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Convenience? Ja gerne! Aber bitte natürlich!

Früher war es noch eine Selbstverständlichkeit, einen Strudelteig zu ziehen oder über Stunden eine Gemüsebrühe einzukochen. Unser Ess- und Kochverhalten hat sich in den letzten Jahrzehnten jedoch grundlegend verändert. Heute wird fürs Mittagessen weit weniger Einsatz gezeigt: es wird angerührt, aufgetaut oder aufgewärmt anstatt richtig gekocht. In den letzten Jahrzehnten gewannen Convenience-Produkte und damit das Thema Zusatzstoffe immer mehr an Bedeutung.

Autor: Stefanie Fuchs

Veröffentlicht: 12.02.2018 | 10:14

Was sind Convenience-Produkte?

Das englische Wort convenience bedeutet übersetzt „Bequemlichkeit“. Der Name ist Programm: Convenience-Lebensmittel sind zur weiteren Verarbeitung vorbereitet, dem Verbraucher werden damit Arbeitsschritte abgenommen. Je nach Grad der Verarbeitung kann das vorgeschnittenes Gemüse sein oder ein komplettes Gericht, das nur noch aufgewärmt werden muss. Diese Produkte können zum einen im Haushalt entlasten, zum anderen taucht dabei auch ein Problem auf: Zutatenlisten mit unverständlichen Zusatzstoff-Bezeichnungen und E-Nummern.

Was ist Clean Labelling?

Eine warme Mahlzeit, praktisch verpackt und haltbar im Kühlregal – die Lebensmitteltechnologie macht´s möglich. Zusatzstoffe werden von den Konsumenten eher abgelehnt, Convenience-Produkte sind aber trotzdem gefragt. Weniger Zusatzstoffe, ohne dafür mehr frisch zu kochen – wie geht das? Die Antwort der Hersteller sind Methoden, mit denen die Etiketten möglichst frei von kryptischen und verwirrenden Bezeichnungen bleiben. Diesen Trend nennt man Clean Labelling.

Wie funktioniert Clean Labelling?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, ein Etikett frei von unbeliebten Zusatzstoffen zu halten:

1. Zusatzstoffe weglassen – das ist in Bio-Lebensmitteln weitestgehend der Fall, dort sind Zusatzstoffe bis auf wenige Ausnahmen nicht erlaubt.

2. Eine andere Bezeichnung für den Zusatzstoff wählen. Sofern sie die tatsächliche Wirkung im Produkt beschreibt, ist das erlaubt. Konservierungsstoffe schaffen mit einem niedrigen pH-Wert ein Milieu, in dem Bakterien nicht überleben können. Somit dürfen sie auch als Säuerungsmittel bezeichnet werden, und diese werden weniger skeptisch betrachtet.

3. Zutaten, also Lebensmittel, mit zusatzstoffähnlicher Wirkung – diese müssen dann natürlich nicht als Zusatzstoffe gekennzeichnet werden. Weingeistessig zum Beispiel säuert das Lebensmittel zwar an und macht es dadurch haltbar, ist aber ein Lebensmittel und kein Zusatzstoff. Zum Färben können Pflanzenextrakte verwendet werden, die unter bestimmten Voraussetzungen ebenfalls keine Zusatzstoffe sind.

Wenn man die Zutatenliste dann genauer studiert, wird also oft ein anderer „Deckname“ für einen Inhaltsstoff verwendet. Dabei ist vieles möglich, ohne die Regeln der EU-Zusatzstoffverordnung zu verletzen. Im Grunde ist es demnach so, dass ein Produkt trotz der Auslobung „ohne Konservierungsstoffe“ haltbar gemacht worden sein kann, ohne das Wort „Konservierungsstoffe“ auf der Verpackung zu verwenden.

Der schmale Grat zwischen Irreführung und Verbraucherzufriedenheit

Zusatzstoffe wie Calcium-5-ribonucleotid, Hydroxypropylmethylcellulose und Butylhydroxytoluol gleich neben dem bunten „Wia z´Haus“-Etikett: Das ist ein Widerspruch in sich. Solche Zutaten sind in keinem heimischen Küchenschrank zu finden. Gewünscht ist im besten Fall ein vollständiges Menü, ohne dafür selbst den Kochlöffel schwingen zu müssen und ohne unerwünschte Stoffe auf der Zutatenliste.

„Ohne XY“-Auslobungen, gut sichtbar auf der Packung, sind daher ein beliebtes Marketing-Instrument, und das nicht nur für Convenience-Produkte. Ergänzt durch ein ansprechendes Verpackungsdesign vermitteln sie Natürlichkeit. Der Inhalt bleibt derselbe: ein hoch verarbeitetes Fertiggericht, das mit Natürlichkeit nicht viel zu tun hat.

Ist nun die Lebensmittelindustrie wegen Verbrauchertäuschung zu verurteilen? Oder widersprechen sich unsere Ansprüche nach dem Motto: „Gesund essen, aber bitte ganz ohne Aufwand“? Fakt ist: Je einfacher und schneller das „kochen“ ist, desto höher sind die Lebensmittel dafür meist verarbeitet. Und viele stark verarbeitete Lebensmittel müssen entsprechend präpariert werden, damit sie den Verbrauchererwartungen entsprechen: Praktisch und haltbar muss es sein, schmecken soll es und der Preis soll auch stimmen. Die eierlegende Wollmilchsau aus dem Kühlregal.

Natürlich kochen, natürlich essen!

Entweder die Lebensmittel sind natürlich, oder als fertiges Gericht in der Dose zu haben. Wer Zusatzstoffe vermeiden will, muss auch bestimmte Herstellungsprozesse vermeiden, die ein Fertiggericht optimieren und sie ihren Zweck erfüllen lassen.

Wem Natürlichkeit wichtig ist, der sollte Lebensmittel auch in ihrer natürlichen Form kaufen. Frische Tomaten, Kräuter und Gewürze statt pulverisierte Instantgerichte, frisches Obst und Topfen statt Erdbeerkäse… Wer sein Essen selbst zubereitet, weiß auch, was drin ist! Und die Zubereitung dauert nicht unbedingt länger als das Tiefkühlgericht im Backrohr.

Diese frischen Gerichte sind zum Beispiel in einer halben Stunde fertig:

Gemüserisotto mit Parmesan

Bauerngröstl

Zartweizensalat mit Huhn

Pepe Assistant

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