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Essverhalten von Kindern und Jugendlichen

Jedes vierte Kind bzw. Jugendlicher in Österreich ist übergewichtig oder adipös und die Tendenz steigend. In ganz Europa sind 14 Millionen Kinder betroffen und momentan entsprechen die Zahlen etwa denen der USA vor 10 Jahren. Um diesem Negativ-Trend entgegenzuwirken, sollte die richtige Ernährungserziehung schon im Kindesalter beginnen.

Autor: Therese Schwalenberg

Veröffentlicht: 14.04.2016 | 10:43

© shutterstock
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Eine gesunde und ausgewogene Ernährung während des Kind- und Jugendalters ist nicht nur wichtig für eine ausreichende Nährstoffzufuhr und trägt entscheidend zum Wachstum bei, sondern legt auch den Grundstein für das Ernährungsverhalten im Erwachsenenalter. Dieses Verhalten beeinflusst wiederum die Entstehung von ernährungsbedingten Krankheiten, wie Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, aber auch Erkrankungen des Bewegungsapparates. Übergewicht in jungen Jahren kann also zu langfristigen Folgen führen. Aber auch kurzfristig können Kinder und Jugendliche schwere Probleme davontragen. Neben der mangelnden Beweglichkeit sind vor allem psychische Folgen, wie die Ausgrenzung von Gleichaltrigen, der Beginn eines Teufelskreises aus dem man später nur noch schwer entrinnen kann.

Wie entwickeln die Kinder nun ihr Ernährungsverhalten und wie kann man dem entgegenwirken?! Die Ernährungserziehung und somit der Aufbau des späteren Ernährungsverhalten beginnt schon beim Kleinkind. Für viele Eltern kann die „richtige“ Nahrungszufuhr in der Entwicklungsphase des Kindes sehr schnell zur Überforderung führen, wodurch sie unbewusst Fehler machen, welche sich wieder auf das Essverhalten des Kindes auswirken können. Neben Geschmackspräferenzen gibt es verschiedene äußere Einflussfaktoren, die Auswirkungen auf das Essverhalten des Kindes und der Jugendlichen haben. Zu diesen Einflüssen zählen:

  • Einfluss der Esskultur: Während es z.B. andere Volker Insekten zu essen, gehört dies bei uns nicht zum „normalen“ Essverhalten. Es ist jedoch wichtig, Kinder und Jugendliche darüber zu informieren und ihnen Raum und Zeit zu lassen Dinge auszuprobieren und ihre eigene individuelle Esskultur zu entwickeln.
  • Einfluss der Familie: Während sich Jugendliche oft nichts mehr von den Eltern sagen lassen, ist dieser Einfluss besonders bei Kindern von entscheidender Wichtigkeit. Dazu zählen: das häusliche Nahrungsangebot, die Geschmackspräferenzen der Eltern, die familiäre Wertschätzung des Essens, die Alltagsorganisation der Mahlzeiten, die familiäre Interpretation von Tischregeln, die Vorbildwirkung der Eltern durch eigenes Verhalten und Einstellungen zum Essen und die bewusste und unbewusste Esserziehung bei Tisch und Alltag. Viele Kinder übernehmen unbewusst viele dieser Eigenschaften während des Erwachsenenalters.
  • Einfluss im Freundeskreis: Dieser Einfluss wird besonders im Jugendalter sehr wichtig uns sollte nicht unterschätzt werden. Appetit und die Einstellung zum Essen werden dabei oft von Freunden beeinflusst und können von Tag zu Tag wechseln.
  • Einfluss von Medien: Nicht nur die Werbung hat einen starken Einfluss auf Einkaufspräferenzen. Fernsehen und Computerspiele während des Essens lenken ab, vermindern dadurch die Selbstbeobachtung und können zu die Wahrnehmung des Sättigungsgefühls verzögern.
  • Ernährungsbildung/ Ernährungswissen: Die Ernährungserziehung beginnt schon im Kindesalter. Wer also schon früh anfängt, kann seinen Kindern eine gute Ernährungsbildung mitgeben, was wiederum zu weniger Übergewicht führt. Wenn man seinen Kindern in diesem Punkt vertraut, ändert sich das Essverhalten in der pubertären Zeit des Jugendalters meist auch nur wenig.
  • Stressbedingtes Essverhalten: Dieser Einfluss ist auch oftmals bei Erwachsenen ein großes Problem. Wichtig also, dass man es seinen Kindern erst gar nicht (oftmals unbewusst) anerzieht.
  • Portionsgrößen: Dieser Einfluss wird in unserer heutigen Zeit ein immer größeres Problem, da die Portionsgrößen immer größer werden. Es wird also immer wichtiger, aufzuhören zu essen wenn man satt ist und nicht weiterzuessen, weil noch etwas auf dem Teller ist.

