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Der Free From-Trend: Ohne alles, bitte!

Ohne Gluten, ohne Laktose, histaminfrei – die Nachfrage nach Produkten für spezielle Ernährungsbedürfnisse ist in den letzten Jahren rasant angestiegen. Das Auftreten von Allergien und Unverträglichkeiten hat zwar ebenfalls zugenommen, jedoch nicht in dem Ausmaß wie der Umsatz mit „Frei von“-Artikeln: Neuere Marktforschungsergebnisse der GfK zeigen zum Beispiel, dass 80% der Konsumenten von laktosefreien Produkten keine ärztlich bestätigte Intoleranz gegen Milchzucker haben.

Autor: Stefanie Fuchs

Veröffentlicht: 12.02.2018 | 10:04

In den Jahren 2014/2015 ist der Umsatz für laktosefreie Produkte um ganze 10% gestiegen. Doch nicht nur diese Lebensmittel sind gefragt: 11% der Deutschen bevorzugten glutenfreie Kekse - wobei der Anteil von Patienten mit einer Glutenunverträglichkeit (Zöliakie) nur bei etwa einem Prozent der Bevölkerung liegt. Der Konsum von Lebensmitteln ohne bestimmte „kritische“ Inhaltsstoffe liegt also eindeutig im Trend.

Was versprechen sich viele Käufer von Free From - Produkten?

In den letzten Jahren hat sich das Gesundheitsbewusstsein in der Gesellschaft gesteigert. Damit hat sich die Annahme durchgesetzt, der Verzicht auf bestimmte Inhaltsstoffe sei besonders gesundheitsfördernd. Unabhängig davon, ob Allergien und Unverträglichkeit vorliegen oder nicht, soll eine manchmal nahezu asketische Ernährungsweise den Organismus entlasten. Der Hype um sogenannte „Detox-Diäten“ wächst.  Mit fragwürdigen Ernährungsregeln, beziehungsweise weitreichenden Verboten, soll man den Körper von vermeintlich schädlichen Einflüssen befreien können. Viele Hollywood-Stars leben es vor, sich nach strikten Plänen zu ernähren und es scheint umso gesünder zu sein, je mehr aus dem Speiseplan gestrichen wird. So fühlen sich vieledazu animiert, bestimmte Inhaltsstoffe wie Laktose wegzulassen. Es scheint viele Probleme aus der Welt zu schaffen.

Wem hilft der Hype um Free From - Produkte?

Weil ein Lebensmittel wie Ei, Fisch oder Milch bei einigen Menschen eine Unverträglichkeitsreaktion oder eine Allergie auslösen kann, ist aber weder der Konsum grundsätzlich schädlich noch das Weglassen automatisch gesund! Wenn keine Abwehrreaktion vorliegt, gibt es auch bei normalen Verzehrsmengen keine außergewöhnliche Belastung durch den Inhaltsstoff.

Fest steht jedenfalls, dass solche Spezialprodukte teurer sind als die herkömmlichen und für viele der Mehraufwand überflüssig ist. Der Vorteil an der Entwicklung: Die Hersteller reagieren auf die höhere Nachfrage mit einem breiteren Angebot von Spezialprodukten. Davon profitieren die echten Allergiker, die eine größere Auswahl an verträglichen Lebensmitteln in den Supermärkten vorfinden. Mithilfe dieser Lebensmittel müssen sie nicht grundsätzlich auf eine bestimmte Lebensmittelgruppe verzichten, in denen das Allergen sonst enthalten wäre.

Gibt es auch Nachteile?

Ein großer Nachteil dieses Trends ist die verschwimmende Grenze zwischen „Lifestyle und Wellness“ und echten Krankheitsbildern! Das kann diese komplexe Thematik in ein populärwissenschaftliches Licht rücken. Eine Allergie oder Unverträglichkeit ist oft mit einem hohen Leidensdruck verbunden, der den vielen Mode-Allergikern nicht bewusst ist. Auf keinen Fall darf dieses Thema mit Rezepttipps zu vermeintlich allheilenden und vor allem laktose-, gluten- und sojafreien grünen Smoothies bagatellisiert werden.

Wer zu viel Misstrauen gegenüber natürlichen Lebensmittelinhaltsstoffen entwickelt, neigt zudem eher zu einseitigen Ernährungsformen. Das kann zu Unterversorgungen führen und damit ist das Gegenteil des Ziels erreicht, das ja ursprünglich eine besonders gesunde Ernährung war. 

Fazit

Nicht alles für bare Münze nehmen! Es gibt eine riesige Informationsflut zum Thema, die jedoch häufig aus unwissenschaftlichen Quellen stammt und bedenkliches Halbwissen oder gar falsche Informationen liefert. Diese Inhalte sollten unbedingt hinterfragt und mit Skepsis betrachtet werden.

Wer den Verdacht hat, eine Allergie oder Unverträglichkeit zu haben, sollte dies zunächst von einem Arzt abklären lassen - dann können gegebenenfalls geeignete Maßnahmen getroffen werden.

Also bitte nicht mit zu vielen Einschränkungen und „Detox“-Methoden an sich selbst herumexperimentieren und damit im schlechtesten Fall mehr Schaden als Nutzen anrichten.  

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