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Diätmythen entlarvt: Kohlenhydrate und Eiweiß unter der Lupe!

Wer abnehmen will, sollte reichlich Eiweiß zu sich nehmen und Kohlenhydrate tunlichst meiden. Was ist dran an dieser Ernährungsempfehlung? Stimmt sie tatsächlich? KiloCoach-TM hat die beiden Nährstoffe auf ihre "Diättauglichkeit" geprüft.

Autor: Mag. Sylvia Neubauer

Veröffentlicht: 15.09.2015 | 14:42

(© larik_malasha - Fotolia.com)
(© larik_malasha - Fotolia.com)

Eiweiß -

Abnehmgefährte - ja, Abnehmbeschleuniger – nein!


Schenkt man diversen Diätkonzepten Glauben, könnte man annehmen, dass Eiweiß die eierlegende Wollmilchsau unter den Nährstoffen ist. Das stimmt teilweise auch. Eiweiß bietet tatsächlich ein paar Vorteile beim Abnehmen. Aber sehen wir uns diese doch gleich im Detail an.

1.) Eiweiß fördert das Sättigungsgefühl.

Warum das so ist? Eiweiß lässt den Insulinspiegel nicht in die Höhe schnellen, sondern hält ihn auf konstantem Niveau. Ein ausgeglichener Blutzuckerspiegel verhindert wiederum Heißhungerattacken.

2.) Eiweiß klammert sich heroisch an Muskelmasse.

Das ist insofern wichtig, als dass der Körper bei ausreichender Eiweißzufuhr nicht auf seine, in den Muskeln gespeicherten Reserven zurückgreift. Je mehr Muskelmasse beim Abnehmen hops geht, desto schwerer fällt das Abnehmen. Eiweiß wirkt einem Muskelschwund entgegen – Sport im Übrigen auch.

3.) Eiweiß schützt Sie (und Ihre sozialen Kontakte) vor Stimmungsschwankungen.

Aus den kleinsten Eiweißbausteinen, den sogenannten Aminosäuren werden nämlich glücklich machende Neurotransmitter gebildet. Die sind schließlich nie verkehrt am Platz.

Lautet der Umkehrschluss daraus: Eiweiß, was das Zeug hält in sich hineinschaufeln? Bitte nicht! Wer sich schon einmal mit Low Carb (also an einer kohlenhydratarmen und eiweißreichen Diät) herumgeschlagen hat, wird vermutlich auch zur ernüchternden Erkenntnis gelangt sein, dass isoliertes Eiweiß doch nicht so der „Renner“ ist. Zum einen, weil sich irgendwann der ultimative Heißhunger auf Kohlenhydrate zu Wort meldet und seinen Tribut fordert. Zum anderen, weil für einen langfristigen Abnehmerfolg alle Nährstoffe von Bedeutung sind.

Kohlenhydrate – Sättigende Fitmacher

Kohlenhydrate genießen beim Abnehmen ja keinen besonders guten Ruf. Die meisten Low Carb Diäten beruhen auf folgendem Prinzip: Der Verzicht auf die Energiespender par excellence hält den Blutzuckerspiegel konstant und verhindert, dass der Körper zu viel Insulin ausschüttet. Dadurch sollen nicht nur die Kilos purzeln, sondern auch der Fettabbau beschleunigt werden. Klingt logisch, ist logisch! Der Haken daran: Werden dem Körper Kohlenhydrate dauerhaft verwehrt, wird er ziemlich rasch den Hut drauf schmeißen. Und im worst case verbündet er sich auch gleich mit dem Jojo-Effekt. Blöd!
Kleine Info am Rande: Der Körper speichert Kohlenhydrate in Form von Glykogen. Glykogen bindet wiederum Wasser. Mehr Wasser bedeutet auch mehr Kilos. Leeren sich die Glykogenspeicher, verzupft sich auch das Mehrgewicht. Und so schließt sich der Kreislauf wieder.

Fiese Nebenwirkungen einer strikt kohlenhydratarmen Diät

Außerdem, unter uns: Haben Sie schon einmal versucht, kohlenhydratreiche Lebensmittel von Ihrem Speiseplan zu verbannen? Wie ging es Ihnen - sagen wir einmal - an Tag 30 dabei? Gehörten Sie noch der Kategorie "sozial verträglich" an? Hattet Sie die in Mordsgelüste verpackte schlechte Laune einiger Maßen unter Kontrolle? Und haben Sie des Nächtens von Pastabergen, Kuchen und Schokolade geträumt? Ja? Dann durften Sie bereits typische "Nebenwirkungen" von Low Carb kennenlernen.

Kohlenhydrate – gut gewählt ist halb gewonnen!

Wichtig ist aber, zu den "richtigen" Kohlenhydraten zu greifen. Denn Kohlenhydrate sind beides zugleich: Sie sind sowohl Fit- als auch Dickmacher. Während "leere", vorwiegend in Zucker und Weißmehl enthaltene Kohlenhydrate ein gefundenes Fressen für die Fettzellen sind, halten komplexe, ergo in Obst, Gemüse und Vollkornprodukten enthaltene Kohlenhydrate lange satt. Heißhungerattacken haben so keine Chance. Schlechte Laune im Übrigen auch nicht

Fazit

Die erfolgsversprechende Formel lautet also:
Viele, komplexe Kohlenhydrate + moderate Eiweißmengen + wenig (hochwertiges) Fett

 In Zahlen und in Bezug auf die Gesamtenergie ausgedrückt bedeutet das:
 55-60 % Kohlenhydrate
 10-15 % Eiweiß
 30 % Fett

Auf die Praxis umgemünzt, heißt das: Hühnerfleisch, Fisch und Co - allesamt Eiweißquellen - können beim Abnehmen gerne auf dem Teller landen. Die "Nährstoff-Kollegschaft" aus der Kohlenhydratgruppe, allen voran Kartoffeln, Vollkornnudeln und Reis, sollte aber ebenso mit hinauf dürfen.

Pepe Assistant

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