Aber nicht nur falsche Ernährungsgewohnheiten, sondern auch die tägliche Bewegung spielen eine Rolle bei der Entstehung von Übergewicht. Fernseh- und PC-Konsum spielen dabei einen wesentlichen Faktor. Daher ist es wichtig Sport in den Alltag einzubauen und zwar Alltagsbewegungen von mindestens 60 Minuten pro Tag und regelmäßige Sporteinheiten pro Woche. Dabei ist es völlig in Ordnung erstmal langsam anzufangen und an Anfang mehrere Sportarten gleichzeitig auszuprobieren, um zu schauen welche zu einem passt. Außerdem kommt dann keine Langeweile auf, so dass man wirklich jede Woche seine geplanten Sporteinheiten einhält. Wenn man sich dann noch mit seinen Freunden zum Sport machen verabredet, ist Sport nicht mehr Mord, sondern ein guter Treffpunkt mit Freunden, bei dem man zusätzlich noch fit bleibt.

Vor und nach dem Sport sollte man sich jedoch nicht mit Eiweißshakes vollpumpen, da bei so jungen Körpern eine ausgewogene Ernährung komplett ausreicht. Eine Ernährung ist gesund, wenn sie aus einer Kombination verschiedener Lebensmittel besteht. Daher ist es eher negativ, wenn Eltern ihren Kindern oder Jugendlichen manche Lebensmittel komplett verbieten. Erstens ist der Reiz dann viel größer und zweitens verzehren viele Erwachsenen auch gerne mal Süßwaren oder Knabbereien. Daher sollten sie besser einen besonderer Genuss darstellen und in Maßen verzehrt werden. Laut dem österreichischen Ernährungsbericht nehmen die meisten Kinder und Jugendlichen mindestens 1 Mal pro Tag Schokolade zu sich. Dies ist zwar zu hoch, aber erfreulich ist, dass die meisten Kinder und Jugendlichen angeben, nur höchstens 1 Mal die Woche Fast Food zu verzehren. Dann am liebsten Pizza. Daher findet ihr hier unser Rezept für eine gesunde Pizza, die man ganz einfach zuhause nachkochen kann:

Rezeptvorschlag:

Pizza, selbstgemacht

Durch den hohen Vollkornanteil, macht die Pizza lange satt und ist ein guter Lieferant für Ballaststoffe. Solche gesunden Mahlzeiten, können auch gut als Snacks in Form von Jausen mit in die Schule genommen werden. Diese sind lecker und beugen außerdem einem Leistungstief während des Vormittags vor. Wichtig dabei, ist außerdem schon vor Schulanfang ausreichend gefrühstückt zu haben, damit man garnicht erst ein Hungergefühl bekommt, was zu einer Heißhungerattacke führen kann. Sollte es doch zum Hunger in der Schule oder während der Hausaufgaben am Nachmittag kommen, sollten eher gesunde Snacks, wie Nüsse, Obst oder Gemüsesticks verzehrt werden. Diese machen nicht nur satt, sondern steigern auch noch die Leistungsfähigkeit. Zu Anregung findet ihr hier unser Rezept für das Vollkorn-Kraftweckerl, die perfekte Jause an einem anstrengenden Schultag:

Rezeptvorschlag:

Vollkorn-Kraftweckerl

Generell gibt es per se keine gute oder schlechte Ernährung. Alle Lebensmittel sind in Maßen gesund und können daher auch ohne schlechtes Gewissen verzehrt werden. Wichtig ist, seinem Kind ein gutes Verhältnis zum Essen und ausreichend Wissen über eine ausgewogene Ernährungsweise zu vermitteln. Dafür haben wir zum Abschluss noch ein paar Tipps, einmal für Schulkinder und einmal für die Ernährung in der Pubertät zusammengefasst.

 

Ernährung bei Schulkindern (6 bis 12 Jahre):

  • Beim Essen Zeit lassen und das Essen genießen
  • Am Tisch ohne Ablenkung (von Fernseher, PC, Handy, etc.) essen, außerdem genießt es sich in Gesellschaft besser
  • Kleine Bissen nehmen, damit man rechtzeitig merkt wenn die Sättigung einsetzt
  • Während des Essen auch trinken, damit der Hunger nicht mit Durst verwechselt wird
  • Kind am Einkaufsplan teilhaben lassen und auch mitbestimmen lassen was eingekauft werden soll
  • Gemeinsam kochen und gemeinsam die Zutatenliste begutachten, damit das Kind eine Vorstellung entwickelt was in einem Lebensmittel steckt

 

Ernährung in der Pubertät (13 bis 18 Jahre):

  • Die Entwicklung der Beziehung und Wahrnehmung zum eigenen Körper beachten und in eine gesunde Richtung lenken
  • Jugendliche unterstützen und positiv bestärken, da ein vermindertes Selbstwertgefühl und der Drang nach Schönheit in dieser Altersgruppe besonders hoch ist und zu Essstörungen führen kann
  • Nicht das Essen zum Hauptthema der Familie erklären, da dadurch oftmals noch mehr Probleme entstehen, als gelöst werden
  • Essen nicht als Druckmittel verwenden: die Eltern bestimmen was auf den Tisch kommt und nicht die Jugendlichen
  • Jugendlichen aber dazu motivieren selbst zu kochen und neue Rezepte auszuprobieren
  • Klare Abmachungen treffen: wann gegessen wird, was gegessen wird, wer kocht, wer einkauft und was eingekauft wird
  • Mit positiven Argumenten, die auch die Jugendlichen interessieren an die Themen Ernährung und Sport herangehen
Pepe Assistant

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