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Bringt viel trinken wirklich viel?

Wasser ist für unseren Körper überlebensnotwendig. Aber ist es auch wirklich das Allheilmittel, als das es neuerdings angepriesen wird? Muss wirklich jeder von uns mindestens zwei Liter täglich trinken? Die Antworten finden sich in diesem Artikel.

Autor: Lisa Baumgartner, BBSc

Veröffentlicht: 09.08.2019 | 16:25

Mehr als die Hälfte des menschlichen Organismus besteht aus Wasser. Flüssigkeit wird ständig über die Haut, über den Darm, die Nieren sowie über die Lungen ausgeschieden. Deswegen müssen wir laufend Flüssigkeit zu uns nehmen. Wer zu wenig trinkt, muss mit einer verringerten körperlichen und geistigen Leistungsfähigkeit rechnen. Eine hohe Flüssigkeitszufuhr soll Empfehlungen zufolge eine ganze Reihe von Beschwerden reduzieren wie z.B. zu einem besseren Lebensgefühl verhelfen, die Nieren unterstützen und entgiften sowie das Wohlbefinden verbessern. Auch auf Blutdruck und Gewicht soll sich viel Wasser positiv auswirken.

Wozu brauchen wir eigentlich Wasser?

  •       Als Bestandteil des Blutes versorgt es uns mit Sauerstoff und Nährstoffen, gleichzeitig werden Giftstoffe über die Blutbahn zu den Nieren transportiert um diese dort auszuscheiden
  •       Regulation der Körpertemperatur
  •       Als Lösungsmittel zum Erhalt der Konsistenz sämtlicher Körperflüssigkeiten
  •       Um Stoffe zu spalten
  •       Für Zellen und Gewebe

Was passiert bei einem Mangel an Flüssigkeit?

Wassermangel kann rasch zu schwerwiegenden Schäden führen. Die harnpflichtigen Substanzen können vom Organismus schon nach zwei bis vier Tagen nicht mehr eliminiert werden. Konzentrationsschwäche, Kopfschmerzen, Verstopfung, verringerte körperliche Leistungsfähigkeit und Verwirrtheit können auftreten. Im schlimmsten Fall kommt es aufgrund von Wassermangel zu Kreislaufversagen.

Wie viel Wasser brauchen wir?

Je nach Alter sollten Jugendliche und Erwachsene pro Tag zwischen 30 und 40 ml Wasser pro Kilo Körpergewicht täglich aufnehmen.

Was­ser­zu­fuhr durchOx­i­da­tions­was­ser Ge­samt­was­ser­zu­fu­hr Was­ser­zu­fuhr durch Ge­trän­ke und fes­te Nah­rung 
Getränkefeste Nahrung 
ml/Tagml/Tagml/Tagml/Tagml/kg u. Tag
Säuglinge
0 bis unter 4 Monatef 620 60 680 130
4 bis unter 12 Monate 400 500 100 1000 110
Kinder
1 bis unter 4 Jahre 820 350 130 1300 95
4 bis unter 7 Jahre 940 480 180 1600 75
7 bis unter 10 Jahre 970 600 230 1800 60
10 bis unter 13 Jahre 1170 710 270 2150 50
13 bis unter 15 Jahre 1330 810 310 2450 40
Jugendliche und Erwachsene
15 bis unter 19 Jahre 1530 920 350 2800 40
19 bis unter 25 Jahre 1470 890 340 2700 35
25 bis unter 51 Jahre 1410 860 330 2600 35
51 bis unter 65 Jahre 1230 740 280 2250 30
65 Jahre und älter 1310 680 260 2250 30
Schwangere 1470 890 340 2700 35
Stillende 1710 1000 390 3100 45

 Quelle: Deutsche Gesellschaft für Ernährung, 2019

 Der Wasserbedarf ist beispielsweise bei körperlicher Anstrengung, Sport, hohen oder sehr niedrigen Temperaturen und bei Fieber, Erbrechen sowie Durchfall erhöht.

Kann zu viel Wasser schaden?

Eine zu hohe Flüssigkeitszufuhr ist als eine Flüssigkeitszufuhr definiert, die über jene mit dem natürlichen Durstempfinden einhergehende hinausgeht. Eine Folge einer zu hohen Flüssigkeitsaufnahme kann eine Wasservergiftung sein. Diese ist sehr selten, kann aber vorkommen, wenn die Ausscheidungsfähigkeit der Nieren überfordert wird. Als die maximale Flüssigkeitsmenge, die ein Erwachsener längerfristig täglich aufnehmen kann, werden ca. zehn Liter angeführt.

Symptome einer übermäßigen Flüssigkeitszufuhr können sein:

  • Atembeschwerden
  • Wasseransammlungen im Gewebe
  • Krämpfe, Verwirrtheit, Bewusstlosigkeit bis hin zum Koma
  • Symptome einer Herzinsuffizien
  • Beschleunigung des Herzschlages

Wann bringt mehr Wasser wirklich etwas?

Es gibt durchaus Umstände, bei denen eine gesteigerte Flüssigkeitszufuhr sinnvoll sein kann. Beispiele dafür sind eine Neigung zu Harnsteinen und Harnwegsinfekten sowie polyzystische Nierenerkrankungen.

Es muss also nicht Jeder 2 Liter Wasser täglich trinken. Je nach Alter und körperlicher Betätigung kann die benötigte Flüssigkeitsmenge von Person zu Person stark variieren. Auch ein zu viel an Wasser kann schädlich für den Körper sein. Wasser ist für uns alle überlebenswichtig, ein Allheilmittel ist es jedoch nicht.

 

 

 

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