz vor Krebs oder auch: weniger Gewicht. Hier erfahren Sie, wie Functional Foods zur Gewichtsreduktion beitragen können.

Autor: Sylvia Neubauer

Veröffentlicht: 19.08.2014 | 00:00

(© ra2 studio - Fotolia.com)
(© ra2 studio - Fotolia.com)

 

Zahlreiche Substanzen werden unter dem Aspekt der Gewichtsreduktion verkauft: Chrompicolinat, mittelkettige Triglyceride (MCT, für: Medium Chain Triglycerides), Carnitin, Chitosan, Conjugierte Linolsäure (CLA) und viele andere mehr. Sie alle haben, wenn überhaupt, nur geringe unterstützende Wirkung und werden derzeit hauptsächlich in Form von Nahrungsergänzungsmitteln vermarket. In einigen Ländern werden sie aber auch in Form von Functional Foods angeboten. Daher lohnt es sich, ein wenig Bescheid über diese Substanzen zu wissen.

 

Functional Foods könnten - zumindest theoretisch - über folgende Wege zu einem niedrigeren Körpergewicht helfen:

  • das Sättigungsgefühl verstärken und in Folge die Essensmengen reduzieren (dies sind vor allem ballaststoffangereicherte Produkte)
  • die Kaloriendichte der Lebensmittel verringern und damit die Gesamt-Kalorienaufnahme (zu dieser Produktkategorie zählen alle light-Produkte)
  • den Energieverbrauch steigern (hierher gehören die zweifelhaften „Abnehmprodukte“ auf Coffein- oder Teebasis und auch die so sogenannten „Fatburner“)

Großen Auftrieb haben nun Functional Foods zur Unterstützung der Gewichtsreduktion erhalten, seit bekannt ist, dass Darmbakterien eine bedeutende Rolle bei der Gewichtsregulierung spielen. Es wurde nämlich festgestellt, dass übergewichtige und adipöse Menschen eine andere Zusammensetzung der Darmflora haben. Sie besitzen mehr von den Bakterienstämmen, welche die Nahrung bis zum letzten kleinen Rest aufschließen und damit für den Körper verwerten. Normalgewichtige haben jedoch mehr Bakterien, die die Kalorien einfach wieder nach draußen schicken.

Wie erwartet, sind auch die ersten Darmflora-Produkte, welche die bösen, gewichtsfördernden Bakterien in Schach halten sollen oder die guten kalorienausscheidenden Bakterien vermehrt im Darm ansiedeln wollen, bereits auf dem Markt. Viele weitere werden vermutlich noch folgen.

Das Problem dabei ist nur: Die veränderte Darmflora bei Übergewichtigen ist eher das Resultat einer ungünstigen Ernährung als die Ursache für Übergewicht. Fettreiche Ernährung, so stellten die Forscher fest, förderte jedenfalls die Ansiedlung „gewichtsunfreundlicher“ Keime. Die Message die sich daraus ergibt, lautet also wiederum: „Verbessere Deine Ernährung! Damit förderst Du auch die guten Bakterien, welche Dir helfen, das Gewicht zu halten oder sogar zu reduzieren!“

Mehr zum Thema:

Lebensmittel mit Nebenwirkung

Je mehr Lebensmittel zu „Gesundheitsmittel“ werden, desto eher gleichen sie Medikamenten und desto eher können auch Nebenwirkungen auftreten und entsprechend mehr muss auf die richtige Dosis geachtet werden.

Allergologen raten zu Vorsicht bei Produkten, denen Extrakte aus exotischen Früchten zugesetzt sind. Die Acerolakirsche, die in vielen ACE-Getränken auf Grund des hohen Gehalts an Vitamin-C eingesetzt wird, kann bei einer bestehenden Latexallergie eine Kreuzreaktion auslösen. Auch Drachenfruchtextrakte, Granatapfelextrakte und sogar Sojazusätze haben bereits zu allergischen Reaktionen geführt.

Ob dies an der Aufbereitungsart der Extrakte liegt oder eine Folge zu konzentrierter Verwendung ist, muss von Fall zu Fall untersucht werden. Ein bekanntes Beispiel für das gehäufte Auftreten von Allergien ist Propolis – speziell wenn man die an sich unbedenkliche aber hoch wirksame, natürlich vorkommende Substanz exzessiv verwendet.

Wenn wir ein Lebensmittel mit einer bestimmten Substanz anreichern, wenn es sich also um ein sogenanntes „fortified“ Functional Food handelt, dann ist zu bedenken, dass die Substanz, welche den Gesundheitseffekt bewirken sollte, in seiner Reinform zugesetzt wurde. Überdosierungen sind durchaus möglich und es ist jedenfalls ratsam, diese Lebensmittel nur im „üblichen Ausmaß“ zu verzehren.

Die „Unbedenklichkeitsgarantien“ der Lebensmittelproduzenten müssen sich logischerweise auf „übliche konsumierte Mengen“ beschränken. Jedoch – auch dabei ist Vorsicht angebracht! Einige als Antioxidantien vermarktete Präparate führten zu einem erhöhten und nicht - wie angepriesen - verringerten kardiovaskulären Risiko!

Die Rangliste

Für Functional Food gibt es also, so wie für Lebensmittel generell, keine Dosierangaben . Regelmäßiger Verzehr wird zwar meist erforderlich sein, um die versprochene Wirkung zu erzielen. Vom exzessiven Gebrauch ist aber in jedem Fall abzuraten. Die Rangliste der Functional Foods könnte also so aussehen:

• Platz 1: Functional Food in Form unveränderter Lebensmittel ist jedenfalls der Vorzug zu geben. Sie stellen nicht nur die gesündeste, sondern auch die risikoloseste Form einer gesunden Ernährung dar.

• Platz 2: Funktional Foods mit „Ganzfrucht“-, „Ganzkorn-„ oder „Ganzpflanzenextrakt“ sind vermutlich in der Wirkung verlässlicher, weil sie zumindest einen Großteil eines pflanzlichen Lebensmtitels beinhalten und risikoärmer, weil es bei normalem Konsum zu keinen Überdosierungen kommen kann.

• Platz 3: Produkte mit einer einzelnen isolierten Substanz

Last but not least: Keinesfalls kann Functional Food ein Ausgleich für Ernährungssünden darstellen, da sind sich die Ernährungswissenschaftler einig.

Pepe Assistant

Herzlich Willkommen bei KiloCoach™!

KiloCoach™ bietet das Wissen und die Werkzeuge für eine erfolgreiche Gewichtsabnahme. Keine Radikaldiäten, kein Jojo-Effekt – von Krankenkassen empfohlen und wissenschaftlich bestätigt.

7 Tage gratis testen

Berechnen Sie Ihren BMI

kg
cm
Mehr herausfinden

Vorteile

  • Gewicht verlieren ohne Hunger
  • Keine Diätvorschriften
  • Ohne Jojo-Effekt
  • Mit Unterstützung von Experten
  • Motivierende Community
Hier registrieren

Wissenschaftliche Studien

Newsletter abonnieren

Besuchen Sie uns auf Facebook