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Diabetes und Ernährung

Kohlenhydrate lassen den Blutzucker steigen. Eiweiß belastet die Nieren. Fette sind sowieso ungesund. Was bitte soll nur ein Diabetiker essen? Hier erfahren Sie, wie Sie sich als Diabetiker richtig ernähren!

Autor: Dr. Rosa Aspalter

Veröffentlicht: 11.11.2014 | 12:45

© Allicance - Fotolia.com
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Diabetes und Kohlenhydrate

Früher waren Kohlenhydrate bei Diabetikern verpönt und es wurde in strengen Broteinheiten gerechnet. Inzwischen haben sich die Ernährungsrichtlinien gewandelt. Für Typ II Diabetiker gelten die allgemeinen Ernährungsempfehlungen für gesunde Ernährung. Denn eine Ernährung ohne Kohlenhydrate ist schlichtweg nicht möglich. Aus ihnen beziehen wir schließlich den Großteil unserer Energie. Es sind nur die einfachen Kohlenhydrate wie Haushaltszucker und Weißmehl, welche gemieden oder so weit wie möglich reduziert werden sollten. Zucker kommt dabei in großen Mengen in Limonaden vor. In Kuchen und Süßwaren finden wir gleich drei Miesepeter: Zucker, Weißmehl und Fett!

Obst in Maßen ist durchaus erlaubt. Es hat mitunter eine Menge Fruchtzucker (vor allem Trauben und Zwetschken), aber Sie nehmen mit dem Obst auch so viele weitere wertvolle Vitamine und essentielle Wirkstoffe zu sich, wie sie kein Nahrungsergänzungsmittel liefern kann. Genießen Sie also zwei Portionen Obst pro Tag! Eine Portion ist dabei ein Apfel, eine Birne, oder eine Hand voll Trauben.

Bei Brot und Gebäck nehmen Sie Schwarzbrot oder noch besser: Vollkornbrote. Je vollständiger die Getreidekörner in Ihrem Brot, desto langsamer steigt der Blutzucker und desto mehr Mineralstoffe nehmen Sie zu sich. Außerdem ist das Sättigungsgefühl besser und es hält länger an. Die vielen Ballaststoffe in Vollkornprodukten kurbeln Ihre Verdauung so richtig an und haben zudem positive Wirkung auf den Stoffwechsel!

Diabetes und Eiweiß

Diabetes mellitus kann die Nieren schädigen, insbesondere wenn er schlecht eingestellt ist. In dieser Situation stellt Eiweiß eine zusätzliche Belastung für die Nieren dar. Eine eiweißbetonte Kost oder sogar Eiweißdiäten (meist unter dem Namen Low Carb Diäten verkauft) ist für Diabetiker nicht geeignet und hat sogar bei Gesunden schon zu Nierenversagen bis hin zu Todesfällen geführt. Die Eiweißzufuhr sollte 10% sein, um alle nötigen Aminosäuren zuzuführen, aber nicht höher.

Tierisches Eiweiß führt auf Grund der schwefelhältigen Aminosäuren zu einer Ansäuerung des Blut-ph-Wertes. Der Säure-Basen-Haushalt ist aber bei eingeschränkter Nierenfunktionen ohnehin schon bis an die Grenzen ausgereizt. Schonen Sie Ihre Nieren indem Sie wenig Eiweiß essen und wenn, dann vorwiegend aus Pflanzen. Sojaprodukte, Linsen, Bohnen und andere Hülsenfrüchte, aber auch Kartoffeln haben reichlich Eiweiß.

Haben Sie Sorge, dass Sie auf diese Weise zu wenig Eiweiß zu sich nehmen könnten? Eine Linsensuppe hat bereits 15% Eiweiß!

