Kilos verlieren, Lebensqualität gewinnen!

Navigation
Anmelden

10 Argumente gegen Bauchfett

Übergewicht ist ein Risikofaktor. Doch es ist nicht ganz egal, wo das Fett sitzt. Hier verraten wir 10 Gründe, warum Sie gerade das Bauchfett meiden oder reduzieren sollten.

Autor: Mag. Sylvia Neubauer

Veröffentlicht: 14.07.2014 | 00:00

(© Kurhan - Fotolia.com)
(© Kurhan - Fotolia.com)

 

1. Psychologische Wahrnehmung

Angenommen, Sie müssten sich zwischen ein paar Kilos zu viel auf dem Bauch und einigen Kilos zu viel auf den Hüften entscheiden? Wie würde Ihre Wahl aussehen? Vermutlich würde das „Hüftgold“ im Duell gegen den „Bauchspeck“ als Sieger hervorgehen. Tatsächlich darf es bei vielen Menschen überall "ein bisschen mehr" sein, nur nicht am Bauch. Breite Hüften sind eher positiv besetzt, großer Brustumfang auch, aber ein großer Bauch wird meist nicht "per se" als attraktiv wahrgenommen. Da heißt es also: ausgleichen!

Umgekehrt fanden auch Forscher, dass psychische Belastungen, wie etwa chronischer Stress oder das Empfinden ständig abgewertet oder diskriminiert zu werden gerade zu vermehrtem Bauchfettdepots führen können.

2. Beweglichkeit

Wir haben eine körperliche "von-oben-nach-unten-Ausrichtung" und wir haben "obere" und "untere" Extremitäten, die normalerweise unterschiedliche Aufgabenbereiche übernehmen. So gehen wir z.B. nur selten auf Händen und greifen meist mit den Händen nach dem Kuli oder zum Essen. Gelegentlich ist aber eine kunstvolle Interaktion zwischen „oben“ und „unten“ erforderlich, etwa beim Anziehen von Socken, beim Binden der Schuhbänder, beim Laufen - zum Steuern mittels der Arme - und anderem mehr. Dass hier gerade die Beweglichkeit in der Leibesmitte gefragt ist, liegt auf der Hand.

3. Rückenmuskeln und Wirbelsäule

Physiker haben herausgefunden, dass mit jedem zusätzlichen Zentimeter Bauchumfang der Körpermittelpunkt nach vorne und damit von der Wirbelsäule weg rückt. Die Rückenmuskeln greifen aber nur etwa 5 cm weit. Steigt also der Abstand zwischen Wirbelsäule und Körpermittelpunkt beispielsweise auf 6 cm, steigt damit die Haltearbeit für Wirbelsäule und Rückenmuskulatur auf das Doppelte an!

4. Risiko für Herz- Kreislauferkrankungen

Ein großer Umfang an Hüften und Oberschenkel mag zwar stören, er ist aber eher ein optisches Problem. Es ist vor allem das Bauchfett, welches mit einem erhöhten Risiko für Gefäßerkrankungen und Herzinfarkt assoziiert ist. Und genau genommen ist es auch nicht das Fett unter der Haut, auch wenn es sich in der Bauchzone befindet, sondern das Fett im Inneren des Bauchraums.

Das Fett unter der Haut wird auch "subkutanes" Fettgewebe, jenes im Bauchraum auch „viszerales“ oder „intraabdominelles“ Fett genannt. Das ist der eigentliche Wüstling. Dieses viszerale Fett sondert nämlich andere Substanzen ab als das subkutane Fett. Es produziert entzündungsfördernde Substanzen und Hormone, die atherosklerose- und sogar thrombosefördernd sind und es schwemmt einen Haufen freier Fettsären mit sich her.

Diese Fettsäuren werden aber nicht in die allgemeine Blutbahn abgegeben, sondern in die Pfortader und durchfluten damit einmal so richtig die Leber. Das führt zu Leberverfettung, die Entzündungssubstanzen führen zu Entzündungsreaktionen, deren Endresultat die Leberzirrhose ist.

Zusammen mit den Fetten richten die entzündungsfördernden Substanzen Schaden in den Gefäßwänden an. Gleichzeitig sind die schützenden Faktoren bei der „abdominellen Fettsucht“ verringert. Dies erklärt das höhere Risiko für Herzinfarkt an Menschen mit zu viel Bauchfett. Und der Vergleich ist beachtlich! Bringt ein höherer BMI ein etwa 20-30% höheres Herzinfarktrisiko, ist es bei erhöhtem Bauchumfang 2-3-fach erhöht, es liegt also bei 200-300% des „normalen“ Risikos!

Dies gilt sogar dann, wenn jemand einen BMI im Normalbereich, aber ein erhöhtes Fettgewebe im Bauchraum hat. Diese Menschen nennen die Forscher „TOFIs“ - „Thin outside, fat inside“. Schlanke Menschen mit hohem viszeralen Fettanteil haben etwa ein vergleichbares Risiko wie Menschen mit hohem BMI aber wenig viszeralem Fett.

5. Diabetes

Insulinresistenz und Diabetes mellitus treten bei Menschen mit größerem Bauchumfang besonders häufig auf, was Bauchfett zu einem interessanten Thema für die Forschung macht. Diabetes mellitus tritt generell häufiger bei Übergewicht und Adipositas auf. Auffallend ist jedoch, dass die Symptomatik bei Personen mit hohem Bauchumfang ausgeprägter ist, als bei jenen, die „nur“ mit einem hohen BMI „gesegnet“ sindWie führt aber gerade dieses viszerale Fett zur Insulinresistenz?

