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Essen und Stimmung – ein untrennbares Duo!

Nudeln machen Frauen glücklich? Und Steaks die Männer? Kann unser Essen die Stimmung beeinflussen? Und wenn ja, wie funktioniert das?

Autor: Dr. Rosa Aspalter

Veröffentlicht: 24.03.2015 | 10:10

(© Tijana - Fotolia.com)
(© Tijana - Fotolia.com)

Können Speisen mit Emotionen in Verbindung gebracht werden?

Sicher kennen Sie Redewendungen wie: „Das liegt mir im Magen!“ oder „Das muss ich aber jetzt erst einmal verdauen!“. Wir wissen schon lange um ein Zusammenspiel von Magen, Darm und seelischen Zuständen. Und schon der Vater der Medizin, Hippokrates beschrieb diesen Zusammenhang zwischen unserer Ernährung und dem seelischem Befinden erstaunlich genau. Er bezeichnete das, was heute als Depression gilt, als Melancholie und empfahl Eselsmilch zu trinken! Mittlerweile ist es unumstritten, dass unsere Lebensmittelauswahl unsere Stimmung beeinflussen kann. Nur ist der Zusammenhang doch etwas komplizierter, als wir oft annehmen.

Zum einen beeinflussen Nährstoffe selbst unseren Gehirnstoffwechsel und damit auch unsere Stimmung. Zum anderen ist der Darm mit seinen vielen Nervenendigungen und Hormonen ohne Übertreibung ein zweites Gehirn. Zwischen den Nervenzellen des Darmes und denen des Gehirns gibt es wie in einem Computernetzwerk einen ständigen Abgleich. Und nicht zufällig landet ein Großteil der Botschaften aus dem Darm in Regionen des Gehirns, die nicht nur für vegetative Zustände verantwortlich sind, sondern auch für Gefühle und Stimmungen. So erklärt es sich, dass die Empfindungen „satt“ und „zufrieden“ einander so ähnlich sind. „Neurogastroenterologie“ heißt übrigens dieses spannende neue Forschungsgebiet.

Und nicht zuletzt sind auch die Darmbakterien an unserem Wohlbefinden im Bauch und in der Seele beteiligt! Sie kommunizieren untereinander mit Hilfe einer Reihe von Substanzen. Geht es ihnen gut, melden Sie dies an die Zellen und Nerven des Darmsystems weiter. Sind sie gequält, quälen sie auch uns.

Kohlenhydrate machen glücklich?

Da sind einmal die Kohlenhydrate, insbesondere Zucker und Schokolade, die angeblich glücklich machen. Das stimmt teilweise auch! Und erklären lässt sich das so: Bei einer kohlenhydratreichen Mahlzeit wird vermehrt Glucose aus dem Darm aufgenommen und wenig Aminosäuren. Der Blutzuckeranstieg löst einen Insulinanstieg aus, der zwar wieder zum Zuckerabfall führt, aber auch die im Serum schwimmenden Aminosäuren abtransportiert. Das heißt, dass nicht nur keine Aminosäuren ins Blut gelangen, sondern diese auch noch weniger werden. Die Aminosäuren konkurrieren aber um die „Fahrplätze“ durch die Blut-Hirn-Schranke. Sind wenige Aminosäuren vorhanden, hat es das L-Tryptophan sehr leicht, durch die Blut-Hirn-Schranke zu gelangen. Bei hohen Aminosäurekonzentrationen hat sie es dann natürlich schwerer. Eine zuckerreiche Mahlzeit führt also zu einem Aminosäureabfall und begünstigt die Aufnahme von L-Tryptophan im Gehirn. Und daraus wird dann das Stimmungshormon Serotonin gemacht.

Die Blut-Hirnschranke ist übrigens ein ganz strenger Filtermechanismus, mit dem verhindert wird, dass Substanzen aus dem Blut einfach ungehindert in das Gehirn übertreten. Dies wird mittels besonders dichter Kapillaren sichergestellt, die anderes als in anderen Geweben, nur gewünschte und benötigte Substanzen in das Gehirn übertreten lassen. Das erschwert zwar die Aufnahme bestimmter Substanzen, das Gehirn schützt sich damit aber auch sehr erfolgreich gegen Keime, Gifte und andere Krankmacher.  