Diabetes und Fett

Diabetes mellitus ist ein heimlicher aber sehr aggressiver Feind Ihrer Blutgefäße. Strapazieren Sie diese nicht noch zusätzlich und lassen Sie tierische Fette links liegen. Greifen Sie stattdessen zu den hochwertigen pflanzlichen Ölen wie Olivenöl und Rapsöl. Die mehrfach ungesättigten Fettsäuren finden Sie in fettreichem Meeresfisch (Lachs, Thunfisch) aber auch in Nüssen und Leinsamen. Ein paar Walnüsse zu einem Apfel ergeben eine wunderbare Zwischenmahlzeit und halten wesentlich länger satt als ein Apfel allein. Leinsamen im Müsli oder im Brot liefern nicht nur die hochwertigen Omega-3-Fettsäuren, sondern auch noch jede Menge Ballaststoffe. Zudem haben diese pflanzlichen Produkte den Vorteil, ganz ohne Quecksilber- oder sonstige Schwermetallbelastung zu sein.

Diabetes und Ballaststoffe

Ballaststoffe tragen Ihren Namen zu Unrecht. Sie sind keineswegs Ballast. Sie sollten eigentlich „Boosterstoffe“ heißen, denn sie haben viele positive Wirkungen. Man unterscheidet dabei zwei Arten von Ballaststoffen und beide machen sich nützlich.

Die löslichen Ballaststoffe können im Darm aufgeschlossen und teilweise sogar aufgenommen werden. Sie werden zu kurzkettigen Fettsäuren abgebaut und dienen dabei als Futter für eine reguläre gesunde Darmflora. Durch die Senkung des pH’s im Darm hemmen sie das Wachstum der unerwünschten Darmbewohner. Sie wirken sich zudem positiv auf den Blutzucker- und den Fettstoffwechsel aus.

Die unlöslichen Ballaststoffe haben starke Wasserbindungs- und Quellfähigkeit. Das führt zu vermehrter Stuhlmenge, zu weicherem Stuhl und damit regelmäßigerem Stuhlgang. Vorrausetzung dafür ist aber, dass genügend Flüssigkeit getrunken wird. Indem sie auch noch Gallensäuren und andere aggressive Substanzen binden und die Verweildauer im Darm verkürzen, beugen Ballaststoffe auch einer Krebsentstehung vor.

Diabetes und Gewicht

Übergewicht und Diabetes mellitus haben oft gemeinsame Ursachen. Daher trifft man auch mit einer Ernährungsumstellung oft „mehrere Fliegen mit einem Schlag“. Ein erhöhtes Körpergewicht hat aber selbst schon belastende Auswirkungen auf den Stoffwechsel. Die Fettzellen sind nämlich nicht so träge und passiv wie wir es uns vielfach vorstellen, sie produzieren eine Reihe von Substanzen, welche den Fett- und Blutzuckerstoffwechsel negativ beeinflussen. Und umgekehrt fördert ein schlecht eingestellter Blutzucker auf Grund der hohen Insulinspiegeln wiederum die Gewichtszunahme. Steigen Sie also aus diesem Teufelskreis aus und stellen Sie Schritt für Schritt um.

Die Reihenfolge könnte zum Beispiel so aussehen:

1)    Zuckergehalt erkennen und vor allem den nicht natürlich (in Obst, Fruchtsäften oder Milch) vorkommenden Zucker so weit wie möglich reduzieren.

2)    Jeden Tag drei Portionen Gemüse und Salat – und dabei abwechseln, also auf Entdeckungsreise gehen!

3)    Jeden Tag zwei Portionen Obst

4)    Jeden Tag eine Portion eines Vollkornproduktes (z.B. eine Scheibe Vollkornbrot, ein Portion Vollkornreis oder eine Portion Vollkornnudeln)

5)    Tierische Fette einfach lassen (Wurst, Käse, fettes Fleisch, Butter, Rahm, Obers, ,..)

6)    Mit regelmäßiger Bewegung starten!

Viel Spaß, viel Wohlbefinden und viele genussvolle Entdeckungen dabei!

Pepe Assistant

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