Die vielen ungünstigen Substanzen führen in der Leber zu Funktionseinbußen. Sie kann Blutzucker nicht mehr so leicht in die Speicherform, in Glycogen, umwandeln. Dadurch steigt der Blutzucker. Die vielen freien Fettsäuren, welche von der überforderten Leber nicht abgefangen werden können, zirkulieren weiter im Körper und gelangen so auch in die Muskulatur. Dort senken Sie die Wirkung des Insulins, d.h. bei gleicher Menge Insulin kann weniger Zucker vom Muskel aufgenommen werden. Es sind also mehrere Faktoren, die nacheinander zu Insulinresistenz, Hyperinsulinismus und Diabetes mellitus führen.

6. Atmung

Bei erhöhtem Bauchumfang und insbesondere bei vermehrtem Fett im Bauchraum sammelt sich das Fett um die inneren Bauchorgane und um das Herz herum an. Zudem steht das Zwerchfell höher. Somit ist der Raum für die Entfaltung der Lungenflügel von mehreren Seiten her eingeengt. Das ist der Grund für die oft sehr schnelle aber flache Atmung stark übergewichtiger Personen. Dazu kommt noch eine erhöhte Anfälligkeit für Asthma. Praktisch bedeutet das: jetzt wird es auch bei der Ausatmung eng! Auch Atempausen während der Nacht kommen häufiger vor.

7. Verdauung

Personen mit erhöhtem Bauchumfang leiden 11 mal häufiger an Verdauungsstörungen und 8 mal häufiger an Speiseröhrenentzündungen. Ebenfalls häufiger kommen Blähungen, Bauchschmerzen und an Durchfall vor.

8. Krebs

Folgende Krebsarten sind bei Adipositas erhöht: Darmkrebs, Brustkrebs, Eierstockkrebs und Nierenkrebs. Ist es aber speziell der Bauch, der zu viel Umfang aufweist, steigt die ohnehin schon erhöhte Frequenz nochmals an. Bei einem Bauchumfang von 89cm (bei Frauen) oder mehr ist die Gesamtsterblichkeit an Krebs um 50% höher. Ist das intraabdominale oder viszerale Fett deutlich vermehrt, kommt noch ein gehäuftes Risiko für Leberkrebs hinzu.

9. Hormone

Männer neigen eher zur Fettansammlung am Bauch als Frauen. Man führt dies auf die unterschiedliche Wirkung der Geschlechtshormone zurück. Den Effekt der „Fettverschiebung“ kann man sehr gut auch bei Personen beobachten, welche sich einer Geschlechts-Umoperation unterziehen. Die Wirkungen der Geschlechtshormone sind aber sehr vielfältig, sodass noch keine Einigkeit darüber besteht, welchen Effekt sie in Summe auf das Herz-Kreislaufrisiko haben. Die Wirkung scheint von sehr vielen Faktoren abzuhängen - etwa, ob sich eine Frau im Wechsel befindet oder nicht. Manches deutet darauf hin, dass das Glückshormon DHEA bei Menschen mit erhöhtem Bauchumfang niedriger ist. Dies ist aber noch nicht ganz eindeutig nachgewiesen.

Bei den Hormonen fällt immer wieder ein Rückkoppelungsmechanismus auf: Bei starkem Übergewicht sind Hormonwerte ungünstig verändert. Ungünstig deshalb, weil es zu unerwünschten hormonellen Wirkungen kommen kann (z.B. Damenbart), oder auch die Fettansammlung begünstigt. Reduziert man / frau das Übergewicht, bessern sich die Hormonwerte und dies erleichtert die weitere Gewichtsabnahme nochmals. Dies trifft für die Schilddrüsenhormone als auch für veränderte Geschlechtshormone zu, etwa beim PCO (Polycystischen Ovar Syndrom.)

10. Gedächtnisleistung

Leptin ist ein Hormon, welches vom Fettgewebe produziert wird und den Hunger-Sättigungsmechanismus reguliert. Es hat aber auch noch andere Wirkungen. So schützt es offenbar im Alter vor dem Abbau der Gedächtnisleistung. Je höher die Leptinspiegel, desto weniger sinkt die Hirnleistung. Bei Menschen mit einem höheren Bauchumfang aber geht die Wirkung offenbar ins Leere. Hier wird auch mit höheren Leptinspiegeln kein Schutz vor dem geistigen Abbau erreicht.

Das darf ruhig als Argument dafür gewertet werden, JETZT an die Reduktion des Taillenumfanges zu denken!

Pepe Assistant

Herzlich Willkommen bei KiloCoach™!

KiloCoach™ bietet das Wissen und die Werkzeuge für eine erfolgreiche Gewichtsabnahme. Keine Radikaldiäten, kein Jojo-Effekt – von Krankenkassen empfohlen und wissenschaftlich bestätigt.

7 Tage gratis testen

Berechnen Sie Ihren BMI

kg
cm
Mehr herausfinden

Vorteile

  • Gewicht verlieren ohne Hunger
  • Keine Diätvorschriften
  • Ohne Jojo-Effekt
  • Mit Unterstützung von Experten
  • Motivierende Community
Hier registrieren

Wissenschaftliche Studien

Newsletter abonnieren

Besuchen Sie uns auf Facebook