Wie Kohlenhydrate auch unglücklich machen!

Das Kohlenhydrate uns glücklich machen, ist aber nur die halbe Wahrheit. Kohlenhydrate - insbesondere die einfachen, rasch resorbierbaren - können die Stoffwechsellage auch so verändern, dass es tatsächlich auf die „Stimmung schlägt“. So verändern beispielsweise einfache Zucker die Darmflora sehr schnell zu Ungunsten der freundlichen Darmbewohner. Die unzufriedenen Untermieter teilen nun dem Vermieter mittels verschiedener Botenstoffe ihren Unmut mit. Und diese Botschaften werden vom Darm auch ins Gehirn geleitet – zum Großteil in Areale, welche unsere Stimmung regulieren! Und diese kippt nun in Richtung „sauer“. Dagegen werden mit einer sehr vollwertigen Kost die fröhlichen Darmbakterien gefördert.

Übergewichtige und insbesondere adipöse Menschen leiden häufiger an Depressionen als Normalgewichtige. Dahinter steckt aber offensichtlich nicht nur das Unglücklich-sein mit der eigenen Figur. Das Essen, welches dick macht, dürfte sich auch schwer auf die Stimmung schlagen.

Eiweiß – in Maßen!

Aus dem Tryptophan-Prinzip ist ersichtlich, dass eine eiweißreiche Ernährung für die Tryptophan-Aufnahme im Hirn, und damit für ausreichend Serotonin sehr hinderlich ist. Dies mag der Grund sein, warum Fleischesser oft als aggressiver beschrieben werden als Pflanzenesser. Ein großes Steak mag zwar kurzfristig tatsächlich das Herz höher schlagen lassen, die Energie und die Stimmung senkt es aber.

Fette in Stimmung!

Mittlerweile ist bekannt, dass auch die Zusammensetzung der Nahrungsfette unsere Stimmung beeinflusst! Ein hoher Anteil an gesättigten Fettsäuren scheint sich nicht nur sehr ungünstig auf die Gefäße, sondern auch auf unser Nervenkostüm auszuwirken. Wie empfindlich gerade Nervenzellen auf eine ungünstige Fettzusammensetzung reagieren, zeigen schwere neurologische Krankheitsbilder, die bei schweren Fettstoffwechselstörungen entstehen. So führen einige Forscher auch die Zunahme der Depressionen auf die viel größeren Mengen von gesättigten Fettsäuren und Cholesterin in unserer Nahrung zurück.

Umgekehrt haben Lebensmittel mit hohem Gehalt an Omega-3-Fettsäuren (reichlich enthalten in Seefischen wie Lachs, Makrele oder Hering, Walnussöl oder Leinsamenöl) bei einigen psychologisch-neurologischen Krankheitsbildern wie ADHS, Depression, Borderlinestörung und Angstzuständen positive Wirkung gezeigt. Und in Ländern mit hohem Fischkonsum beobachtet auch wesentlich seltener Depressionen.

Gesunde Ernährung tut auch Ihrer Stimmung gut!

Ist das nicht schön? Eine Ernährung, die abwechslungsreich ist, viele Faserstoffe und Antioxidantien sowie andere sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe enthält, wenig gesättigte Fette und eher wenig Eiweiß, das ist nicht nur die Ernährung, die für Stoffwechsel und Gewicht optimal ist, es ist gleichzeitig auch jene Ernährung, die ihrer Stimmung am besten tut!

Und auch die Regel, immer etwas weniger als bis zum völligen Satt-Sein zu essen, scheint nicht nur eine Quelle der Jugendlichkeit und Langlebigkeit zu sein, sondern auch eine für gute Stimmung. Nahrung muss und sollte sich nicht - wie eine schlechte Nachricht - auf „den Magen schlagen“, im Idealfall sorgt sie für „Schmetterlinge im Bauch“!

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