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Der Unterschied zwischen Körperhunger und Seelenhunger

Viele essen z.B. weil gerade Mittags- oder Jausen- / Brotzeit ist. Manche knabbern gerne vor dem Fernseher. Andere essen, weil ihnen langweilig ist, weil sie sich gerade geärgert haben oder sich entspannen möchten. Oder wir greifen zu, weil wir eingeladen werden und es uns unhöflich erscheint abzulehnen. Wir trinken ein Gläschen, um mit anderen anzustoßen, usw.

Autor: KiloCoach Datenbank

Veröffentlicht: 02.10.2012 | 00:00

(© Pétrouche - Fotolia.com)
(© Pétrouche - Fotolia.com)

Tipp 1: Machen Sie sich eine Liste von Situationen, die Sie immer wieder zum Essen oder Trinken veranlassen.

Überlegen Sie sich, ob Sie in den letzten drei Situationen, in denen Sie gegessen haben, wirklich körperlich hungrig waren.
Diese Frage ist möglicherweise gar nicht so leicht zu beantworten, da wir körperlichen Hunger kaum noch zu spüren bekommen. Es ist fast immer Nahrung vorhanden, und wir nehmen sie in regelmäßigen Abständen zu uns, noch bevor unser Körper danach verlangt.

Wie fühlt sich Hunger an? Die körperlichen Empfindungen sind von Mensch zu Mensch verschieden. Bei manchen zeigt er sich als Gefühl der Leere im Bauch, bei anderen als Grummeln oder als Spannung. Einige spüren ihn als mulmiges Gefühl, schlechte Laune oder auch als Kopfweh und Müdigkeit sowie leichtem Frieren.

Tipp 2: Zögern Sie die nächste Mahlzeit hinaus und achten Sie dabei auf die Signale Ihres Körpers.

… und trotzdem essen möchten

Wenn Sie keinen körperlichen Hunger verspüren und trotzdem Verlangen nach Essen haben, dann nennen wir das Seelenhunger. Im Unterschied zum Körperhunger, der für Energiezufuhr sorgt, uns stark und gesund macht, lässt uns der Seelenhunger dick werden. Es geht dabei um die Befriedigung eines Bedürfnisses mittels Nahrung. Möglicherweise brauchen wir Entspannung oder Trost, oder wir haben den Wunsch nach Erfüllung, den wir mit Essen oder Trinken zu befriedigen versuchen.
Das körperliche Völlegefühl hilft uns kurzfristig, unangenehme Gefühle nicht wahrzunehmen. Das kann Enttäuschung, Traurigkeit, Ärger, Anspannung und Leere sein. Welche Gefühle stecken hinter Ihrem seelischen Hunger?

Ein erster Schritt, um sein Essverhalten zu ändern, ist daher, unangenehme Gefühle zu akzeptieren. Verstehen Sie sie als Botschaften, die Ihnen etwas Wichtiges verdeutlichen wollen. Angst z.B. will Sie auf etwas in der Zukunft hinweisen, auf das Sie sich besser vorbereiten müssen. Überforderung signalisiert, dass Sie die Aufgaben, die Sie sich vorgenommen haben, neu bewerten und Prioritäten setzen müssen. Einsamkeit weist Sie darauf hin, dass Sie sich um Ihr soziales Leben kümmern sollten. Unangenehme Gefühle sind wertvoll, wenn sie richtig verstanden werden.
Bevor Sie das nächste Mal in die Naschkiste greifen, fragen Sie sich: Was fühle ich gerade und was will mir dieses Gefühl sagen?

… tun Sie sich etwas Gutes

Tipp 3: Listen Sie genussvolle Erfahrungen auf.

Zählen Sie alle Tätigkeiten auf, die Ihnen gut tun: Baden, Spazierengehen, mit Ihrem Kind spielen, eine Geschichte vorlesen, singen, eine Freundin anrufen, ins Kino gehen, etc. Hängen Sie die Liste so auf, dass Sie jederzeit darauf zugreifen können.

Viele Bedürfnisse lassen sich aber nicht sofort erfüllen. Hierzu braucht es Aktivität und Planung im Vorfeld, wie z.B. Termine ausmachen, sich mit Leuten verabreden, Karten reservieren. Warten Sie also nicht, bis Sie sich wirklich elend fühlen, sondern handeln Sie vorbeugend.

Üben Sie die neue Strategie ein, indem Sie sich immer wieder vorstellen, was Sie das nächste Mal machen, wenn Sie den Drang verspüren zu essen, ohne dass Sie körperlich hungrig sind oder weiter essen, obwohl Sie satt sind.

Auf diese Weise gewinnen Sie Entscheidungsfreiheit.

Sie werden nicht mehr mit automatischem Essverhalten reagieren, sondern dann essen, wenn es Ihnen nützt und dann aufhören, wenn Ihr Körper ausreichend Nährstoffe aufgenommen hat.

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