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Fasten - was passiert dabei im Körper?

Fasten hat eine lange Tradition. Doch was geschieht eigentlich während des Fastens im Organismus?

Autor: Sylvia Neubauer

Veröffentlicht: 10.03.2014 | 00:00

(© roostler - Fotolia.com)
(© roostler - Fotolia.com)

Beim totalen Fasten - auch Nulldiät genannt - wird auf eine Nahrungszufuhr zur Gänze verzichtet. Es werden ausschließlich energiefreie Getränke, wie Wasser, Kaffee oder Tee konsumiert. Bei längerem Fasten wird die notwendige Energie, die der Körper für Funktionen und Aktivitäten benötigt, aus den Körperreserven gewonnen.

 

Ein Großteil der verlorenen Kilos basiert auf einem Wasserverlust

Zu Beginn des Fastens greift der Körper auf den Glykogen- und Proteinspeicher zu. In dieser Phase erfolgt eine besonders schnelle Gewichtreduktion. Ab der zweiten Woche wird die Energie vermehrt aus dem Körperfett gewonnen, um lebenswichtige Proteine vor dem Abbau zu schützen. Eine Anmerkung am Rande: Grundsätzlich wird Fett permanent zur Energiegewinnung herangezogen. Es verschiebt sich lediglich der prozentuelle Anteil.

Ursache für den raschen Gewichtsverlust zu Beginn, ist der unterschiedliche Brennwert zwischen Glykogen bzw. Protein und Fett. Jeweils 1 Gramm Glykogen und Protein liefern 4 kcal, während 1 Gramm Fett 9 kcal liefert. Zudem bindet Protein und Glykogen die dreifache Menge ihres Eigengewichtes an Wasser, während Fett nur das 0,3-fache bindet. Dadurch scheidet der Körper vermehrt Wasser aus, das folglich zu einer Gewichtsabnahme führt.

Durch den Abbau von Glykogen und Protein aus der Muskelmasse nimmt die stoffwechselaktive Körpermasse ab. Die Folge ist ein Absinken des Grundumsatzes und eine daraus resultierende verlangsamte Gewichtsabnahme.

Beim Fasten greift der Körper auf seine Reserven zurück

Durch das Fasten wird der Körper nicht ausreichend mit essentiellen Nährstoffen versorgt. Glucose ist die Hauptenergiequelle des Gehirns, der Erythrozyten (rote Blutkörperchen) und des Nierenmarks. Um den Bedarf zu decken, wird Glucose aus dem Glykogenspeicher, der nach kurzer Zeit ausgelastet ist, bereitgestellt. Danach müssen Amino- und Fettsäuren zu Glucose umgebaut werden, um die glucoseabhängigen Körperbestandteile mit ausreichend Energie zu versorgen.

Glucogene Aminosäuren werden zu Glucose umgewandelt, reichen aber nicht aus um den Bedarf zu decken. Deshalb werden Fettsäuren in der Leber zu den sogenannten Ketonkörpern umgebaut, um nach einigen Tagen alleinige Energiequelle des Gehirns zu sein. Es dauert mehrere Tage bis sich das Gehirn an die Ketonkörper als Energielieferant gewöhnt hat, um diese entsprechend zu verwerten.

Wer sollte nicht fasten?

Durch die vermehrte Produktion und Ausscheidung der Ketonkörper wird die Harnsäureausscheidung der Niere gehemmt. Demzufolge steigt die Harnsäurekonzentration im Blut an und erhöht, vor allem bei Hyperurikämie-Patienten, das Risiko eines Gichtanfalles. Eine Flüssigkeitszufuhr von mindestens 3 Liter pro Tag muss erfolgen, um eine Azidose, also eine Absinken des pH-Wertes im Blut, zu verhindern. Auch Personen mit Herzproblemen oder mit erhöhtem Blutdruck sollten auf das Fasten verzichten, respektive nur unter ärztlicher Aufsicht fasten.

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