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Experiment mit Gluten

Sehr vielen glauben, eine Glutenunverträglichkeit zu haben. Da die echte Glutenallergie aber sehr selten ist, nahmen Forscher an, dass etwas anderes hinter den Beschwerden stehen müsse und machten ein interessantes Experiment.

Autor: Dr. Rosa Aspalter

Veröffentlicht: 12.10.2015 | 08:42

(© photocrew - Fotolia.com)
(© photocrew - Fotolia.com)

Die „echte“ Glutenunverträglichkeit ist sehr selten, also etwa 0,5% der Bevölkerung ist davon betroffen. Sie zeigt sich auch bereits im frühen Säuglingsalter mit schweren Gedeihstörungen auf Grund von Mangelerscheinungen und schweren Durchfällen. Dennoch geben viele Erwachsene an, auf Weizenmehl empfindlich zu reagieren und die Beschwerden besserten sich, wenn Weizenmehl gemieden wurde. Um dies von der echten Unverträglichkeit abzugrenzen, wurden diese Symptome „Glutensensitivität“ oder auch „Glutenintoleranz“ genannt.

Wie weit bereits der Trend um sich gegriffen hat, zeigen folgende Zahlen: So geben etwa 30% der Amerikaner an, weniger glutenhältige Nahrungsmittel essen zu wollen. Der Umsatz aus glutenfreien Produkten in den USA dürfte 2016 astronomische 16 Mrd. Dollar erreichen. Das würde einer Steigerung von 50% innerhalb von nur 3 Jahren bedeuten!

Nun machte ein Forschungsteam aus Melbourne, Australien, ein sehr interessantes Experiment. Sie suchten sich Probanden mit genau der oben beschriebenen Situation: Eine echte Glutenunverträglichkeit war ausgeschlossen, trotzdem bestanden Beschwerden auf Gluten. Die Probanden erhielten zunächst eine Diät welche sehr wenige FODMAPs enthielt. FODMAPs steht für „fermentable oligo-, di- and monosaccharides and polyols“. Es sind kurzkettige und fermentierbare Kohlenhydrate. Dazu zählen u.a. auch Fructose, Lactose, Xylit und Sorbit. Nach zwei Wochen erhielten die Probanden entweder 16 g Gluten, 2 g Gluten mit 14 g Molkeprotein, 16 g Molkeprotein oder nur ein Placebo zu ihrer Diät. Dabei erhielt jeder Proband alle diese Proteine und auch das Placebo für jeweils drei Tage. Jeder Proband war also in dieser Studie auch seine eigene Kontrolle. Damit wurde zufällige Ergebnisse ausgeschlossen, die durch unbekannte Unterschiede zwischen den Gruppen entstehen hätten können.

Was war nun das Ergebnis?

Alle Probanden berichteten unter allen Proteinzusätzen über Beschwerden! Sogar unter Placebo! Die Beschwerden, über welche berichtet wurde, waren: Blähungen, Schmerzen, Übelkeit, Winde. In der Forschung nennt man diesen Effekt im Gegensatz zum „Placeboeffekt“ den „Nocebo-Effekt“. Eine völlig neutrale Substanz verursacht dabei eine angebliche Verschlechterung.

Allerings besserten sich die Symptome durchwegs in den zwei vorangehenden Wochen mit sehr geringen FODMAPs. Die Forscher nahmen daher an, dass neben einem starken psychologischen „Noceboeffekt“ auch FODMAPs bei unspezifischen Darmbeschwerden eine bedeutende Rolle spielen können.

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