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Functional Food – Essen mit “Mehrwert”

Functional Food liegt im Trend. Abgesehen vom reinen “Nährwert” haben diese Lebensmittel noch weitere positive Effekte auf unsere Gesundheit – sie verringern beispielsweise das Krebs- oder Herzinfarktrisiko.

Autor: Mag. Sylvia Neubauer

Veröffentlicht: 18.08.2014 | 00:00

(© Jeanette Dietl - Fotolia.com)
(© Jeanette Dietl - Fotolia.com)

 

Bei Functional Food kann es sich um ein natürliches, also gänzlich unverändertes Lebensmittel, oder um ein bearbeitetes Lebensmittel handeln, dem bestimmte Substanzen hinzugefügt oder auch entnommen wurden, um die gesundheitsbezogenen Effekte zu erreichen.

 

Alte Weisheiten neu entdeckt

„Funktionell gesundheitsfördernde Lebensmittel“ sind praktisch uralt. So haben Joghurts und fermentierte Lebensmittel wie Sauerkraut positiv regulierenden Einfluss auf die Darmflora. Es wurde nur nicht unter diesem „funktionellen“ Aspekt gesehen. Viel eher diente es der Haltbarmachung oder wurde zu anderen Zwecken entwickelt. Und da es offenbar „gut tat“ wurde es über Generationen weiter gegeben.

Über die vielen positiven Effekte einzelner Substanzen wusste man aber noch wenig. Eines der ersten bewusst zu Gesundheitszwecken veränderten Functional Foods dürfte jodiertes Kochsalz gewesen sein. Um Jodmängel auszugleichen bzw. vorzubeugen, wurde dem Speisesalz Jod zugeführt. Der Kropf und der „Kretinismus“ sind seither, zumindest in unseren Regionen, Geschichte.

Viele Wünsche – ein Trend

Nun haben sich Konsumenten, Ernährungswissenschaften und Lebensmittelindustrie weiter entwickelt. Der Konsument ist kritischer geworden und an Gesundheitsthemen so interessiert wie nie zuvor. Man erkennt jetzt zunehmend mehr, dass Substanzen, welche man über Jahre versucht hat, zu kultivieren wichtige Funktionen im Körper haben.

Die Ernährungswissenschaft, welche sich primär für die möglichst optimale Deckung des Nährstoffbedarfs zuständig sah, hatte sich zunehmend mehr mit Gesundheitsfragen zu befassen. Sie wurde, um es spitz zu formulieren, zu einer prämedizinischen Wissenschaft. Das Gesundheitssystem stöhnt unter der Herausforderung zunehmender Kosten durch mehr Stoffwechsel-, Herz-und Kreislauferkrankungen, häufigere Krebserkrankungen und zudem einer längeren durchschnittlichen Lebenserwartung.

Die Lebensmittelindustrie benötigte, nachdem wir – gelinde gesagte - eine „ausreichende“ Lebensmittelversorgung gesichert haben und schwerlich noch mehr essen können, neue Märkte. De facto werden heute Lebensmittel vorwiegend mittels Gesundheitsargumenten beworben - von der Kindermilchschnitte bis zum Vitamin-Bonbon. So liegt Functional Food gleich mehrfach im Brennpunkt und damit als Lösung für viele Branchen auf der Hand. Marktforscher erwarten eine Versechsfachung des globalen Functional Food-Marktes von 22 auf 130 Mrd. Dollar allein innerhalb der Jahre 2013-2015.

Vielfalt der Produkte und Substanzen

Das Gros der Functional Foods nehmen die darmfreundlichen und darmbeschwingenden Milchprodukte ein. Hier unterscheidet man die Probiotika von den Präbiotika. Erstere enthalten lebende Keime, etwa Lactobazillen oder Bifidusbakterien, die letzteren enthalten Substanzen welche das Bakterienwachstum in der erwünschten Weise fördern sollen.

Es gibt ACE-Fruchtsäfte, Calcium oder Vitamin D angereicherte Milchprodukte, mit Phytosterinen und Vitamin D angereicherte Margarinen, Zusatz von Omega-3-Fettsäuren, Antioxidantien, Selen, Eisenanreicherung und vieles mehr. Andererseits gibt es sogar Milchprodukte und Eier, denen das Cholesterin entzogen wurde. Auch Fischöl, microverkapselt im Fruchtsaft, all das ist technisch bereits möglich!

