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Cellulites - was hilft dagegen?

Erklärungen, was Cellulite eigentlich ist sind ebenso vielfältig wie die Vorschläge zur Behandlung. Was stimmt? Was hilft? Wir geben Ihnen einen Überblick.

Autor: Dr. Rosa Aspalter

Veröffentlicht: 26.05.2014 | 00:00

(Udo Kroener - Fotolia.com)
(Udo Kroener - Fotolia.com)

Begriffsverwirrung - Was ist Cellulite oder Cellulitis?

Im deutschsprachigen Raum sprechen wir meist von Cellulitis. Jeder ist mit diesem Begriff vertraut - alle wissen, wovon die Rede ist. Die Verwirrung beginnt aber, sobald man „googelt“. Die Endung „…itis“ weist schon auf eine Entzündung hin und Cellulitis ist im Englischen eine Gewebsentzündung -  bei uns auch als „Rotlauf“ oder „Erysipel“ bekannt. Das ist eine bakteriell verursachte Erkrankung, die antibiotisch behandelt werden muss. Sie hat also rein gar nichts mit unseren Hautdellen zu tun.

Zu den begrifflichen Schwierigkeiten kommt noch ein optisches Problem. Nach einer Gewichtsabnahme bildet die Haut oft kleine „Fältchen“. Diese sehen einer Cellulites sehr ähnlich – sie hinterlassen denselben„schrumpeligen“ Eindruck wie die „Orangenhaut“ ohne Gewichtsabnahme. Haben wir es also mit einem Problem von „zu viel“ oder von „zu wenig“ Kilos zu tun? Tatsächlich dürften zwei unterschiedliche Mechanismen am Werk sein.

Was sagen die Dermatologen dazu?

Das Standardwerk der Dermatologie umfasst stolze 1.600 Seiten. Das Erstaunliche dabei: nicht einmal ¼ Seite davon ist dem Thema Cellulites gewidmet. Das sagt eigentlich viel über den Stellenwert der Cellulites in der Dermatolgie aus.

Doch wie definiert die Medizin eigentlich Cellulites? Cellulites stellt eine Vermehrung von Fettzellen im Unterhautfettgewebe dar. Parallel dazu kommt es häufig zu einer Zunahme des Gewebswassers.

Im Originaltext: „Es handelt sich um eine konstitutionell bedingte, geschlechtspezifische, mit dem Alter und bei Überernährung sich verstärkende, umschriebene Adipositas ohne Krankheitswert.“ Im Mikroskop betrachtet findet man keine Entzündungszellen, sondern vermehrtes Fettgewebe und allenfalls etwas Lymphstauung und Wassereinlagerung.

Was sagen andere „Behandler“ dazu?

Es ist erstaunlich, wie viele „eigentliche“ Ursachen für Cellulite gefunden werden. Eine mögliche Ursache: eine Schwäche der oberst Schicht, der Oberhaut, in die sich Fettzellen hinein stülpen, also rein optisch „ausbuchten“. Eine weitere Ursache: eine geschwächte Unterschicht. Das Problem dabei: ist die Unterschicht geschwächt, bietet sie dem darüberliegenden Bindegewebe keinen Halt mehr. Darin sind die Bindegewebszüge zwischen Muskel- und Oberhautschicht mit inbegriffen.

Welche Ursache stimmt nun? Wie so oft, dürfte die „Wahrheit“ in der Mitte liegen, in diesem Fall also zwischen Oberhaut und darunterliegender Muskelschicht - also bei den Bindegewebssträngen. Während beim Mann die Bindegewebsstränge (oder auch Bindegewebssepten) netzartig die Unterhaut durchziehen und damit festigen, finden sich bei der Frau längs gerichtete, große Kammern, die eine große Dehnbarkeit der Haut erlauben. Das spielt zwar während einer Schwangerschaft eine wichtige Rolle, erleichtert aber auch das „Durchstoßen“ der Fett-Aggregate in die Haut.

Wer ist besonders für Cellulite prädisponiert?

Interessant: 50% der Frauen sind übergewichtig. Tatsächlich sind aber 80-90% der Frauen von Cellulite betroffen. Dies zeigt schon, dass Cellulite nicht nur ein Thema für übergewichtige, sondern auch für normalgewichtige Frauen ist.

"Frauen" sind ein wichtiges Stichwort: Cellulites ist definitiv ein Frauenthema. Dass hier die Geschlechtshormone eine ganz wesentliche Rolle spielen unterstreicht auch der Umstand, dass Männer nur dann von Cellulite betroffen sind, wenn sie einen Defekt in der androgenen Hormonproduktion aufweisen.

Zusätzlich wurden auch genetische Faktoren gefunden, welche die Entwicklung einer Cellulite begünstigen oder auch unwahrscheinlicher machen. Auch dies fördert Cellulites, nicht nur bei Über- sondern auch bei Normalgewichtigen. Insbesondere bei Frauen mit zyklisch vermehrten Wassereinlagerungen kommt es auch zu häufigerem und stärkerem Auftreten von Cellulite.

Was tun?

Wir erläutern Ihnen, welche Therapien sich auf welche Mechanismen stützen und auf welche Ebenen diese wirken.

Gewichtsreduktion: Eine Gewichtsreduktion reduziert das Zellvolumen der Fettzellen und damit die „Ausstülpung“ in die Oberhaut.

Sport: Bewegung fördert den Fettabbau und die Zirkulation und damit den Lymph- und Wasserabtransport. Durch bestimmte Übungen kann die Muskulatur gestärkt und damit ein stabliler „Unterbau“ geschaffen werden.

Massagen: Massagen kräftigen das Bindegewebe und fördern den Lymph- und Wasserabtransport. Es gibt aber Massageformen, die dem „Schröpfen“ ähnlich sind und das Bindegewebe sehr zerren. Hier ist Vorsicht geboten, um nicht einen gegenteiligen Effekt der Hautdehnung zu erreichen.

Kosmetika: Cremes und Emulsionen werden zunächst einmal aufgetragen und haben dadurch schon einen massierenden Effekt. Sie können aber auch mittels aktiver Substanzen die Durchblutung anregen und zum Wasser- und Lymphabtransport beitragen. Eine spezielle Rolle darunter haben offensichtlich coffeinhältige Cremes und Emulsionen.

Licht und Laser: Sie arbeiten teilweise mit kühlendem Effekt und versuchen damit, die Wassereinlagerung zu reduzieren, teilweise mit erwärmender Wirkung, um die Durchblutung zu fördern.

Hochfrequenzbehandlung: Dabei bewirkt Hitze ein Zusammenziehen des Kollagens. Diese Methode ist vor allem bei sehr schwachem Bindegewebe eine Option. Dass es sich hier aber eher um eine „Narbenbildung“ als um eine hochwertige Regeneration des Bindegewebes handelt, sollte klar sein.

Auf Grund der vielen Faktoren , die bei Cellulite eine Rolle spielen, lässt sich ableiten, dass eine einzige Massnahme nicht ausreichen wird, um durchschlagenden Erfolg zu erzielen.


 

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