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5 Süßstoff-Mythen

Süßstoffe sind synthetisch hergestellte Ersatzstoffe für Zucker, die keine Energie, also keine Kalorien, liefern. Diese übertreffen außerdem die Süßkraft von Zucker erheblich. Die Meinungen der Bevölkerung über die kalorienfreien Süßungsmittel gehen weit auseinander, deswegen sollen in diesem Artikel die wichtigsten Irrtümer und Fakten über Süßstoffe zusammengefasst und aufgeklärt werden.

Autor: Lisa Baumgartner, BBSc

Veröffentlicht: 31.05.2019 | 12:15

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Vorweg möchten wir noch kurz der Unterschied zwischen Süßstoffen und Zuckeraustauschstoffen erläutern. Zu Süßstoffen zählen z.B. Aspartam, Stevia, Acesulfam-K, usw., diese finden meist Verwendung beim Süßen von Light-Limonaden. Zu diesen zählen auch Flüssigsüße wie Kandisin oder Natreen. Süßstoffe haben keine Wirkung auf den Blutzucker und liefern keine Kalorien. Zu den Zuckeraustauschstoffen wiederum (auch Zuckeralkohole oder Polyole genannt) zählen z.B. Xylit, Mannit, Sorbit, etc. Der bekannteste Vertreter darunter ist vermutlich Birkenzucker (Xylit). Zuckeraustauschstoffe liefern Kalorien (etwas mehr als die Hälfte von Zucker, 2,5kcal pro Gramm) und haben demnach eine Wirkung auf unseren Blutzucker, außerdem können sie bei übermäßigem Verzehr abführend wirken. Eine Ausnahme stellt hierbei Erythrit (Xucker light, Bio Süße, Sweetiva) dar.

 

Und nun zu den Top 5 Süßstoff-Mythen:

 

Mythos Nummer 1: Süßstoffe fördern die Krebsentstehung

Fakt ist: Alle Süßstoffe, die von der EU zugelassen werden, sind absolut sicher. Es muss zuerst nachgewiesen werden, dass Zusatzstoffe für die Gesundheit unbedenklich sind, erst dann werden sie in der EU zugelassen. Immer wieder wird argumentiert, dass im Tierversuch Süßstoffe zu Krebs geführt haben. Um aber ähnliche Dosen aufnehmen zu können wie die getesteten Tiere, müsste man beispielsweise täglich mehrere hundert Dosen eines mit Süßstoff gesüßten Getränks trinken. Bevor hier aber der Süßstoff zum Problem werden könnte, würde man davor an diesen Mengen ertrinken. Auch Aspartam, der wohl in den Medien umstrittenste Süßstoff, wird von der europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) als absolut unbedenklich deklariert. Fakt ist also: Alle von der EU zugelassen Süßstoffe sind für den Menschen sicher.

 

Mythos Nummer 2: Süßstoff macht hungrig und dick

Viele Menschen glauben, dass unsere Bauchspeicheldrüse durch bestimmte Signale, wenn wir ein süßstoffhaltiges Getränk trinken, einen Zuckerschub erwartet und deshalb Insulin ausschüttet. Da dies nicht passiert, weil Süßstoffe keine Kalorien liefern, sinkt der Blutzuckerspiegel ab und der Körper reagiert mit einem Hungergefühl. Das stimmt jedoch nicht! Es gibt keine Auswirkung auf den Blutzuckerspiegel, wenn man ein Getränk, das mit Süßstoff versetzt wurde, trinkt, da sich unsere kluge Bauchspeicheldrüse nicht austricksen lässt. Fakt ist, dass Süßstoffe oft bei einer Gewichtsreduktion nützlich sein können. Trinkt eine Person beispielsweise gerne und in großen Mengen z.B. ein Getränk wie Coca Cola, führt sie ihrem Körper aufgrund dessen unzählige „leere“ Kalorien sowie hohe Mengen an Zucker zu. Wird nun Coca Cola durch eine Light Variante ersetzt, spart sich diese Person große Mengen an Kalorien und nimmt womöglich an Gewicht ab, da durch den Süßstoff ein Energiedefizit erleichtert werden kann. Fakt ist also: Süßstoffe machen weder hungrig noch satt. Da Süßstoffe kalorienfrei sind, ist es ausgeschlossen, dass man durch sie zunimmt.

 

Mythos Nummer 3: Süßstoff verursacht Diabetes

DiabetikerInnen müssen auf ihre Ernährung, insbesondere auf ihre Zuckerzufuhr achten. Im Gegensatz zu Zucker haben Süßstoffe den Vorteil, dass sie süß schmecken, jedoch den Blutzuckerspiegel nicht ansteigen zu lassen. Menschen mit Diabetes können ohne Bedenken Süßstoff in ihre Ernährung einbauen. Süßstoffe lösen kein Diabetes mellitus aus. Sie können die Lebensqualität vieler DiabetikerInnen steigern, für die Süßgenuss ohne Süßstoffe nicht so einfach wäre.

 

Mythos Nummer 4: Von Süßstoff bekommt man Durchfall

Im Gegensatz zu Zuckeraustauschstoffen (Xylit, Sorbit, etc.), die das Potential aufweisen, Wasser im Darm zu binden und somit bei übermäßigem Verzehr abführend wirken können, mit denen Süßstoffe oft verwechselt werden, werden Süßstoffe nicht vom Körper verstoffwechselt. Sie haben somit keinen Einfluss auf die Verdauung und verursachen weder Blähungen noch Durchfall.

 

Mythos Nummer 5: Süßstoffe lassen Ferkel schneller wachsen

Ende der 80er Jahre wurde Süßstoff Ferkelfutter zugesetzt. Grund dafür war, ihnen den Übergang von der süßen Sauenmilch auf das Tierfutter zu erleichtern und nicht, um sie damit zu mästen. Dies ist gar nicht möglich, da Süßstoffe keine Kalorien liefern und weder Muskel- noch Fettaufbau anregen. Heutzutage ist es eher unüblich, sie der Tierfuttermast beizufügen.

 

Fakt ist, dass Süßstoffe für den menschlichen Verzehr keine gesundheitlichen Risiken darstellen und bedenkenlos eingesetzt werden können. Sie machen weder dick noch hungrig, fördern nicht die Krebs- sowie Diabetesentstehung und regen auch nicht die Verdauung an. Trotz alldem sollten sie jedoch bewusst eingesetzt werden. Unser Körper sollte nicht ständig mit künstlichen Süß- und Geschmacksstoffen konfrontiert werden, damit er nicht vergisst, wie „natürliche“ Lebensmittel schmecken.

Und das ideale Getränk ist und bleibt (je nach Region) Leitungs- oder Mineralwasser! :-)

Pepe Assistant

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