Beispiele für verwendete Substanzen und deren erwartete Wirkung

Vitamin A, C und E
Wirkung: Antioxidativ
Enthalten in: Fruchtsäften

Selen, Karotinoide
Wirkung: Antioxidativ
Enthalten in: Fruchtsäften

Polyphenole
Wirkung: Verringerung des Krebsrisikos und des Herz-Kreislaufrisikos
Enthalten in: Olivenöle

Phytoöstrogen
Wirkung:
Verringerte Wechselbeschwerden, Osteoporoseprävention
Enthalten in: Sojaprodukten

Ballaststoffe (z.B. Inulin)
Wirkung: Senkung der Blutfette und des Herz-Kreislauf-Risikos
Enthalten in: Müslis, Joghurt, Säften

Omega-3-Fettsäuren
Wirkung: Senkung des Blutdrucks und der Triglyceride
Enthalten in: Margarinen, Omega 3-Fettsäuren angereicherten Eiern Calcium

Calcium
Wirkung: Osteoporoseprävention
Enthalten in: Milchprodukten, Fruchtsäften

Probiotika und Prebiotika
Wirkung: Verdauungsregulierend
Enthalten in: Milchprodukten

Pflanzensterine und Sterole
Wirkung:
Senkung des LDL-Cholesterins und des Herz-Kreislauf-Risikos
Enthalten in: Margarinen

Bewertung von Functional Food

Functional Food kann die Versorgungslage der Bevölkerung mit bestimmten Substanzen verbessern, darin sind sich Ernährungsexperten einig. Dem entsprechend ist aber eine Anreicherung oder ein Zusatz von Substanzen nur dann sinnvoll, wenn dadurch Mangelerscheinungen oder Gesundheitsrisiken vermieden oder verringert werden können. Da die Versorgung mit Vitamin C beispielsweise in der Bevölkerung gedeckt ist, hat eine Anreicherung mit Vitamin C wenig Effekt und wird von den Ernährungsexperten als nicht notwendig bewertet.

Ein Functional Food hat umso größere Bedeutung,

  • je mehr die Versorgung vom tatsächlichen Bedarf abweicht
  • je größer der Gesundheitseffekt ist bzw. 
  • je schwerwiegender die Erkrankungen sind, die damit vermieden werden und 
  • je sicherer die Versorgung mit essentiellen Nährstoffen damit gewährleistet werden kann (Jod im Speisesalz ist ein exzellentes Beispiel, da Salz praktisch jedermann isst. Ein Joghurt ist aber schon nicht mehr jedermanns Sache.)

Eine große Unbekannte bei der Bewertung bestimmter Substanzen ist die Frage, ob sie die Wirkung auch isoliert zeigen?Und wie sieht dies aus, wenn die Substanz mit den Ingredienzien eines ganz anderen Produktes sozusagen neu gemixt wird? Werden für die positiven Wirkungen einige der tausend anderen Substanzen benötigt, die in der herkömmlichen Frucht oder dem Ursprungsgemüse vorhanden sind?

Was Functional Food nicht ist

Functional Food ist dadurch gekennzeichnet, dass es wie ein Lebensmittel im Rahmen der ganz gewöhnlichen Ernährung verzehrt wird und nicht in Form von Tropfen, Kapseln, Tabletten o.ä. dargeboten wird. Functional Food unterliegt damit nicht dem Arzneimittelgesetz sondern dem Lebensmittelgesetz. Das bedeutet, dass nur die Unbedenklichkeit nachgewiesen werden muss.

In einen Konflikt kommen Lebensmittelhersteller aber durch die Tatsache, dass Lebensmittel vermehrt unter gesundheitsbezogenen Argumenten vermarktet werden sollen, gesundheitsbezogene Aussagen für Lebensmittel aber nur dann genehmigt sind, wenn diese definitiv nachgewiesen werden können. So erklärt sich, das auf der Fruchtsaftflasche lediglich steht: „Mit Calcium angereichert!“ oder eine bekannte Joghurtmarke „nur“ die „Darm-Shakira“ zum Tanzen bringt und den eigenen Rhythmus fühlen lässt! Die Botschaft ist aber dennoch klar.

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