Kilos verlieren, Lebensqualität gewinnen!

Navigation
Anmelden

Die Schilddrüse und das Gewicht

Schilddrüsenfunktionsstörungen sind besonders unter Frauen sehr häufig. Da diese Hormone praktisch auf alle Zellen des Körpers wirken und den Stoffwechsel der Zelle stark beeinflussen, haben sie eine bedeutende Auswirkung auf unser Körpergewicht.

Autor: Dr. Rosa Aspalter

Veröffentlicht: 09.02.2015 | 14:18

(© Two Brains Studios - Fotolia.com)
(© Two Brains Studios - Fotolia.com)

 

 

 

 

Wann spricht man von einer Schilddrüsenfunktionsstörung und welche Formen lassen sich unterscheiden?

Von Schilddrüsenfunktionsstörungen spricht man, wenn diese entweder zu wenig oder zu viel Schilddrüsenhormon bildet. Dies wird anhand der Serumwerte verschiedener Schilddrüsenparameter festgestellt. Die Begriffe Unter- und Überfunktion beziehen sich also immer auf die Menge des Hormons. Es gibt aber auch Antikörper gegen die Schilddrüse, welche entweder eine Unter- oder auch Überfunktion bewirken können. Weiters gibt es Knotenbildungen in der Schilddrüse, die wegen der Gefahr einer Entartung weiter abgeklärt werden. Je nach Befund sollten sie entweder entfernt oder weiter beobachtet werden.

Welche Symptome lassen auf Schilddrüsenerkrankungen schließen und wann sollten Betroffene zum Arzt gehen?

Die Beschwerden beginnen oft schleichend und sind oft recht unspezifisch, sodass es mitunter einige Zeit benötigt, bis eine Schilddrüsenfunktionsstörung entdeckt wird. Symptome wie anhaltende Müdigkeit, geringe Belastbarkeit, Haarausfall, geringeres sexuelle Verlangen, Kälteempfindlichkeit, Verstopfung, Schwindelanfälle, Muskelschwäche oder eine unerklärliche Gewichtszunahme sollten aber an eine Schilddrüsenunterfunktion denken lassen. Oft sind auch psychische Veränderungen wie Gereiztheit, Teilnahmslosigkeit oder Konzentrationsschwäche zu beobachten. Eine Überfunktion kann sich durch vermehrtes Schwitzen, Herzrasen, Nervosität und ungewollter Gewichtsabnahme zeigen.

Schwere Funktionsstörungen sind selten geworden!

Sehr schwere Unterfunktionen mit dem Vollbild des Kretinismus (Entwicklungsstörungen, Kleinwuchs, Kropf) sind heute nur mehr selten zu sehen, da jodiertes Salz verwendet wird und Säuglinge routinemäßig auf ihre Schilddrüsenfunktion hin überprüft werden. Es kann dabei auch zu Angst- und Panikattacken bis hin zu Wahnvorstellungen und auch Symptomen der Demenz kommen.

Wie wirken sich Schilddrüsenfunktionsstörungen auf Herz- Kreislauf und Hormone aus?

Die einzelnen Hormon- und Stoffwechselgruppen sind nicht isoliert, sondern haben vielfache Wechselwirkungen. So wirken einerseits die Geschlechtshormone auf die Schilddrüsenfunktion ein und auch umgekehrt, haben die Schilddrüsenhormone unterstützende Wirkung bei der Bildung von Geschlechtshormonen. Schilddrüsenhormone regulieren auch die Wirkung der Katecholamine an den Blutgefäßen, Daher kommt es bei einer Überfunktion zu einer höheren Herzfrequenz und zu höherem Blutdruck, was das Herz-Kreislaufsystem vermehrt beansprucht. Aber auch die Blutfette sind bei einer Unterfunktion erhöht, sodass sich sowohl eine Unter- als auch eine Überfunktion negativ auf das Herz-Kreislaufrisiko auswirken. Eine gute Einstellung der Schilddrüsenwerte ist also in jedem Fall wichtig.

Wie kommt es zu einer Funktionsstörung?

Früher war der häufigste Grund eine Jodmangelversorgung. Warum heute so viel mehr Frauen Funktionsstörungen erleiden, ist nicht bekannt. Die Verwendung der Anti-Baby-Pille spielt eine Rolle, auch Ernährungsfaktoren dürften wesentlich sein, doch sind die Empfehlungen bei Schilddrüsenerkrankungen sehr uneinheitlich und teils widersprüchlich. Auch eine Radiojodtherapie, welche gemacht wird um eine Schilddrüsenüberfunktion in den Griff zu bekommen, kann zu einer Unterfunktion führen. Tatsächlich aber haben wesentlich mehr Personen von vorneherein eine Unterfunktion als eine Überfunktion, sodass diese Therapie als Ursache für eine Unterfunktion zahlenmäßig eher unbedeutend ist.

Jod, Schilddrüsenhormone und Lebensmittel

Bei einer Unterfunktion sollten SD-Medikamente verabreicht werden, welche viele Symptome rasch lindern. Auch jodhältige Medikamente können verabreicht werden, doch ist hierbei Vorsicht geboten. Sie können rasch zu einer Überfunktion führen oder eine Hashimoto-Erkrankung aktivieren oder auch zu einer Blockade der Schilddrüse. Lebensmittel, die natürliches Jod liefern, sind schonender und sicherer. In erster Linie sind dies jodiertes Speisesalz in kleinen Mengen (5 g / Tag), Seefisch, Meeresfrüchte und Algen. Auch hierbei reichen schon kleine Mengen. Weitere wertvolle Jodlieferanten sind Feldsalat, Spinat, Brunnenkresse, dann noch Champignons, Erdnüsse, Brokkoli und Cashewkerne.

Führt man Jod über diese Lebensmittel zu, hat man weiters den Vorteil, noch viele andere Vitamine, Mineralstoffe und sekundäre Pflanzeninhaltstoffe zu sich zu nehmen und so Herz und Kreislauf zu schützen.

Pepe Assistant

Herzlich Willkommen bei KiloCoach™!

KiloCoach™ bietet das Wissen und die Werkzeuge für eine erfolgreiche Gewichtsabnahme. Keine Radikaldiäten, kein Jojo-Effekt – von Krankenkassen empfohlen und wissenschaftlich bestätigt.

7 Tage gratis testen

Berechnen Sie Ihren BMI

kg
cm
Mehr herausfinden

Vorteile

  • Gewicht verlieren ohne Hunger
  • Keine Diätvorschriften
  • Ohne Jojo-Effekt
  • Mit Unterstützung von Experten
  • Motivierende Community
Hier registrieren

Wissenschaftliche Studien

Newsletter abonnieren

Besuchen Sie uns auf Facebook