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Ernährungstrends unter der Lupe

Kokosöl ist ein Superfood? Honig, Kokosblütenzucker und Agavendicksaft sind um einiges gesünder als Zucker? Smoothies sind die Vitaminbombe schlechthin? Was stimmt denn nun von all den Ernährungstipps, die im Umlauf sind? In diesem Artikel sollen aktuelle Ernährungstrends näher beleuchtet werden.

Autor: Lisa Baumgartner, BBSc

Veröffentlicht: 10.06.2019 | 21:07

1. Kokosöl ist das gesündeste unter den Ölen 

Kokosöl wird seit kurzem als Wundermittel unter den Ölen gefeiert. Das Öl verspricht weiche Haare, gesunde Haut und soll beim Gebrauch in der Küche sogar beim Abnehmen helfen. Kokosöl enthält reichlich gesättigte Fettsäuren, ähnlich wie Butter. Gesättigte Fette sind für unseren Körper nicht essentiell, das heißt, er muss sie nicht über die Ernährung zugeführt bekommen. Außerdem besitzen gesättigte Fettsäuren die Eigenschaft (viel mehr als Cholesterin in tierischen Lebensmittel) das Cholesterin im Blut zu erhöhen. Jedoch ist Kokosöl leicht verträglich und äußerst hitzebeständig. Außerdem schmeckt es gut, vor allem in asiatischen Gerichten kommt die Kokosnote sehr gut zur Geltung. Für den alltäglichen Gebrauch ist Kokosöl nicht empfehlenswert. Verwenden Sie beim Kochen lieber Öle, die reich an einfach und mehrfach ungesättigten Fettsäuren sind, wie z.B. Rapsöl oder Olivenöl. Dass Kokosöl das gesündeste Öl ist, stimmt also definitiv nicht. Ganz abraten muss man davon jedoch nicht, da, nämlich wie bei allem, die Dosis das Gift macht.

 

 2. Honig, Kokosblütenzucker und Agavendicksaft sind besser als Zucker

 Weißer Haushaltszucker hat einen schlechten Ruf. Stattdessen greifen viele beim Süßen zu Dicksäften, Sirup oder Honig. Sie gelten als gesünder als weißer Zucker. Stimmt das? Kann man so nicht behaupten. Denn auch andere Mittel, die zum Süßen verwendet werden, liefern eine ähnliche Menge an Kalorien wie Haushaltszucker. Diese enthalten vielleicht noch Spuren an Mineralstoffen, aber sind nicht wirklich besser zu werten als der normale weiße Zucker. Agavendicksaft schmeckt im Vergleich zu Zucker deutlich süßer - dadurch soll man weniger davon benötigen. Er enthält aber hauptsächlich Fruktose, also Fruchtzucker, was in größeren Mengen die Triglyceride im Blut erhöhen und zu einer Fettleber beitragen kann. Kokosblütenzucker stammt aus dem Saft der Kokosblüte. Er schmeckt etwas weniger süß als Zucker und hat eine dezente Karamellnote. Im Wesentlichen besteht er aus Saccharose, also Haushaltszucker. Im Honig stecken vor allem Fruktose und Glukose, also Frucht- und Traubenzucker. Aufgrund des Wassergehaltes liefert Honig etwas weniger Kalorien als Zucker.

Honig, Kokosblütenzucker, Agavendicksaft und andere Dicksäfte sind also nicht besser zu beurteilen als Haushaltszucker. Sie sollten alle nur in geringen Mengen konsumiert werden, genauso wie "normaler" Zucker.

 

3. Smoothies sind gesund

 Sie sind frisch und fruchtig süß. Und gesund sollen sie auch noch sein: Smoothies. Hält der Mix aus Früchten aber wirklich, was die Werbung uns verspricht? Und sind sie wirklich ein gleichwertiger Ersatz für frisches Obst?

Jein. Smoothies sind eine sinnvolle Alternative, wenn gerade kein frisches Obst zur Verfügung steht. Sie sind aber keinesfalls als dauerhafter Ersatz geeignet. Man muss bedenken, dass eine handelsüblichen Flasche Smoothie (ca. 330ml) eine große Menge an gepresstem Obst beinhaltet und meist ein Großteil des Getränks aus Apfel- oder Orangensaft besteht. Dadurch kommen einige Kalorien in einem Smoothiegetränk zusammen, was oft nicht bedacht wird, außerdem wird dieses meist nebenbei getrunken.

Man findet durchschnittlich 13 Gramm Zucker auf je 100 Milliliter des fruchtigen Getränks. Die vorproduzierten Smoothies sind wahre Zuckerbomben. Zum Vergleich: 100 Milliliter Coca Cola liefern 10,6 Gramm Zucker. Bei Smoothies handelt es sich jedoch hierbei um Fruchtzucker im Gegensatz zu Coca Cola, bei diesem Haushaltszucker enthalten ist. Was große Mengen an Fruchtzucker bewirken können, wurde schon bereits erwähnt.

Handelsübliche Smoothies sind also nicht wirklich empfehlenswert. Am besten das süße Getränk selber herstellen aus z.B. einer Banane, Joghurt, (Soja-)Milch oder Magertopfen, Spinat, Wasser und Beeren. Hier spart man nicht nur einige Kalorien, sondern kann dem Getränk noch eine hochwertige Eiweißquelle beifügen, was auch die Sättigung unterstützt.

 

4. Chiasamen, Hanfsamen, und Co. – essentiell für die Gesundheit?

Die Nachfrage nach Chiasamen ist in den vergangen Jahren deutlich angestiegen, denn neben ihrem Nährstoffreichtum bieten die kleinen Samen nämlich auch noch weitere küchentechnische Vorteile, die insbesondere für Veganer praktisch sind. Sie stammen überwiegend aus Südamerika, Australien und Südostasien, wo sie angebaut und Großteils ins Ausland exportiert werden. Sie prahlen mit einem hohen Gehalt an Eisen, Zink, Ballaststoffen sowie Omega-3-Fettsäuren (Alpha-Linolensäure).

Hanfsamen stammen, wie es der Name schon verrät, von der Hanfsamenpflanze ab und weisen ähnliche, für die Gesundheit positive, Nährstoffe wie Chiasamen auf. Hanfsamen enthalten im Gegensatz zu Chiasamen mehr als 25% ihrer Kalorien aus Eiweiß.

Leinsamen, die heimische Alternative zu den Chiasamen, zeichnen sich gleichwertig durch einen sehr hohen Ballaststoffanteil von ca. 22 % aus, die Großteils wasserlöslich und deshalb sehr quellfähig sind. Ihre Verwendung in Müslis zur Anregung der Verdauung ist bereits seit Jahrzehnten in unseren Breiten beliebt.

Fakt ist, Chia-, Hanf- und Leinsamen tragen einen positiven Aspekt zu unserer Verdauung und Gesundheit bei. Hinsichtlich ihrer Nährstoffe unterscheiden sich diese jedoch nur geringfügig. Möchte man also der Umwelt etwas Gutes tun und noch dazu Geld sparen, entscheidet man sich für unsere heimischen Leinsamen. 

Pepe Assistant

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