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Der Milch Mythos

Milch und Milchprodukten gelten als gesund. Schon als kleines Kind bekommt man das tägliche Glas Milch aufgetischt, da es ja die Knochen stärken soll. Jedoch streichen mittlerweile immer mehr Menschen Milchprodukte von ihrem Speiseplan. Stimmen die Gerüchte, dass Kuhmilch wirklich nur für Kälber gedacht ist?

Autor: Lisa Baumgartner, BBSc

Veröffentlicht: 18.07.2019 | 14:14

Vor allem in der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) gilt Kuhmilch als schleimbildendes Lebensmittel. Unter anderem soll durch Milchkonsum die Entstehung von bestimmten Hals-Nasen-Ohren-Krankheiten gefördert werden. Auch das Krebsrisiko sei höher, so die Meinung einiger. Was davon Mythos ist und was wirklich stimmt, sehen wir uns nun genauer an.

Milch und Schleimproduktion

In einer Studie erhielten Personen, die überzeugt waren, nach dem Konsum von Kuhmilch eine Verschleimung feststellen zu können, entweder Kuhmilch oder Sojamilch, ohne zu wissen, was genau sie tranken. Es konnten keine Unterschiede bei den Effekten zwischen den beiden Milchsorten aufgezeigt werden. Auch die oft diskutierten negativen Effekte von Milch auf Asthma bei Kindern oder erwachsenen Asthmatikern konnten noch in keinen Studien nachgewiesen werden.

Milch und Krebsentstehung

Für manche Krebsarten scheint der Konsum von großen Mengen an Milch und Milchprodukten das Krebsrisiko senken zu können. Für Dick- und Enddarmkrebs ist dies der Ergebnisse aktueller Studien nach wahrscheinlich, für Blasenkrebs möglich. Für Eierstockkrebs, Brustkrebs sowie Krebs der Gebärmutterschleimhaut konnten von umfangreichen systematischen Übersichtsarbeiten bisher weder Hinweise auf eine Risikosenkung noch auf eine –Erhöhung festgestellt werden. Die Studienlage ist aber noch zu unklar, um konkretere Ergebnisse diesbezüglich liefern zu können, es sind mehr und aussagekräftigere Studien zu dieser Thematik nötig.

Große Mengen an Calcium steigern wahrscheinlich das Risiko, an Prostatakrebs zu erkranken, die Wissenschaftler des World Cancer Research Fund sprechen von mehr als 1500 Milligramm Calcium pro Tag. Das entspricht dem Calciumgehalt von beispielsweise eineinhalb Liter Milch pro Tag.

Milch und Osteoporose

Gesunde Knochen benötigen Calcium, und Milch enthält viel von diesem Mikronährstoff. Zwischen 1000 und 1500 Milligramm pro Tag empfiehlt der Deutsche Fachverband für Osteologie für Erwachsene. Auch Gemüse wie Brokkoli, Kohlrabi, Grünkohl oder Chinakohl, aber auch Obst, Nüsse und bestimmte Getreidesorten enthalten höhere Mengen von dem knochenaufbauenden Spurenelement. Wer in der zweiten Lebenshälfte viel Milch trinkt oder große Mengen an Käse, Joghurt und anderen Milchprodukten konsumiert, scheint jedoch im Alter kein geringeres Risiko für Knochenbrüche aufzuweisen. Diese Ergebnisse konnten in bisherigen wissenschaftliche Beobachtungen an Menschen über 40 Jahren gezeigt werden. TeilnehmerInnen der Studien, die große Mengen an Milchprodukten zu sich genommen hatten, zogen sich im Alter ebenso häufig einen Oberschenkelhalsbruch zu wie Menschen, die eher keine Erzeugnisse aus Milch konsumieren. Was am besten hilft, die Knochen zu stärken, ist unter anderem Bewegung. Wobei es nicht nur wichtig ist, in der Jugend sportlich aktiv zu sein, sondern auch später ein Leben mit ausreichend Bewegung zu führen. So kann verhindert werden, dass zu viel der Knochensubstanz abgebaut wird. 

Ob jemand nun Milchprodukte konsumiert oder nicht, bleibt jedem selbst überlassen. In unseren Breiten zählt Milch seit vielen Jahrzehnten zu den Grundnahrungsmitteln. Fakt ist, Milch ist eine hochwertige, leicht verdauliche Eiweißquelle und ein guter Calciumlieferant. Sie ist weder krebserregend noch schleimbildend, aber auch kein gesicherter Schutz vor Osteoporose oder anderen Erkrankungen. Wir empfehlen den Konsum von Milchprodukten aus biologischer Herkunft, der Umwelt und den Tieren zu Liebe. Möchte man jedoch auf eine tierfreie Alternative zurückgreifen, sind Sojaprodukte empfehlenswert, um seinen Calcium- und Eiweißbedarf anderswertig abzudecken. Auch Hafer-, Reis- und Nussmilch sind möglich, hier muss jedoch beachtet werden, dass diese zusätzlich mit Calcium angereichert wurden.

 

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