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Diabetes mellitus – Wenn der Zucker Kinder trifft!

Diabetes Typ I zeigt sich oft schon im Kindes- und Jugendlichenalter. Und so wie die Anzahl der Typ-II-Diabetiker, so ist auch die der Typ I-Diabetiker ist im Steigen begriffen. Warum? Was ist die Ursache? Was könnte getan werden?

Autor: Dr. Rosa Aspalter

Veröffentlicht: 29.12.2014 | 08:30

(© aleutie - Fotolia.com)
(© aleutie - Fotolia.com)

Wie häufig ist Diabetes mellitus Typ I bei Kindern und Jugendlichen?

Im Jahr 2007 wurden in Österreich rund 250 Kinder und Jugendliche (0-bis 14-Jäare) erstmalig mit der Diagnose Diabetes Typ I konfrontiert. Dies entspricht 18 neue erkrankte pro 100.000 Kindern und Jugendlichen. 1999 waren es noch 12 pro 100.000. Neue und bestehende Diabetes-Typ I erkrankte Kinder zusammen gerechnet ergeben die „Prävalenz“. Etwa 1 von 1000 Kindern unter 15 Jahren ist an Diabetes mellitus Typ 1 erkrankt. In Deutschland sind zurzeit über 20.000 an Kinder an Diabetes Typ 1 erkrankt.

Was ist Diabetes mellitus Typ I und warum tritt er bei Kindern und Jugendlichen auf?

Typ I Diabetes hat nichts mit Übergewicht zu tun. Es ist eine Erkrankung der Bauchspeicheldrüse, eine Autoimmunerkrankung. Das bedeutet: Das Immunsystem reagiert mit einer Entzündung und zerstört dabei die Zellen der Bauchspeicheldrüse, welche das Insulin produzieren. Diese Zellen können nicht wieder hergestellt werden. Daher benötigen Typ-I-Diabetiker lebenslang Insulin.

Wodurch wird diese Entzündung hervorgerufen?

Das ist noch nicht endgültig geklärt. Es spielen aber mehrere Faktoren dabei eine Rolle. Zunächst müssen einmal die entsprechende Gene vorhanden sein, die diese Autoimmunreaktion erst ermöglichen. Sind diese vorhanden, können an sich harmlose Lebensmittel oder auch Keime und Viren diese Entzündung auslösen. Auffallend ist, dass laut einer finnischen Studie ausnahmslos alle Kinder mit Diabetes mellitus Typ I erhöhte Antikörper gegen Milcheiweiß hatten. Man geht daher davon aus, dass diese Kinder zu früh Kuhmilch erhalten haben. Die Häufigkeit von Typ-1-Diabetes ist auch umso höher, je höher der Milchkonsum in den einzelnen Ländern ist. Aber auch andere Antikörper, etwa gegen Getreideproteine oder gegen Viren, wurden bei Typ-I-Diabetikern gefunden.

Ist diese Entzündung dann ansteckend?

Nein, Diabetes mellitus Typ I ist nicht ansteckend, so wie es auch Typ II nicht ist. Auch wenn häufig Viren diskutiert werden, so hat dies nichts mit der Übertragung dieser Viren zu tun. Es ist nicht der Kontakt mit dem Virus selbst, sondern die spezielle Reaktion des Körpers, die dann zur Entzündung und zur Zerstörung der insulinproduzierenden Zellen in der Bauchspeicheldrüse führt.

Und wie sieht es mit Diabetes mellitus Typ II bei Kindern und Jugendlichen aus?

Es ist erschreckend, aber mit der zunehmenden Anzahl schwer übergewichtiger Kinder finden wir auch bereits bei Kindern und Jugendlichen den sogenannten „Altersdiabetes“. Da hier auch oft Blutfette und Blutdruck erhöht sind, bedeutet das nichts Gutes für Herz- und Hirngefäße. Dieses Quartett ist schon schlimm genug, wenn es im Alter von 40 oder 50 Jahren zu agieren beginnt. Umso schädlicher ist es, wenn es bereits im Kinder- und Jugendlichenalter auftritt.

Was können erste Anzeichen auf eine Zuckerkrankheit bei Kindern sein?

Erste Anzeichen einer Zuckererkrankung können sein:

  • Häufiger Harndrang und große Harnmengen - Nachts können die Kinder davon aufwachen und auch Bettnässen kann vorkommen
  • Großer Durst, die Kinder trinken mehrere Liter Flüssigkeit pro Tag
  • Gewichtsverlust (nur bei Diabetes mellitus Typ I)
  • Müdigkeit, Abgeschlagenheit und Gereiztheit
  • verringerte Konzentrationsfähigkeit

Was kann man tun, um Diabetes mellitus Typ 1 und II bei Kindern vorzubeugen?

Es wird empfohlen, Kinder möglichst lange zu stillen bzw. Kuhmilch in den ersten zwei Lebensjahren zu meiden. Dies ist insbesondere dann wichtig, wenn es bereits Fälle mit Diabetes Typ I in der Familie gibt. Das Stillen fördert die Entwicklung einer gesunden Darmflora und diese wiederum eine gute, intakte und damit „dichte“ Darmschleimhaut. Die Wahrscheinlichkeit, dass es zu einer Immunreaktion gegen ein an sich harmlosen Bestandteil unserer Lebensmittel kommt, ist dadurch geringer.

Eine gesunde Ernährung bereits im Kindesalter und das Achten auf ein Normalgewicht ist entscheidend für die Vermeidung von Diabetes mellitus Typ II. Und das nicht nur im Kindesalter, sondern auch noch für das spätere Erwachsenenalter! Bei übergewichtigen Kindern sollte dabei nicht vorrangig das Gewicht thematisiert werden, sondern eher körperliches Wohlbefinden, Leistungsfähigkeit, Geschicklichkeit, der Geschmack und die Qualität der Lebensmittel und es sollte genügend Anreiz zur Bewegung geboten werden. Schließlich geht es nicht um einen Wert auf der Waage oder im Labor, sondern um dauerhafte Lebensqualität.  

 

 

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