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Ernährung und Nachhaltigkeit

Etwa jeder neunte Mensch auf der Welt leidet an Hunger, fast der Rest lebt im Überfluss. Hier läuft eindeutig etwas falsch. Jeder von uns kann etwas dazu beitragen, um die Umwelt zu schützen und nachhaltiger zu leben. Schon kleine Veränderungen im Alltag können Großes bewirken.

Autor: Lisa Baumgartner, BBSc

Veröffentlicht: 15.10.2019 | 23:25

Die Ernährung ist zweifelsohne am Ausstoß klimabelastender Treibhausgase beteiligt, die für eine mögliche Erwärmung der Erdatmosphäre verantwortlich gemacht werden. Fast ein Viertel unseres ökologischen Fußabdruckes ist auf unsere Ernährung zurückzuführen. Etwa die Hälfte der Emissionen stammt aus der Landwirtschaft und 80% dieser Emissionen wiederum stehen in Zusammenhang mit der Produktion tierischer Lebensmittel.

  • Fleischkonsum

Bei der Erzeugung von Rindfleisch und Milchprodukten entstehen etwa 60% der Emissionen der gesamten Landwirtschaft. Ein wichtiges Kriterium für ökologische Verträglichkeit stellt die Materiealintensität (kg Materialinput für Erzeugung und Verarbeitung pro kg Lebensmittel) verschiedener Lebensmittel dar. Fleisch und Fleischerzeugnisse weisen wegen der großen Futtermittelmengen mit 17 kg pro kg Endprodukt den größten Materialinput auf. Zusätzlich hat die Fleischproduktion einen hohen Anteil der klimaschädlichen CO2-Emmissionen in der Landwirtschaft. Bei der Produktion von einem Kilogramm Rindfleisch entstehen etwa 13 Kilogramm CO2.  Am günstigsten schneiden Obst und Gemüse sowie Getreide, Kartoffeln und Hülsenfrüchte ab, unter der Voraussetzung, dass sie nicht weit transportiert werden. Zu einem besonderen Problem entwickeln sich die Importe billiger Futtermittel. Die Tierfutterproduktion benötigt riesige Anbauflächen, für die u.a. Regenwald abgeholzt wird. Sie fördern die Massentierhaltung und damit auch den überhöhten Fleischverzehr, in den Ursprungsländern allerdings hat dies gravierende Folgen für Mensch und Umwelt. Weltweit werden 38% der Getreideernte als Tierfutter eingesetzt. Für die Erzeugung von 1 kcal in Form von tierischen Lebensmitteln werden durchschnittlich 17 kcal aus pflanzlichen Futtermitteln benötigt.

Es gilt also: Weniger tierische Produkte, Gemüse in Massen, Fleisch in Maßen – zurück zum (regionalen und Bio-) Sonntagsbraten!

  • Margarine statt Butter

...na super, weniger Fleisch und jetzt auch keine Butter mehr?  

Nicht nur die Fleischproduktion ist problematisch fürs Klima: Butter schneidet hinsichtlich der Entstehung von Emissionen noch schlechter ab. Ein Kilogramm Butter liefert fast 24 Kilogramm CO2. Während ihres Lebens produzieren Kühe zusätzlich eine Menge Methan. Dieses Gas ist 21-mal klimaschädlicher als CO2. Im Vergleich dazu belasten Herstellung und Transport von einem Kilogramm Margarine das Klima nur mit 0,7 Kilogramm Kohlendioxid.

  • Fertigprodukte meiden

Fertigprodukte sind praktisch und sparen einiges an Zeit. Je stärker jedoch die Produkte verarbeitet sind, desto schädlicher sind sie für das Klima aufgrund der energieintensiven Herstellungsverfahren. Außerdem sind diese meist in reichlich Plastik oder auch Styropor verpackt, was unnötigen Abfall erzeugt.

  • Abfall verringern

Durch einen bewussten Konsum und vorausgeplantes Einkaufen lässt sich dies leicht umsetzen. Auf unnötiges Verpackungsmaterial zu verzichten, den Einkaufskorb oder Einkaufstaschen mitzunehmen anstelle Sackerl zu kaufen, Brot und Gebäck in Stoffbeutel zu transportieren sowie Obst und Gemüse lose einzukaufen kann zur Vermeidung von Abfall beitragen. Auch das Planen von Mahlzeiten kann helfen, Lebensmittelabfälle zu reduzieren. Wenn man sich an einem Wochenplan für Mahlzeiten orientiert, werden die eingekauften Lebensmittel auch meist verkocht. Lebensmittel, die nicht mehr verzehrt werden oder auch Reste - falls zu große Mengen gekocht wurden - können tiefgekühlt werden. Übrigens können die meisten Lebensmittel nach Ablauf das Mindesthaltbarkeitsdatum noch problemlos verzehrt werden – hier ist eine Geschmacks- und Geruchsprobe sinnvoll.

  • Regional und Saisonal

Regional erzeugte Lebensmittel sind immer vorteilhafter, da Transporte, die Energie kosten und zu Treibhausgasemissionen führen, vermieden werden. Extrem schädlich ist der Transport per Flugzeug, da der Energieverbrauch hier immens hoch ist. Erwähnenswert ist auch, dass kurze Transportwege auch die Nährstoffverluste minimieren. Für den Anbau im Gewächshaus oder Folientunnel wird ein sehr hoher Energieeinsatz benötigt. So wird im Treibhaus 34-mal mehr Energie verbraucht als im Freiland, auch die CO2-Emissionen liegen entsprechend höher.

  • Denken beim Trinken

Wir sollten immer Leitungswasser, sofern die Trinkwasserqualität gegeben ist, Mineralwasser bevorzugen. Plastikflaschen und Getränkedosen erzeugen Unmengen an Müll und tragen somit zur Umweltverschmutzung bei. Wer auf den prickelnden Geschmack nicht verzichten möchte, kann sich einen Wassersprudler zulegen. Glasflaschen sollten Plastikflaschen bevorzugt werden.

  • Fairtrade

Manche Produkte kann man einfach nicht regional und saisonal kaufen, wie zum Beispiel Schokolade, Bananen, Kaffee etc. Hier hilft es enorm, auf ein Gütesiegel, das fairen Handel garantiert, zu achten. Die Arbeitsbedingungen sind besser und oftmals werden auch Sozialprojekte mit dem Kauf dieser Produkte unterstützt.

Pepe Assistant

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